Neue EU-Regeln für Akkus: Mehr Ehrgeiz im Umwelt- und Sozialbereich! 

Batterien sollen nachhaltiger und leichter austauschbar sein, auch bei Smartphones

Das EU-Parlament hat einen Gesetzesentwurf mit neuen Vorschriften für den gesamten Produktlebenszyklus von Batterien beschlossen. Jetzt können Verhandlungen mit den EU-Regierungen beginnen. Es sollen Standards für die Sorgfaltspflicht entlang der gesamten Wertschöpfungskette und ehrgeizigere Abfallbewirtschaftungsziele eingeführt werden. Akkus sollen künftig herausnehmbar sein. weiterlesen…

Krieg als Impuls für schnellere Energiewende nutzen

Leopoldina-Vize Schlögl zu Ad-hoc-Stellungnahme „Wie sich russisches Erdgas in der deutschen und europäischen Energieversorgung ersetzen lässt“

In der Diskussion um den Verzicht von Gaslieferungen aus Russland hat der Vizepräsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, Robert Schlögl, vor einer Rückkehr zu Kohle- und Atomenergie gewarnt. „Nukleare Energie ist in Deutschland einfach grundsätzlich keine Option. Deswegen hat das keine Zukunft“, sagte Schlögl am 10.03.2022 im phoenix tagesgespräch und in mdr Radio Kultur unter Bzugnahme auf eine Ad-hoc-Stellungnahme von 13 Wissenschaftlern der Leopoldina. Der Abschaltprozess sei bereits so weit vorangeschritten, dass man daran weder ökonomisch noch technisch kurzfristig etwas ändern könne. Eine Reaktivierung der Kernkraftwerke sei daher nicht sinnvoll. Der Leitautor der ad-hoc-Stellungnahme sprach sich zudem gegen eine Laufzeitverlängerung der Kohlekraftwerke aus. weiterlesen…

Klimaziele und Kollateralschäden von Putins Krieg

Wichtige Maßnahmen krisen-verschärfend verzögert

Putins Überfall auf die Ukraine zeitigt neben den Unsicherheiten auf den Finanzmärkten, höhere Verteidigungsausgaben in den NATO-Mitgliedsländern und die Aufwertung der Außenpolitik als wichtige Themem bei den Wahlen 2022 in den westlichen Demokratien, bisher weniger zur Kenntnis genommene zusätzliche längerfristige Auswirkungen, schrieb Terry F. Yosie am 07.03.2020 auf GreenBiz. weiterlesen…

Rund zehn Prozent russische Erdgasimporte aus Russland sofort einsparbar

„Sparsam durch die Krise“

Nicht nur beim Baden und Duschen lässt sich schnell und mit wenig Aufwand viel Energie sparen: Ein Spar-Duschkopf etwa senkt den Energieverbrauch fürs Duschen um rund 30 Prozent. Wenn das alle Menschen in Deutschland nutzen, spart das rund 11,3 TWh Erdgas. Das entspricht 2,6 Prozent der Erdgasimporte aus Russland und bedeutet etwa 2,8 Millionen Tonnen Treibhausgase und 1,1 Milliarden Euro Energiekosten weniger. Das Umweltbundesamt (UBA) ruft angesichts des Krieges in der Ukraine dazu auf, mit Energie deutlich sparsamer umzugehen. Schon eine um zwei Grad niedrigere Raumtemperatur in allen deutschen Wohn- und Nichtwohngebäuden sowie durch den Einbau von Spar-Duschköpfen könnten rund zehn Prozent des russischen Erdgases eingesparbart werden. weiterlesen…

Amazonas-Regenwald verliert an Widerstandsfähigkeit

Neue Erkenntnisse aus der Analyse von Satellitendaten

Der Regenwald am Amazonas hat die Fähigkeit, sich von Störungen zu erholen, seit Anfang der 2000er Jahre abgenommen. Möglicherweise steht er nahe an einer kritischen Schwelle, ab der er sich in eine Savanne verwandelt. Auch in Deutschland sind laut Tagesspiegel Waldbestände betroffen, die bisher eher als trockenresistent galten. Einer Pressemitteilung des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung PIK vom 08.03.2021 zufolge verliert der Amazonas-Regenwald wahrscheinlich an Resilienz, wie eine Datenanalyse von hochauflösenden Satellitenbildern zeige. Das sei auf Stress durch Abholzung und Brandrodung zurückzuführen – der Einfluss des vom Menschen verursachten Klimawandels sei bisher nicht eindeutig feststellbar, werde voraussichtlich bald eine große Rolle spielen. weiterlesen…

Die 1.600 TWh-Herausforderung

Wie Europa ohne russisches Gas überleben kann

von Gerard Reid

„Es scheint angemessen und etwas ironisch, mit einem Zitat von Wladimir Lenin zu beginnen: ‚Es gibt Jahrzehnte, in denen nichts geschieht, und es gibt Wochen, in denen Jahrzehnte geschehen.‘ Das trifft auf die vergangene Woche mit Sicherheit zu.“ Letzte Woche hat der Energieexperte Gertard Reid einen Blog darüber geschrieben, warum und wie wir Europa neu verkabeln müssen. Diese Woche besfasst er sich damit, wie Europa den nächsten Winter ohne russisches Gas überleben kann. weiterlesen…

Wasserstofferzeugung – Vorteile dezentraler Elektrolyseure

Neue Studie des Reiner Lemoine Instituts

Dezentrale Elektrolyseure verbessern die Energieausbeute aus Wind- und Solaranlagen, machen unser Energiesystem resilienter und sparen Netzausbaukosten. Dies zeigt eine Untersuchung des Reiner Lemoine Instituts (RLI) im Auftrag der Ökoenergiegenossenschaft Green Planet Energy eG. Solche dezentral eingesetzten Elektrolyseure nutzen lokale Überschüsse aus Wind- und Sonnenstrom volkswirtschaftlich vorteilhaft für die Produktion von grünem Wasserstoff. Sie können in vielen Netzgebieten in ganz Deutschland wirtschaftlich betrieben werden. weiterlesen…

„REPowerEU“

Gemeinsames europäisches Vorgehen für erschwinglichere, sichere und nachhaltige Energie

Angesichts der russischen Invasion der Ukraine hat die Europäische Kommission am 08.03.2022 den Entwurf eines Plans vorgestellt, mit dem Europa deutlich vor 2030 von fossilen Brennstoffen aus Russland, zunächst von Gas, unabhängig werden soll. Dieser Plan enthält auch eine Reihe von Maßnahmen als Reaktion auf die steigenden Energiepreise in Europa und zur Wiederauffüllung der Gasvorräte für den nächsten Winter. Europa ist zwar schon seit mehreren Monaten mit einem Anstieg der Energiepreise konfrontiert, das Problem wird jetzt aber durch die unsichere Versorgung verschärft. Durch REPowerEU sollen die Gasversorgung diversifiziert und die Einführung von Gas aus erneuerbaren Quellen für Heizung und Stromerzeugung beschleunigt werden. Dadurch kann die Nachfrage der EU nach russischem Gas vor Ende des Jahres um zwei Drittel verringert werden. weiterlesen…

Zusammenspiel von Topologie und Magnetismus

Eine große Zukunft für vielfältige Anwendungen

Andrei Bernevig, Princeton University, USA, Haim Beidenkopf, Weizmann Institute of Science, Israel, und Claudia Felser, Max-Planck-Institut für Chemische Physik fester Stoffe, Dresden, stellen einer Medienmitteilung vom 02.03.2022 zufolge in einer Übersichtsarbeit über magnetische topologische Materialien neue theoretische Konzepte vor, die Magnetismus und Topologie miteinander verbinden. Sie identifizieren bisher unbekannte magnetische topologische Materialien und potenzielle möglichen Anwendungen in der Spin- und Quantenelektronik und diskutieren sie als Materialien für effiziente Energieumwandlung. (Grafik: Darstellung der Verknüpfung zwischen Material (= zwei verdrehte Graphenschichten) mit topologischen Eigenschaften, einer im mathematischen Sinne topologischen Fläche (= Möbiusband) und Magnetismus (magnetische Spins) – © MPI CPfSVerwendung bei Nennung der Quelle gestattet) weiterlesen…

Auf dem Weg zur nächsten Energiespeicher-Generation

Wässrige Zink-Ionen Batterien ohne Explosions- oder Brandgefahr

Forschende der Universität Bremen arbeiten derzeit erfolgreich an der nächsten Generation von Energiespeichern. Ihr Ziel sind dabei wässrige Zink-Ionen Batterien, bei denen jegliche Explosions- oder Brandgefahr ausgeschlossen ist. In Nature Communications haben Professor Fabio La Mantia und sein Team am 03.02.2022 open access die wichtigsten Herausforderungen beschrieben, die bei der Weiterentwicklung der neuartigen Batterietechnologie bewältigt werden müssen. (Foto: Nächste Generation von Energiespeichern – in Nature Communications hat Giorgia Zampardi, Universität Bremen, mit anderen open access die Herausforderungen beschrieben – © Federico Scarpioni, Universität Bremen, CC-BY 4.0) weiterlesen…