„Privates Autofahren muss finanziell unattraktiv werden“

TU-Forschungsprojekt „Pull & Push – Gut & Böse“ will Verkehrswende anleiern – weg von der Subventionspolitik fürs Auto

Die Verkehrswende kommt nicht voran. In 30 Jahren, von 1990 bis 2020, wurden die CO2-Emissionen des Verkehrssektors laut Bundesumweltamt nur um zehn Prozent verringert. Lag der Treibhausgas-Ausstoß 1990 bei 164 Millionen Tonnen CO2, waren es 2020 immer noch 146 Mio. t. Erst am 26.08.2022 lehnte der Klimaexpertenrat den Notfallplan des Verkehrsministers als unzureichend ab. „Und dass die Bundesregierung ihr Ziel erreicht, die Emissionen des Verkehrssektor bis 2030 auf höchstens 85 Mio. t CO2 zu reduzieren, ist fraglich“, sagt Prof. Oliver Schwedes, Leiter des Fachgebietes Integrierte Verkehrsplanung der Technischen Universität Berlin laut einer Medienmitteilung vom 30.08.2022. weiterlesen…

Grönländisches „Zombie-Eis“ wird Meeresspiegel um 10 Zoll erhöhen

Eisschild lässt Ozeane um 27 cm ansteigen

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyLaut einer in Nature Climate Change veröffentlichten Untersuchung wird das schnell schmelzende Eisschild Grönlands den weltweiten Meeresspiegel um mindestens 27 Zentimeter ansteigen lassen – mehr als doppelt so viel wie bisher angenommen. Der Grund dafür ist etwas, das man als „Zombie-Eis“ bezeichnen könnte – untergegangenes Eis, das zwar noch mit dickeren Eisflächen verbunden ist, aber von den Muttergletschern, die jetzt weniger Schnee erhalten, nicht mehr aufgefüllt wird. weiterlesen…

Erste Klein-Wind-Solaranlage der Schweiz

Insgesamt 62 MWh pro Jahr

Im Gebiet „La Stadera“ in der Surselva (Oberrheintal in Graubünden unterhalb des Lukmanierpasses) soll eine der ersten kleinen Wind-Sonnenanlagen der Schweiz im alpinen Raum getestet werden. Das Testsystem soll von Herbst 2023 bis Ende 2024 Daten zur Auswertung liefern. Mit der Testanlage soll die Eignung einer Hybridanlage zur Gewinnung nachhaltiger Energie in alpinem Gelände geprüft werden. armasuisse Immobilien hat im Rahmen des militärischen Plangenehmigungsverfahrens ein Baugesuch eingereicht. (Foto: Testanlage – Kleinwindenergieanlage – © VBS/DDPS
) weiterlesen…

Club of Rome fordert „Kehrtwende“ zur Rettung des Planeten

„Saat für den Zusammenbruch ganzer Weltregionen gelegt“

Die neue, am 30.08.2022 in der Berliner Bundespressekonferenz vorgestellte Untersuchung einer Forschergruppe unter Beteiligung des Club-of-Rome fordert „fünf drastische Schritte für eine lebenswerte Zukunft“. Derzeit werde die Saat für den Zusammenbruch ganzer Weltregionen gelegt – ohne eine Umverteilung des Reichtums lasse sich die Klimakrise nicht lösen. Daher bedürfe es einer Kehrtwende in der internationalen Wirtschafts- und Klimapolitik, um der Menschheit angesichts des Klimawandels und globaler Ungleichheit eine lebenswerte Zukunft zu sichern. weiterlesen…

PIK: Wohnen in Städten aus Holz könnte Emissionen vermeiden

Ohne Ackerland-Nutzung für Holzproduktion – Stiftung widerspricht

Eine wachsende Bevölkerung in Häusern aus Holz – anstatt aus Stahl und Beton – unterzubringen, könnte bis 2100 mehr als 100 Milliarden Tonnen CO2-Emissionen einsparen, so das Ergebnis einer neuen Untersuchung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung. Das entspricht etwa 10 Prozent des verbleibenden Kohlenstoffbudgets für das 2°C-Klima-Ziel. Für die Versorgung mit Bauholz werden neben natürlichen Wäldern neu angelegte Holzplantagen benötigt.(Bild: Holzbau spart CO2 – © PIK-Potsdam_Caroline Grondin, unsplash weiterlesen…

So kommt Deutschland ohne russisches Gas durch den Winter

Ökonomen der Uni Bonn aktualisieren Untersuchung wirtschaftlicher Folgen eines Importstopps

Die deutsche Wirtschaft könnte einen sofortigen Stopp russischer Gaslieferungen mit den richtigen wirtschaftspolitischen Maßnahmen auffangen und ohne russisches Gas durch den Winter kommen. Dazu müsste Deutschland seinen Gasverbrauch bis zum Ende der kommenden Heizperiode um etwa 25 Prozent reduzieren. Wie das zu schaffen ist, zeigt eine schon am 05.08.2022 publizierte Untersuchung des Teams um Prof. Moritz Schularick und Prof. Moritz Kuhn, Mitglieder des Exzellenzclusters ECONtribute der Universitäten Bonn und Köln. Laut der aktualisierten, als „ECONtribute Policy Brief“ erschienenen Schätzung wären die ökonomischen Kosten einer solchen Reduktion ähnlich hoch wie bei einem Energieembargo im Frühjahr. weiterlesen…

Q ENERGY baut größtes schwimmendes Solarkraftwerk Frankreichs

66 MW auf ehemaliger Kiesgrube

Q ENERGY France belegte nach eigenen Angaben vom 30.08.2022 zufolge bei der jüngsten französischen PPE2-Solarausschreibung den ersten Platz und verfügt nun über einen festen Tarif sowie die Baugenehmigung für ein schwimmendes 66-MW-Solarprojekt auf einer ehemaligen Kiesgrube im Nordosten Frankreichs – dem größten seiner Art in Frankreich. Bei einem Gesamtvolumen von 339 MW belegte Q ENERGY France den ersten Platz in dieser Ausschreibungsrunde. (Foto: Schwimmende PV © SolarWriter – Own work – CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Natürlicher Klimaschutz gegen Klima- und Biodiversitätskrise

Aktionsprogramm  soll Klimaschutzleistung der Ökosysteme stärken und Folgen der Klimakrise mildern

Endlich werden Klimakatastrophe und Artenschwund zusammen gesehen, wo doch letzterer genau betrachtet gefährlicher für das Fortbestehen der Menschheit ist, als zwei bis drei Grad Erwärmung der Atmosphäre. Bundesumweltministerin Lemke hat am 31.08.2022 den Entwurf für das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (Entwurf und Kurzfassung) im Rahmen eines Moorbesuchs in einem vom BMUV geförderten Pilotprojekt, den Möllmer Seewiesen bei Oranienburg (Brandenburg), vorgestellt. weiterlesen…

Großes Grünes Wasserstoffprojekt am Suez-Kanal

Globeleq kooperiert mit Ägypten bei Großem Grünen Wasserstoffprojekt

Globeleq, nach eigenen Angaben führendes unabhängiges Energieunternehmen in Afrika, hat eine Absichtserklärung mit der ägyptischen New and Renewable Energy Authority (NREA), der General Authority for Suez Canal Economic Zone (SCZONE), dem Sovereign Fund of Egypt for Investment and Development (TSFE)  und der Egyptian Electricity Transmission Company (EETC) unterzeichnet, um gemeinsam eine große Anlage für grünen Wasserstoff in der Suez Canal Economic Zone zu entwickeln. weiterlesen…

Klimawandel zieht den Stöpsel

Sinkt das Grundwasser, versickern Bäche und Flüsse, das Trinkwasser verschmutzt

Zunehmende Trockenheit, weniger Niederschlag, vermehrter Wasserbedarf in der Landwirtschaft – der Klimawandel führt regional und weltweit zu sinkenden Grundwasserständen und Dürren. Ist der unterirdische Wasserpegel niedrig, gelangt belastetes Oberflächenwasser aus Bächen und Flüssen vermehrt ins Grundwasser. Die Folge: Unser Trinkwasser und die Grundwasserökosysteme sind gefährdet, das Mengenproblem wird damit auch zu einem Güteproblem. Das beschreiben Forscher aktuell in Water Research. Die ARD veranstaltete am 29.08.2022 einen ganzen Themenabend zum Thema Wasser. Neue Forschungsansätze und Konzepte zur Verbesserung der Grundwasserneubildung sind dringend notwendig und müssen speziell auf die jeweiligen Regionen abgestimmt sein, so ihre Empfehlung. weiterlesen…