Mehr als 1,5 Milliarden für Forschung und Lehre

Ergebnisse der GWK-Sitzung

Im Rahmen ihrer Sitzung am 22.10.2021 hat die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) einer Medienmitteilung folgend erneut wichtige Haushaltsentscheidungen zugunsten von Forschung und Lehre getroffen. So fördern Bund und Länder die Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft (Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz – WGL) 2022 mit insgesamt 1,36 Milliarden Euro. Die Stiftung „Innovation in der Hochschullehre“ erhält für 2022 150 Millionen Euro, die allein aus Bundesmitteln aufgebracht werden. Weiter erhält das Direktorat des Nationale Forschungsdateninfrastruktur e.V. für die Haushaltsjahre 2022 bis 2028 insgesamt 17,5 Millionen Euro. Zur Förderung des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) wird der NHR-Verbund 2022 mit bis zu 62,5 Millionen Euro gefördert. Die GWK stimmte ebenfalls den Jahresbudgets 2022 der Deutschen Akademie für Technikwissenschaften (acatech) und dem von der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften koordinierten Akademienprogramm zu. weiterlesen…

BDI voll auf Klimakurs

Klimapfade 2.0 – Aufbruch in die Klima-Zukunft

Deutschland steht in Sachen Klimaschutz vor einem gewaltigen Kraftakt und gleichzeitig vor einer historischen Chance – so der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI): Um die Klimaschutzziele zu erreichen, seien für das Etappenziel bis 2030 Mehrinvestitionen von 860 Milliarden Euro erforderlich. Das zeige die gemeinsame Studie „Klimapfade 2.0“ des BDI und der Strategieberatung Boston Consulting Group (BCG). weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft und CO2-Einsparung

BAM-Projekt zur Verwertung von Stahlwerksschlacken verspricht doppelten Nutzen

In der Stahlproduktion werden in Deutschland jedes Jahr mehr als 5 Millionen Tonnen Schlacke erzeugt – eine wertvolle Ressource, die zu rund 30 Prozent aus Eisenoxid besteht. Daraus lassen sich aber große Mengen an Roheisen zurückgewinnen und gleichzeitig ein CO2-sparendes Bindemittel für die Zementindustrie erzeugen. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) optimiert jetzt das Verfahren, um es schnell in die Anwendung zu bringen. weiterlesen…

Wie das Strommarktdesign künftigen Preisschocks entgegenwirken kann

Stellungnahme des Kopernikus-Projektes SynErgie

Aufgrund der aktuellen Situation auf dem Strommarkt zeigt SynErgie auf, wie sich mittel- bis langfristig hohe Strompreise vermeiden lassen.Die aktuell hohen Gas- und Strompreise sind eine große Herausforderung – für private Haushalte, aber auch für energieintensive Industriezweige. Gründe für die hohen Preise sind unter anderem die stark gestiegene Nachfrage nach Gas und Strom in Folge der wirtschaftlichen Erholung nach der COVID-19-Pandemie sowie ein Rückgang der Gasimporte in den europäischen Markt. weiterlesen…

Globale Klimaneutralität: Niemand macht genug

Klimatransparenzbericht 2021

Die G20-Länder unternehmen nicht genug, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen. Deutschlands Maßnahmen sind nirgendwo Vorreiter. Eine Kursänderung ist dringend erforderlich. Julia Broich hat sich für energiezukunft – Das Portal für Erneuerbare Energien und die bürgernahe Energiewende – den Klimatransparenzbericht 2021 näher angeschaut. weiterlesen…

Kerosin aus biobasierten Stoffströmen

Wageningen University & Research mit neuem Alternativ-Sprit

Eines der Ziele der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II) ist es, die Verwendung fortschrittlicher Biokraftstoffe im Verkehrssektor auf mindestens 3,5 % des gesamten Biokraftstoffverbrauchs in der EU zu erhöhen. Wageningen University & Research und ihre Partner haben aus biobasierten Abfallströmen der Landwirtschaft eine neue Art von Flugkraftstoff hergestellt und den Erfolg am 08.10.2021 veröffentlicht. weiterlesen…

Bloomberg Green: 100-Milliarden-Dollar-Hürde auf Weg zu globalem Klimadurchbruch

Gefahr für COP26: Die reichen Länder haben wiederholt versagt (Lesehinweis)

Entsprechend zögern die Entwicklungsländer, sich stärker zu Emissionssenkungen zu verpflichten. In der Folge droht eine Trennlinie von 100 Milliarden Dollar zwischen den reichsten und den ärmsten Ländern der Welt jede Hoffnung auf eine tiefgreifende Übereinkunft bei den COP26-Klimaverhandlungen zunichte zu machen. 100 Milliarden sind laut Bloomberg Green der Betrag an jährlichen Beiträgen, den die Industrieländer versprochen haben, um den weniger wohlhabenden Ländern zu helfen, die Emissionen zu senken und sich an den Klimawandel anzupassen. weiterlesen…

Wie schnell erholt sich das Klima?

Je nach Erderwärmung bis zu 50.000 Jahre

Der Klimawandel lässt die Temperaturen steigen und verstärkt die Gefahren durch Stürme, Starkregen und Hochwasser – das zeigte nicht nur die Flutkatastrophe im Ahrtal. Die große Frage, die sich stellt: Wie schnell erholt sich das Klima von einer solchen Erwärmung, die auf eine Erhöhung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre zurückzuführen ist? Forscher der Uni Mainz zeigen in einer am 19.10.2021 in Science Advances (CC BY 4.0) veröffentlichten Studie, dass nach einer Klimaerwärmung von fünf bis acht Grad Celsius vor 56 Millionen Jahren das Klima 20.000 bis 50.000 Jahre zur Stabilisierung brauchte. weiterlesen…

Projektionsbericht 2021 der Bundesregierung: Deutschland verfehlt Klimaziele

Kritische Durchsicht

Für die Erstellung des Projektionsberichtes 2021 hat ein Forschungskonsortium im Auftrag des Umweltbundesamtes und des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit ein Szenario für die Entwicklung der Treibhausgasemissionen in Deutschland für den Zeitraum 2021 bis 2040 erarbeitet. Der Projektionsbericht ist mit den betroffenen Bundesministerien abgestimmt. Damit würden die Klimaziele der Bundesregierung verfehlt, so eine kritische Durchsicht, die das Öko-Institut mit weiteren Wissenschaftsinstitutionen durchgeführt hat. weiterlesen…

Patentrezept gesucht

Trotz Direct Air Capture drastische CO2-Reduktion unausweichlich – mit freundlicher Genehmigung von Felix Schenuit und Oliver Geden

„Deutschland zögert bei der CO2-Entnahme, weil sie den Anreiz für Emissionsreduktionen senkt. Aber ohne sie sind die Klimaziele nicht erreichbar, schreiben Felix Schenuit und Oliver Geden am im ipg-journal der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Netto Null“ sei das zentrale klimapolitische Schlagwort der letzten Jahre. Die Europäische Union (EU) strebe das Ziel bis 2050 an, Deutschland und Schweden bis 2045 und Finnland sogar bis 2035. Konkret bedeute „Netto Null“, dass alle nicht vermeidbaren Emissionen – sogenannte Residualemissionen, z.B. aus der Landwirtschaft und einigen industriellen Prozessen – durch CO2-Entnahmen ausgeglichen werden und in der Summe keinerlei Emissionen mehr in die Atmosphäre gelangen. weiterlesen…