Die Zukunft des Waldes wird karger

Bäume werden in Zukunft kleiner und Wälder offener. Das heizt den Klimawandel zusätzlich an.

Satellitendaten und Modellrechnungen zeigen in manchen Regionen dieser Erde tatsächlich ein Ergrünen des Planeten. Und dies nicht trotz, sondern wegen dem Klimawandel und steigender CO2-Emissionen. Vor allem in nördlicheren Breitengraden, wie in Mitteleuropa, fördern kürzere Winter das Wachstum von Bäumen. Auch der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre gibt den Bäumen zusätzlich Nahrung. Doch diesen positiven stehen viele negative Aspekte gegenüber, die in der Gesamtsumme überwiegen, wie eine neue internationale Studie unter Beteiligung der Technischen Universität München („Neue Studie zeichnet düsteres Bild für die Zukunft des Waldes – Wald im Wandel„) deutlich macht. Manuel Först über die Waldstudie am 09.06.2020 in energiezukunft. weiterlesen…

Regierung will EZMW-Standort in EU

Brexit-Folge: Bonn bewirbt sich um zusätzliche Niederlassung des Europäischen Zentrums für Mittelfristige Wettervorhersage (EZMW)

Das EZMW hat seinen Hauptsitz in Großbritannien und benötigt aufgrund des Brexits eine zusätzliche Niederlassung im Gebiet der EU. Dabei sollen von dem neuen Standort zunächst die Aufgaben ausgeführt werden, die das EZMW im Rahmen des EU-Erdbeobachtungsprogramms ,,Copernicus“ übernimmt: Der Copernicus Climate Change Service und der Copernicus Atmosphere Monitoring Service.
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Altmaier wirbt bei EU-Konferenz für Wasserstoff

…gemeinsam mit den Staaten des Pentalateralen Forums

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat – so meldet es das BMWi – am 16.06.2020 in einer Videokonferenz der EU-Energieminister zusammen mit den Ministern der übrigen Staaten des Pentalateralen Forums (neben Deutschland, Frankreich, die Beneluxstaaten, Österreich und die Schweiz) eine Gemeinsame Erklärung (PDF, 426 KB) zur Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung der Energiesysteme und insbesondere des Gassektors vorgestellt. weiterlesen…

„Klimakrise beschleunigt menschengemachte Wasserkrise“

BUND: „Verheerende Zustände vieler Gewässer“

Am 20. Juni ist kalendarischer Sommeranfang und vielerorts sind schon jetzt Trockenheit und niedrige Wasserstände in den Flüssen an der Tagesordnung, die Gewässer in Deutschland sind nicht gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerüstet. Angesichts der verheerenden Zustände vieler Gewässer in Deutschland fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) einer einer Medienmitteilung vom 15.06.2020 zufolge einen Paradigmenwechsel im Umgang mit unseren Gewässern: Oberstes Prinzip in Zeiten des Klimawandels muss sein, Wasser in der Landschaft zu halten und Bächen und Flüssen ihre natürliche Dynamik innerhalb ihrer Auen zurück zu geben. weiterlesen…

„Flüstergalerie“-Effekt steuert Elektronenstrahlen mit Licht

Forschungsteam der Universität Göttingen koppelt freie Elektronen an optische Resonatoren

Wird in einer der Galerien der St. Paul‘s Cathedral in London leise gesprochen, können dennoch viele andere Besucher mithören: Der Schall wird kreisförmig um den Dom weitergetragen und ist entlang der Mauern überall gleich gut zu hören. Dieses besondere Phänomen wird – so eine Medienmitteilung der Georg-August-Universität Göttingen, als „Flüstergalerie“-Effekt bezeichnet. Es tritt immer dann auf, wenn eine Welle nahezu ohne Dämpfung eine Struktur umlaufen kann. Physiker der Uni Göttingen haben dieses Prinzip genutzt, um den Strahl eines Elektronenmikroskops mit Licht zu steuern und ihre Ergebnisse in Nature („Controlling free electrons with optical whispering-gallery modes„) veröffentlicht. (Künstlerische Darstellung eines Elektrons in Wechselbeziehung zu einer Lichtwelle im “Flüstergalerie”-Modus in einer Glaskugel – Foto © Murat Sivis) weiterlesen…

Flugzeuge bleiben Klima-Killer

UN-Luftfahrtorganisation ICAO will wegen Corona ihr geplantes Klimaprogramm auf Eis legen. Ein großer Rückschritt, klagen Umweltschützer.

Die internationale Flugindustrie will die Coronakrise nutzen, um sich von ihren Klimazielen zu verabschieden. Nach Vorschlägen der UN-Luftfahrtorganisation ICAO soll das zuständige Programm Corsia, anders als beschlossen, mit veränderten Grundlagen und später eingeführt werden, wie Bernhard Pötter am 14.06.2020 in der taz schrieb. weiterlesen…

Strom aus der Luft 2

Bakterium Geobacter sulfurreducens mit leidenden Eigenschaften

„Die Idee, eine elektrische Ladung aus Luftfeuchtigkeit zu erzeugen, ist nicht neu“, schreibt der Wiener Standard. Eher unkonventionell sei allerdings, dafür biologische Eiweißstrukturen einzusetzen. Der Standard: „Das Bakterium Geobacter sulfurreducens produziert feine Fasern, sogenannte Pili, die es ihm ermöglichen, sich an Oberflächen anzuhaften. Wissenschafter entdeckten außerdem, dass diese Proteine leitende Eigenschaften besitzen, ähnlich der von künstlichen Nanodrähten.“ Forscher an der Universität Massachusetts in Amherst haben sich diese Eigenschaft zu Nutze gemacht und erzeugten so eine Spannung um 0,5 Volt. Forscher in Israel gingen in puncto Luftfeuchtigkeit einen anderen Weg (s.u.: solarify.eu/strom-aus-der-luft-1). weiterlesen…

Strom aus der Luft 1

Luftfeuchtigkeit als Quelle für Erneuerbare Energie – zwei Metalle

Alternative Lösungen zur Verringerung fossiler Brennstoffe, die nicht nur den Klimawandel abmildern, sondern auch die Qualität unserer Luft und unseres Wassers verbessern und uns gleichzeitig energieunabhängiger machen, sind derzeit weltweit sehr gefragt. Judi Lax und ihr Team an der Universität von Tel Aviv versuchen einem in Nature/Scientific Reports publizierten Artikel zufolge, feuchte Luft als Quelle für Erneuerbare Energien zu nutzen. weiterlesen…

Schweiz: Totalrevision des CO2-Gesetzes

Berner Parlament beschließt Klimamaßnahmen zur Erfüllung von COP21

In der Schweiz wird individuelle Fortbewegung teurer, meldet die Nachrichtenagentur Keystone-SDA (zitiert nach ee-news.ch/totalrevision-co2-gesetz): Fliegen oder Autofahrten sollen teurer werden. Beide Kammern der Bundesversammlung haben am 10.06.2020 sowohl entfernungsabhängige Flugticketabgaben (zwischen 30 und 120 Franken, € 28 – 112) als auch Maßnahmen zur Verteuerung des Benzins beschlossen. Treibstoffimporteure sollen mehr als bisher kompensieren müssen: Bis 2024 soll die Kompensation den Liter Treibstoff um höchstens 10 (9 ct), ab 2025 um 12 Rappen (11 ct) verteuern dürfen. Die Abgabe auf die Tonne CO2 soll von 120 auf bis zu 210 Franken, wenn die Emissionen nicht entscheidend zurückgehen. Das Aus für fossile Heizungen soll 2026, nach einer Übergangsfrist für die Kantone, kommen. weiterlesen…

Lösung eines Problems schafft ein neues

„Ewige Chemikalien“ entstanden in der Arktis – und wahrscheinlich weltweit

Ein selten zwingendes Beispiel dafür, wie die vermeintliche Beseitigung eines Problems ein neues aufreißt: Eine Eiskernanalyse aus der kanadischen Arktis zeige, dass die Chemikalien, welche die Ozon abbauenden Substanzen (FCKW) ersetzt haben, eine Zunahme nicht abbaubarer Verbindungen in der Umwelt verursacht haben, schreibt Annie Sneed am 12.06.2020 in Scientific American unter Berufung auf einen Aufsatz in den Geophysical Research Letters. Schon vor 15 Jahren hat der WWF die Arktis als „chemische Senke der Erde“ bezeichnet. weiterlesen…