Methan-„Ultra-Emittenten“ der Welt aus dem Weltraum geortet

Vorschlag des EU-Parlaments: Methan-Lecks in EU-Drittstaaten eingrenzen

Vom Menschen verursachte Methan-Emissionen treiben den Klimawandel stärker an als bislang gedacht. Vor allem Förderung und Transport verursachen mehr klimaschädliche Treibhausgas-Emissionen als bislang bekannt. Das EU-Parlament will nun mit einem neuen Regelwerk die Methan-Emissionen eindämmen. Die von der Europäischen Kommission vorgeschlagene Verordnung soll strenger auf importierte fossile Brennstoffe ausgerichtet sein und Treibhausgasemissionen auch außerhalb Europas bekämpfen, so die EU-Abgeordneten, welche die Position des EU-Parlaments zu dem Vorschlag ausarbeiten, schreibt Kira Taylor am 09.02.2022 auf EURACTIV. Sie fußen auf den am 04.02.2022 in Science publizierten Forschungsergebnissen des Klimawissenschaftlers Thomas Lauvaux von der Universität Saclay – schreibt Carolyn Gramling am 03.02.2022 im Portal Science News. weiterlesen…

GaN-HighPower entwickelt neue Technologien für Einsatz in PV-Wechselrichtern

„Neue Leistungselektronik für eine sonnige Zukunft“

Photovoltaik gewinnt im Zuge der weltweiten Energiewende immer größere Bedeutung für eine nachhaltige und bezahlbare Energieversorgung. Neben der erforderlichen kontinuierlichen Kostensenkung steigen aber auch die Anforderungen an die Funktionsvielfalt der Geräte. So werden etwa technische Lösungen benötigt, die neben der Einspeisung des erzeugten Stroms in das europäische Verbundnetz auch ermöglichen, dass PV-Anlagen aktiv zur Stabilisierung des Netzes beitragen. Im Projekt GaN-HighPower des Fraunhofer-Instituts für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik werden neue Technologien für den Einsatz in Photovoltaik-Wechselrichtern der nächsten Generation entwickelt und praktisch erprobt. weiterlesen…

Markthochlauf von grünem Wasserstoff erst 2035

Kurzstudie zeigt dies beim derzeitigen Ausbau der Erneuerbaren Energien

Prof. Andreas Luczak von der Fachhochschule Kiel bestimmte in seiner Kurzstudie „Zukünftige Erzeugung und Nutzung von grünem Wasserstoff in Schleswig-Holstein: Abschätzung der CO2-Vermeidungskosten“ diese Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff, um die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung zu bestimmen. Um Gesamtkosten zu minimieren, sollte jede fossile Anwendung möglichst mit der günstigsten Technologie dekarbonisiert werden. Wie „günstig“ eine Technologie ist, lässt sich anhand der Vermeidungskosten quantifizieren. Die Vermeidungskosten beim Einsatz von grünem Wasserstoff entscheiden also darüber, für welche Anwendungen dessen Einsatz grundsätzlich sinnvoll ist und wie die optimale Hochlaufkurve der Wasserstofferzeugung aussieht. Solarify dokumentiert Ausschnitte. weiterlesen…

Luftschadstoff-Emissionen in Deutschland auf Rekordtief

Deutschland kann Ziele erstmalig einhalten

Das Umweltbundesamt veröffentlicht am 14.02.2022 erstmals konsistente Emissionszeitreihen für den kompletten Zeitraum von 1990 bis 2020. Diese zeigen in der Gesamtschau ein überaus positives Bild. Für alle Schadstoffgruppen, von den „klassischen“ Schadstoffen (NO2, SO2, NMVOC und Ammoniak) über die Feinstäube und Schwermetalle bis zu den persistenten organischen Verbindungen lassen sich durchweg erfreuliche Abwärtstrends erkennen. Diese Emissionsminderungen haben positive Auswirkungen auf den Gesundheits-, Umwelt- und Naturschutz in Deutschland. weiterlesen…

DLR Projektträger koordiniert internationales Zukunftslabor für Grünen Wasserstoff

In München: „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyGrüner Wasserstoff gilt als Energieträger der Zukunft. Unter dem Titel „REDEFINE Hydrogen Economy (H2E)“ bringt das BMBF seit 01.12.2021 Spitzenforschende aus aller Welt zusammen, um in Deutschland klimaneutrale Erzeugungstechnologien für Grünen Wasserstoff zu entwickeln. Der DLR Projektträger koordiniert das Fördermittelmanagement und die internationale Öffentlichkeitsarbeit der neuen Einrichtung an der TU München. Sie soll neuartige CO2-freie Technologien für die saubere Erzeugung von Grünem Wasserstoff entwickeln. weiterlesen…

Perowskit-Solarmodule in Marmorlook

KIT: Perowskit-Solarmodule in Marmoroptik

Ab 2022 gilt für alle Neubauten in Baden-Württemberg die Photovoltaik-Pflicht. Betroffen sind davon ab Mai auch private Haushalte, bei denen der Anteil an Solarinstallationen noch sehr gering ist. Studien zufolge könnte neben den hohen Anschaffungskosten die mangelnde Ästhetik der Anlagen ein Grund dafür sein. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben einer Medienmitteilung auf der Internetseite des Instituts für Mikrostrukturtechnik (IMT) des KIT zufolge farbige Solarzellen aus günstigem Perowskit-Halbleitermaterial entwickelt, die auf lange Sicht in Gebäudefassaden oder Dächern integriert werden können und dabei die Optik bekannter Baumaterialien imitieren. Darüber berichten sie open access in Solar RRL (DOI: 10.1002/solr.202100897). (Bild: >Schema der farbigen Perowskit-Solarzelle – pigmentbasierte Farbschichten werden per Tintenstrahldruck auf die Vorderseite des Glassubstrats gedruckt> – © onlinelibrary.wiley.comopen access) weiterlesen…

Phosphor aus Katalysatoren wiedergewinnen

Neues Patent der TU Freiberg

Forschende der TU Bergakademie Freiberg haben ein Verfahren entwickelt und open access in Chemie Ingenieur Technik publiziert, mit dem Phosphor aus Katalysatoren der chemischen Industrie wiedergewonnen und -verwendet werden kann. Der recycelte Phosphor kann als Düngemittel oder in neuen Katalysatoren eingesetzt werden. Die jetzt patentierte (Patentnummer: DE 10 2017 207 457) Technologie schont damit mineralische Ressourcen als einzige natürliche Phosphor-Quelle. (Foto: Weißer Phosphor mit gelber Schnittfläche unter Wasser – © BXXXD, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…

Solar- und Windkraft zur Dekarbonisierung der Schweiz

Mit Wind und Sonne gegen emissionsreichen Importstrom

Mehr Wärmepumpen in Gebäuden und mehr Elektroautos auf den Straßen führen künftig zu einem Anstieg des Stromverbrauchs. Zur Deckung dieses steigenden Bedarfs ist die Schweiz (und auch die Bundesrepublik Deutschland) auf Stromimporte angewiesen, die allerdings häufig einen großen CO2-Fußabdruck aufweisen, da sie etwa aus Gas- oder Kohlekraftwerken stammen. In einer in Energy Policy open access publizierten Untersuchung zeigen Forschende der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt Empa und der Universität Genf UNIGE anhand verschiedener Szenarien auf, wie die Schweiz mit einem diversifizierten Zubau von erneuerbaren Energien die CO2-belasteten Stromimporte reduzieren kann. weiterlesen…

Schlüssel zur Verbesserung der Biokraftstoff- und Biomaterialproduktion

Chemiker Louisiana State University publizieren Forschungserfolg

Während die Welt nachhaltigere Energie- und Materialquellen sucht, könnte pflanzliche Biomasse als erneuerbare Ressource für die Produktion von Biowerk- und Biokraftstoffen die Lösung sein. Bislang waren die komplexen physikalischen und chemischen Wechselwirkungen in pflanzlicher Biomasse jedoch eine Herausforderung für ihre Verarbeitung. In einer am 27.01.2022 in Nature Communications veröffentlichten Untersuchung zeigen Tuo Wang, Associate Professor am Department of Chemistry an der Louisiana State University Baton Rouge samt Forschungsteam, wie Kohlenhydrate mit Lignin interagieren, um Pflanzenbiomasse zu bilden. weiterlesen…

Start für erstes vollautomatisches Batterieforschungs-Labor

KITZ-Exzellenzcluster POLiS

Eine neue High-Tech-Forschungsanlage beschleunigt die Batterieentwicklung. Das autonome Forschungslabor entstand in einer Kooperation des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Ulm sowie des Helmholtz-Instituts Ulm (HIU) und ist nun in Betrieb gegangen, schreibt Daniel Messling auf der KIT-Internetseite: Vollautomatisch und digital rund um die Uhr Batterien bauen, tausende Grenzflächen analysieren, die Ergebnisse mithilfe Künstlicher Intelligenz (KI) autonom auswerten und dann gleich das nächste Experiment planen: Die neue Anlage beim Exzellenzcluster POLiS erledigt die Materialentwicklung. weiterlesen…