Expertenkommission Fracking legt Bericht vor

Umfassender politischer Abwägungs- und Entscheidungsprozess nötig

Studien aufgrund von Erfahrungen im Ausland zeigen nach Ansicht der Expertenkommission Fracking, dass sich die Umweltrisiken von Fracking durch eine angepasste Steuerung und Überwachung der Maßnahmen minimieren lassen. Allerdings seien dafür im Vorfeld ausführliche Erkundungen und eine gründliche Prüfung der Vulnerabilität der lokalen Schutzgüter erforderlich, heißt es im am 25.06.2021 dem Bundestag zugeleiteten Bericht 2021 der Expertenkommission Fracking (19/31490) – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. (Foto: Fracking und Öl bohren – © jwigley auf pixabay) weiterlesen…

BSW kritisiert BMWi-Pläne, Registrierungsgebühren um 240 Prozent zu erhöhen

Stattdessen Gebührensenkung und Möglichkeit barrierefreier Kostenteilung für kleine Solaranlagen gefordert

Das Bundeswirtschaftsministerium hat Ende Juni seinen Entwurf zur Überarbeitung der Herkunfts- und Regionalnachweis-Gebührenverordnung (HkRNGebV) vorgestellt und will in diesem Zusammenhang die Gebühren für Herkunftsnachweise von Solaranlagen teils kräftig erhöhen. Als Reaktion darauf fordert der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) in einer aktuellen Stellungnahme wirtschaftlich attraktivere Bedingungen für Herkunftsnachweise kleiner Solaranlagen. So sollten die Gebühren für kleine Solarstromanlagen abgesenkt und das Pooling verschiedener Solaranlagen in einem Konto ermöglicht werden. Die Verordnung soll am 01.10.2021 in Kraft treten. weiterlesen…

Größtes Energiewende-Projekt Norddeutschlands startet

Norddeutsches RealLabor (NRL) mit 50 Partnern

Das Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) der HAW Hamburg erprobt zusammen mit 50 Partnern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den kommenden fünf Jahren die ganzheitliche Transformation des Energiesystems, um den Weg zu einer schnellen Dekarbonisierung aller Sektoren zu demonstrieren. Das länderübergreifende Verbundprojekt Norddeutsches Reallabor (NRL) war im April mit Multiplikatoren aus Wissenschaft und Politik gestartet. Ziel ist es, den nächsten großen Schritt zur Klimaneutralität über alle Sektoren hinweg zu entwickeln. (Foto: Energie-Campus des CC4E – © CC4E HAW Hamburg) weiterlesen…

Klima- und Energiepartnerschaft zwischen den USA und Deutschland

Deutschland und die USA wollen künftig wieder enger zusammenarbeiten

Weißes Haus, Washington - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyDas beschlossen Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Joe Biden bei einem Treffen im Weißen Haus in Washington. Sie unterzeichneten laut einer Medienmitteilung eine „Washingtoner Erklärung“, die vor allem die gemeinsamen Werte beider Länder unterstreicht. Zudem wurde eine Klima- und Energiepartnerschaft zwischen den USA und Deutschland ins Leben gerufen, bei der in allgemeiner Form ein Bekenntnis zum Kampf gegen den Klimawandel abgegeben wird. Der Vorsitz der Klima- und Energiepartnerschaft wird gemeinsam vom Sondergesandten des Präsidenten für das Klima und der Ministerin für Energie – von US-Seite – sowie von BMWi und BMU geführt, wobei das US-Außenministerium, das Auswärtige Amt und andere Ministerien oder Dienststellen in geeigneter Weise beteiligt werden sollen. weiterlesen…

Einfluss des Klimawandels auf Extremwetter noch nicht eindeutig bekannt

KIT-Experten zu aktuellem Thema: Unwetter in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz

In der Nacht zum 15.07.2021, gingen Regenmengen von mehr als 150 Litern pro Quadratmeter in kurzer Zeit über Teilen von Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Belgien, Luxemburg, und Nordfrankreich nieder. Besonders betroffen war die Eifel, wo beispielsweise der Pegel der Ahr in Altenahr mit 5,75 Metern die bisherige Rekordmarke von 3,71 Metern (Juni 2016) um mehr als zwei Meter übertraf. Durch die Flutkatastrophe wurden zahlreiche Menschen getötet und hohe Sachschäden verursacht. Sind Ereignisse wie dieses Folgen des Klimawandels? Und müssen wir uns in Zukunft verstärkt auf solche Extremereignisse einstellen? Mit diesen Fragen beschäftigen sich auch Klimaforschende des KIT. (Foto: Gewitter – © jplenio auf Pixabay) weiterlesen…

EuGH zu OPAL/Nordstream: Energiesolidarität beurteilen

Deutschland unterliegt mit Klage gegen EuG-Urteil

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat laut einer Medienmitteilung vom 15.07.2021 (Solarify dokumentiert Ausschnitte) eine Klage Deutschlands gegen das Urteil des Gerichts der EU zurückgewiesen, mit dem unter Berufung auf den Grundsatz der Energiesolidarität ein Beschluss der Kommission von 2016, der die Bedingungen für den Zugang zur OPAL-Gasfernleitung geändert hatte, für nichtig erklärt worden war. Die Ostseepipeline-Anbindungsleitung (OPAL) ist die westliche terrestrische Anbindung der Gasfernleitung Nord Stream, die Gas aus Russland nach Europa transportiert und dabei die „traditionellen“ Transitländer wie die Ukraine, Polen und die Slowakei umgeht. weiterlesen…

Leibniz-Einrichtungen starten neue Forschungsinitiative

Anthropozän drängt zur Bündelung von Kompetenzen

Welche Folgen hat der rapide zunehmende Einfluss der Menschen auf das Erdsystem, und wie wirken diese sich auf die Menschen aus? Wie lassen sich unabsehbare Risiken vermeiden und zugleich Wohlstand, wirtschaftliche Entwicklung und Gerechtigkeit ermöglichen? Wissenschaftler verschiedenster Disziplinen aus den Einrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft starteten dazu eine Initiative für eine „Integrierte Erdsystemforschung“. Gemeinsam mit Partnern aus Deutschland, Europa und weiteren Ländern werden sie das aktuelle, stark durch die Menschen geprägte Erdzeitalter in einer bisher nicht dagewesenen Weise koordiniert und interdisziplinär untersuchen. (Grafik: Kippschalter im Erdsystem – © PIK-Potsdam) weiterlesen…

E-Auto in Rekordtempo an Laterne laden

Hochschule Koblenz meldet Patent an

E-Mobilität ist auf dem Vormarsch: Bei jedem dritten in Deutschland 2021 bislang neu zugelassenen Fahrzeug handelte es sich entweder um ein Hybrid- oder ein rein elektrisches Fahrzeug. Ladestationen für die umweltfreundlichen fahrbaren Untersätze sind aber vielerorts noch Mangelware. Die Hochschule Koblenz forscht daher – einer Medienmitteilung zufolge – bereits seit 2018 – gemeinsam mit der Energieversorgung Mittelrhein (evm) – an einer praktischen Lösung für das Problem: Straßenlaternen als Ladepunkt für Elektrofahrzeuge umzunutzen. Nun wurde das Patent für die innovative schnelle Lademöglichkeit angemeldet, erste Einsätze von Prototypen in Remagen und Koblenz sind in Planung. weiterlesen…

Weltweiten Forschungsstand zu „Klima und Gesundheit“ verdichtet

MCC liefert Erkenntnisstand aus 16.000 Einzel-Untersuchungen

Steigende Temperaturen und Niederschläge erhöhen in vielen Ländern das Malaria-Risiko, Dürre gefährdet die Ernährung, Hitze-Stress geht auf Kreislauf und Atemwege: Dass Klimawandel krank macht, ist klar – doch was ist jenseits solcher Beispiele dazu insgesamt bekannt? Und wo bringt es Nutzen oder womöglich Risiken für die Gesundheit, wenn die Politik Maßnahmen gegen die Erderhitzung ergreift? Aus 16.000 Einzelstudien wurde jetzt umfassend wie noch nie der Erkenntnisstand verdichtet, im Auftrag des britischen Außenministeriums und einer Medienmitteilung vom 14.07.2021 zufolge unter Beteiligung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Das Ergebnis wurde in The Lancet Planetary Health veröffentlicht. Und Environmental Research Letters publizierten eine weitere Arbeit mit Fokus auf ärmere Länder. weiterlesen…

„Fit for 55″-Paket der EU in der Kritik

EEB: „untauglich und unfair“

Die Europäische Kommission hat am 14.07.2021 ihr „Fit for 55″-Paket vorgelegt. Damit soll die klima- und energiepolitische Gesetzgebung auf das neue Klimaziel von 55 % bis 2030 im Vergleich zu 1990 ausgerichtet werden. Als zentrales Maßnahmenpaket des European Green Deal bringt es klima- und industriepolitische Herausforderungen zusammen. Doch Umwelt-NGO üben scharf Kritik. Die Hauptmaßnahmen: Ausbau der Erneuerbaren Energien, Anreize für grünen Wasserstoff und ein Emissionshandel für für Gebäude und Verkehr. Das Europäische Umweltbüro (EEB) übte in einer Medienmitteilung am 14.07.2021 scharfe Kritik. Clean Energy Wire sammelte deutsche Reaktionen. weiterlesen…