[Fe]-Hydrogenase-Metallocofaktor aus dem Reagenzglas

Forschende haben Nutzung von Wasserstoff-Biokatalysatoren vorangetrieben

Wasserstoffgas (H2) ist ein Hoffnungsträger der erneuerbaren Energien, da bei seiner Verbrennung als Abfallprodukt nur Wasser entsteht. Allerdings braucht man für seine Produktion und Nutzung – beispielsweise mittels Brennstoffzellen – Platinkatalysatoren. Platin ist jedoch ein Edelmetall, das sowohl selten als auch teuer ist. Nach der Aufklärung von Proteinstrukturen und Biosyntheseschritten haben Forschende aus Marburg (MPI für terrestrische Mikrobiologie), Lausanne und Minnesota einen Weg gefunden und am 19.04.2022 in Angewandte Chemie publiziert, den entscheidenden Teil des Enzyms [Fe]-Hydrogenase, das die Wasserstoffproduktion katalysiert, im Reagenzglas zu bauen. Ihre Arbeit ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur umweltfreundlichen Nutzung von Wasserstoff als grünem Energieträger. weiterlesen…

Auch ohne russische Energie und trotz Atomausstiegs Stromversorgung sicher

DIW aktuell vom 20. April 2022: Kohleausstieg 2030 bleibt machbar
von Christian Hauenstein, Karlo Hainsch, Philipp Herpich, Christian von Hirschhausen, Franziska Holz, Claudia Kemfert, Mario Kendziorski, Pao-Yu Oei, Catharina Rieve

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) hat in Szenariorechnungen des deutschen Stromsystems analysiert, wie sich ein völliger Stopp russischer Energielieferungen (vor allem Kohle und Erdgas) auswirken wird. Fazit: Der beschleunigte Kohleausstieg beziehungsweise der Atomausstieg 2022 würde nicht in Frage gestellt werden. Die Stromversorgung gerate nicht in Gefahr – die letzten drei Akw sollten wie geplant im Dezember 2022 vom Netz gehen. weiterlesen…

Erstmals Grundlastversorgung aus Solarstrom

Axpo vermarktet

Die zur Schweizer Axpo Holding AG gehörende Axpo Deutschland GmbH baut ihr Geschäft mit langfristigen Stromabnahmeverträgen (Power Purchase Agreements, PPA) für Solaranlagen in Deutschland weiter aus: Der Energieversorger hat mit dem Hamburger Projektentwickler Enerparc AG einen Stromliefervertrag (Power Purchase Agreement, PPA) für dessen 39-Megawatt-Solarpark in Büttel, Schleswig-Holstein, abgeschlossen. Die Besonderheit: Erstmalig in Deutschland liefert der Solarpark nach Angaben von Axpo ein Baseload-Band zur Grundversorgung. weiterlesen…

Winzige „Wolkenkratzer“ helfen Bakterien, Sonnenlicht in Strom umzuwandeln

Neue Form der Biokraftstofferzeugung durch 3D-gedruckte maßgeschneiderte Elektroden

Forscher der University of Cambridge haben winzige „Wolkenkratzer“ für Bakteriengemeinschaften hergestellt, mit deren Hilfe sie aus Sonnenlicht und Wasser Strom erzeugen können. Die Forscher haben mit Hilfe des 3D-Drucks Gitter mit „hohen Nano-Häusern“ geschaffen, in denen sonnenliebende Bakterien schnell wachsen können. Die Forscher waren dann in der Lage, die bei der Photosynthese anfallenden Abfallelektronen der Bakterien zu extrahieren, die zur Versorgung kleiner elektronischer Geräte verwendet werden können. weiterlesen…

„Wasserstoffzug nimmt rasant Fahrt auf“

Viele investieren in H2

Schaut man auf die Börse, hat man das Gefühl, alle Unternehmen, die sich mit der Brennstoffzelle und Wasserstoff technologisch und als Geschäftsmodell befassen, werden als Gruppe gesehen und bewegen sich parallel – ausgedrückt im Verlauf ihrer Aktienkurse. Diese Sichtweise ist indes viel zu undifferenziert, denn die Unternehmen setzen auf völlig unterschiedliche Strategien: Die einen bauen Tankstellen für Wasserstoff und produzieren Elektrolyseure (z. B. Nel, ITM, Plug Power, Bloom), die anderen produzieren Brennstoffzellen-Stacks und -Module (z. B. Ballard Power, PowerCell, Cummins, Weichai Power), schreibt Sven Jösting

Gigawatt-Wasserstoff-Projekt in Namibia

Enertrag: Nimmt mit Hyphen-Konsortium Hürde

Desertec reloaded? Viel Fläche, reichlich Sonne und Wind: Afrika könnte zum Exporteur erneuerbarer Energie werden. Deutsche Firmen planen Projekte von Ägypten bis Südafrika. Im November 2021 hat die namibische Regierung der Enertrag-Tochter Hyphen Hydrogen Energy den Rang eines „bevorzugtem Bieters“ für die Umsetzung eines Projektes zur Produktion von jährlich 300.000 Tonnen grünem Wasserstoff im Tsau-Khaeb-Nationalpark zuerkannt. Die extrem trockene Zone war zuvor früher Sperrgebiet für Diamantenabbau in der Wüste. Windkraftanlagen und Solarparks sollen dort entstehen, die im Endausbau fünf Gigawatt Ökostrom (etsprechend 5 AKW) liefern. (Foto: Enertrag-Elektrolyseur in Prenzlau – © Hanno Böck, eig. Werk, CC0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Solarer Wasserstoff: Bessere Photoelektroden durch Blitz-Erhitzung

Thermische Behandlung mit sehr hohen Temperaturen

Um Wasser mit Sonnenlicht elektrolytisch aufzuspalten, werden Photoelektroden gebraucht. Kostengünstige Metalloxid-Dünnschichten mit hoher elektronischer Qualität eignen sich sehr gut dafür, doch ihre Herstellung ist komplex. Insbesondere lässt sich die Qualität der Metalloxid-Dünnschichten nur durch eine thermische Behandlung bei sehr hohen Temperaturen verbessern. Dabei würde jedoch das darunter liegende leitfähige Glassubstrat schmelzen. Ein Team am HZB-Institut für Solare Brennstoffe hat dieses Dilemma einer Medienmitteilung vom 04.04.2022 folgend nun gelöst: Ein hochintensiver Lichtpuls heizt die halbleitende Metalloxid-Dünnschicht blitzschnell direkt auf, ohne das Substrat zu beschädigen – so Antonia Rötger auf helmholtz-berlin.de. (Foto: Herstellung von Photoelektroden – © R. Gottesman/HZB) weiterlesen…

The Conversation: Fünf wichtige Informationen über Klimawandel-Abmilderung

Diese Energieinnovationen könnten Abmilderung verändern und dabei Geld sparen

Für die meisten Menschen ist ein Solarpark oder eine geothermische Anlage eine wichtige Quelle für saubere Energie. Wissenschaftler und Ingenieure sehen noch viel mehr Potenzial, schreibt Stacy Morford in The Conversation. Sie stellen sich Offshore-Windturbinen vor, die Kohlenstoff unter dem Meer einfangen und speichern, und geothermische Anlagen, die wichtige Metalle für den Antrieb von Elektrofahrzeugen produzieren. Auch die Batterien von Elektroautos können für die Stromversorgung von Häusern umgewandelt werden, was ihren Besitzern Geld spart und die Emissionen im Verkehr reduziert. weiterlesen…

Expertenrat für Klimafragen bestätigt Zielverfehlung

Gebäude- und Verkehrssektor kritisch

Der Expertenrat für Klimafragen (ERK) legte am 13.04.2022 entsprechend § 12 Abs. 1 des Bundes-Klimaschutzgesetzes seinen zweiten Prüfbericht zu den Emissionsdaten des Vorjahres vor. Neben der Prüfung ordnet der Expertenrat die Emissionsentwicklung und die Zielerreichung bzw. Zielverfehlung einzelner Sektoren vertiefend ein und diskutiert Bedarf und Optionen für eine Weiterentwicklung des Bundes-Klimaschutzgesetzes. „Unsere Analyse gibt Hinweise darauf, dass ohne die Sondereffekte die Emissionen im Verkehr 2021 eher noch höher ausgefallen wären“, erläutert Hans-Martin Henning, Vorsitzender des Expertenrats. weiterlesen…

70 Megawatt H2 bis 2030

Kroatien beschließt Wasserstoff-Strategie 2050

Kroatien plant einem Bericht der Balkan Energy News vom 30.03.2022 folgend die Installation von Wasserstoffproduktionsanlagen mit einer Leistung von 70 MW bis 2030 und 2.750 MW bis 2050, um seinen Anteil am Gesamtenergieverbrauch von null auf 0,2 bzw. 11 Prozent zu erhöhen. Dies geht aus der am 24.03.2022 vom Sabor, dem kroatischen Parlament, verabschiedeten nationalen Strategie für Wasserstoff von 2021 bis 2050 hervor. weiterlesen…