Verbesserte Selektivität von Aromaten bei Methanumwandlung

Neue Strategie

Methan, Hauptbestandteil von Schiefergas und brennbarem Eis, wird Erdöl ersetzen, um Chemikalien mit hohem Mehrwert wie etwa Aromaten zu produzieren. Methan ist relativ reaktionsträge, was auf die hohe C-H-Bindungsstärke und die supersymmetrische Struktur zurückzuführen ist und seine Anwendungen behindert. Jetzt entwickelte ein Forschungsteam unter Leitung von Prof. LIU Zhongmin und Prof. ZHU Wenliang vom Dalian Institute of Chemical Physics (DICP) der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS) eine Strategie für die Umwandlung von Methan in Aromaten durch Kopplung von CH3Cl mit CO über H-Zeolithe. weiterlesen…

Wie sicher ist die Energieversorgung ohne russisches Erdgas?

Forschungszentrum Jülich liefert aktuelle Daten, Fakten und Handlungsempfehlungen zum Ukraine-Konflikt

Russland ist der wichtigste Erdgaslieferant für Deutschland und Europa. Mit dem Fortschreiten des Kriegs in der Ukraine und der Kreml-Forderung, Energielieferungen müssten ab sofoert in Rubel bezahlt werden, scheint ein kompletter Importstopp denkbar. Um mögliche Folgen für die Energieversorgung in Deutschland zu ermitteln, haben Wissenschaftler des Instituts für techno-ökonomische Systemanalyse am Forschungszentrum Jülich detaillierte Analysen durchgeführt. Die daraus abgeleiteten Kernaussagen und Handlungsempfehlungen zeigen, in welchem Umfang und auf welche Art sich der Wegfall russischer Erdgasimporte auf verschiedenen Zeitskalen, innerhalb weniger Tage, Monate und Jahre, kompensieren lässt. weiterlesen…

Methanfressende Bakterien wandeln Treibhausgas in Kraftstoff um

Modernste Methode enthüllt nie zuvor gesehene atomare Strukturen

Methanotrophe Bakterien verbrauchen jährlich 30 Millionen Tonnen Methan und faszinieren die Forscher durch ihre natürliche Fähigkeit, das starke Treibhausgas in nutzbaren Brennstoff umzuwandeln. Dennoch wissen wir nur sehr wenig darüber, wie diese komplexe Reaktion abläuft, was unsere Möglichkeiten einschränkt, den doppelten Nutzen zu unserem Vorteil zu nutzen. Durch die Untersuchung des Enzyms, das die Bakterien zur Katalyse der Reaktion verwenden, hat ein Team der Northwestern University nun Schlüsselstrukturen entdeckt, die den Prozess steuern könnten. Ihre am 18.03.2022 in Science veröffentlichten Ergebnisse könnten letztlich zur Entwicklung von biologischen Katalysatoren führen, die Methangas in Methanol umwandeln. weiterlesen…

Katalysator für eine grünere Zukunft

Mittels Metall-Metall-Oxiden nicht essbare Pflanzen besser in erneuerbare Kraftstoffe, Chemikalien und Kunststoffe umwandeln

Katalysatoren sind Arbeitspferde, die Reaktionen ermöglichen. Bei ihrer Arbeit verwandeln sie Ausgangsstoffe wie fossile Brennstoffe, Biomasse oder sogar Abfälle mit minimalem Energieaufwand in Produkte und Brennstoffe. Metall-Metalloxid-Katalysatoren sind von zentraler Bedeutung für Reaktionen zur Veredelung von Petrochemikalien, Feinchemikalien, Pharmazeutika und Biomasse. Laut Forschern des Catalysis Center for Energy Innovation an der University of Delaware werden durch die Anfeuchtung eines Katalysators mit Wasserstoff die aktiven Stellen verstärkt und dort stattfindende chemische Reaktionen beschleunigt. weiterlesen…

End-Of-Life-Management von PV-Anlagen

US-Energieministerium veröffentlicht Aktionsplan

Das US-Office of Energy Efficiency & Renewable Energy (Büro für Energieeffizienz und erneuerbare Energien) des US-Energieministeriums (DOE) veröffentlichte am 18.03.2022 einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit End-of-Life-Materialien (EOL) für Photovoltaikanlagen. Eine Fünf-Jahres-Strategie zielt darauf ab, die Kosten für das Recycling zu halbieren und die Umweltauswirkungen von Solarenergiemodulen am Ende ihrer Lebensdauer zu reduzieren. Die in dem Plan skizzierten Aktivitäten werden das Ziel der Biden-Regierung unterstützen, das Stromnetz bis 2035 zu dekarbonisieren. weiterlesen…

Erstes kombiniertes Photovoltaik-Wind-Kraftwerk mit Speicher am Netz

Vattenfall eröffnet Energiepark Haringvliet

Rund 50 Kilometer südwestlich von Rotterdam hat der Energiekonzern Vattenfall im Energiepark „Haringvliet“ am 22.03.2022 das erste Vollhybrid-Kraftwerk in Betrieb genommen – dort werden Wind, Sonne und Batterien miteinander kombiniert. Das sorgt – so eine Medienmitteilung („Blaupause für zukünftige Projekte“) – „für geringere Entwicklungskosten und verringert die Auswirkungen auf die Umwelt“. Es sei das erste Mal, dass Vattenfall diese drei Techniken an einem Ort errichte. Das so genannte Vollhybrid-Kraftwerk zur Erzeugung und Speicherung erneuerbarer Energien steht in der Region „Goeree-Overflakke“ in der Provinz Süd-Holland. Vattenfall sieht darin auch eine Blaupause für zukünftige Projekte. (Foto: Vollhybrid-Kraftwerk im Energiepark Haringvliet – m. frdl.Genehmigung © Jorrit Lousberg/Vattenfall) weiterlesen…

Wasserstoff ohne teure Edelmetalle katalytisch gewinnen

Jenaer Forschende entwickeln molekulares Photosystem

Ein Forschungsteam der Friedrich-Schiller-Universität Jena hat ein von der Natur inspiriertes molekulares Photosystem entwickelt, das unter Einstrahlung von sichtbarem Licht Wasserstoff erzeugt. Anders als bisherige Systeme dieser Art kommt es ohne Edel- oder Schwermetalle aus. weiterlesen…

Neue Regeln für nachhaltigere Batterien

BMUV: „Batterieverordnung wegweisende Neuerung im EU-Binnenmarkt“

Weil sie erstmals den gesamten Lebenszyklus von Batterien in den Fokus nehme, stelle die neue nun im Europäischen Rat „erzielte allgemeine Ausrichtung zur Batterieverordnung einen weiteren wichtigen Meilenstein zu deren baldiger Verabschiedung dar.“ Die Umweltminister der EU haben in Brüssel – laut einer BMUV-Medienmitteilung – einstimmig die Ratsposition zur EU-Batterieverordnung verabschiedet. Die Verordnung soll EU-weit für einen nachhaltigen Umgang mit Batterien entlang der gesamten Wertschöpfungskette sorgen. weiterlesen…

Haushalt: Umweltministerium mit reduziertem Etat

456 Mrd. Euro weniger als 2021

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz muss – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – im Bundeshaushalt (20/1000) 2022 mit einem reduzierten Etat rechnen. Der Einzelplan 16 enthält vorgesehene Ausgaben von rund 2,2 Milliarden Euro, das sind rund 456,1 Millionen Euro weniger als im Vorjahr (Soll 2021: rund 2,7 Mrd. Euro). Bundesministerin Steffi Lemke (B90/Grüne) stehen damit weniger Mittel zur Verfügung, obwohl die Zuständigkeit für den „Verbraucherschutz“, der in der vergangenen Wahlperiode noch beim Bundesjustizministerium angesiedelt war, ihrem Ministerium zugeschlagen wurde (allerdings wanderte der Klimaschutz zum BMWK ab). weiterlesen…

Energie- und Klimafonds erhält 106 Milliarden

Gesetzentwurf: Feststellung des Bundeshaushaltsplans für 2022

Die Bundesregierung hat den 2. Entwurf eines Gesetzes über die Feststellung des Bundeshaushaltsplans für das Haushaltsjahr 2022 vorgelegt (20/1000). Laut dem parlamentseigenen Pressedienst heute im bundestag wurde gemeinsam mit diesem Haushaltsplan der Wirtschaftsplan 2022 für den Energie- und Klimafonds (EKF), einem Sondervermögen des Bundes, vorgelegt – mit geplanten Einnahmen und Ausgaben von jeweils 106,81 Milliarden Euro (ein Plus von 4,12 Milliarden gegenüber 2021). Verpflichtungsermächtigungen sollen ausgebracht werden in einer Höhe von 67,435 Milliarden Euro, deren Fälligkeit zum Teil bis über das Jahr 2037 hinausgeht. weiterlesen…