Energie sparen – wann, wenn nicht jetzt?

Felix Creutzig in Nature: Angesichts der wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs schlägt Stunde der „nachfrageseitigen Klimalösungen“

Dass wir nicht nur das Energie-Angebot fossilfrei machen, sondern auch die Energie-Nachfrage dämpfen müssen, war eine Kernbotschaft des jüngsten Berichts des Weltklimarats. Erstmals gab es ein Kapitel zu „nachfrageseitigen Klimalösungen“, bei denen die Politik auf Verhaltensänderungen bei Mobilität, Wohnen und Ernährung zielt. Jetzt sagt der für dieses Kapitel federführende Wissenschaftler, welchen Stellenwert solche Lösungen im Kontext der aktuellen Energiepreiskrise haben könnten. Der dreiseitige Meinungsartikel von Felix Creutzig, Koordinierender Leitautor des Weltklimarats und Gruppenleiter am Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change), wurde am 13.06.2022 in Nature veröffentlicht. weiterlesen…

Lebensdauer von Bauwerken verlängern

Ingenieurmodell für Haltbarkeit von Stahlkonstruktionen

Der ressourcenschonende Stahlbau bringt Lösungen für die drängenden Probleme unserer Zeit. Im Zuge der Energiewende steht zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien im Fokus. Starke Winde oder große Lasten beanspruchen jedoch die Stahlkonstruktionen von Windenergieanlagen, Brücken oder großen Maschinen. Das führt zur Werkstoffermüdung und Rissen oder Brüchen an deren Schweißnähten. Die Lebensdauer von Bauwerken zu verlängern und Konstruktionen ressourcenschonender zu erstellen, das ist Ziel des Forschungsprojekts MOBEKO der Hochschule München (früher Fachhochschule München). weiterlesen…

88,4 Mio. Euro vom Bund für PV

Forschungsförderung 2021

BMWK und BMBF förderten im vergangenen Jahr 487 laufende Photovoltaik-Projekte. 105 Forschungsprojekte mit rund 64,23 Millionen Euro sind neu bewilligt worden. Gegenüber dem Jahr zuvor erhöhten sich die Fördermittel für Photovoltaik-Projekte leicht, blieben jedoch unter den Ausgaben von 2019, scheibt Sandra Enkhardt am 15.06.2022 auf pv magazine. (Tabelle: Fördermittel f. PV in Mio. Euro – © Energieforschungsbericht/BMWK) weiterlesen…

Grünes Licht für Windenergie

Bundeskabinett beschleunigt naturverträglichen Windkraft-Ausbau deutlich

Das Bundeskabinett hat am 15.06.2022 Entwürfe des Gesetzes zur Erhöhung und Beschleunigung des Ausbaus von Windenergieanlagen an Land und zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes beschlossen. Die gesetzlichen Anpassungen werden den naturverträglichen Ausbau von Windenergie in Zukunft deutlich beschleunigen. Sie setzen das Zwei-Prozent-Flächenziel aus dem Koalitionsvertrag und die Eckpunkte „Beschleunigung des naturverträglichen Ausbaus der Windenergie an Land“ um, die das Bundesumwelt- und das Bundeswirtschaftsministerium Anfang April vorgestellt haben. weiterlesen…

Haushalte gehen sparsamer mit Energie um

Hauptmotiv sind die gestiegenen Preise

Angesichts der gestiegenen Energiepreise gehen die Deutschen bewusster mit Energie für die Wärmeversorgung um. Das zeigt eine repräsentative Umfrage des BDEW zum Energiesparen (siehe auch die Grafiken untenstehend zum Download). In der Umfrage gaben mehr als drei Viertel (77 Prozent) der Befragten an, dass sie in den vergangenen Monaten ihr Verhalten geändert und versucht haben, beim Heizen oder beim Warmwasserverbrauch Energie einzusparen. Nur jeder Fünfte hat sein Verhalten nicht verändert. weiterlesen…

Energieforschungsbericht im Kabinett

1,31 Mrd. Unterstützung

Das Bundeskabinett hat am 15.06.2022 den Bundesbericht Energieforschung 2022 verabschiedet. Der Bericht gibt einen ausführlichen Überblick über die Förderpolitik der Bundesregierung und stellt die Fortschritte im 7. Energieforschungsprogramm vor. Im Jahr 2021 hat der Bund die Forschung für die Energiewende mit rund 1,31 Milliarden Euro unterstützt. Dabei hat die Bundesregierung 6.995 Forschungs-, Entwicklungs- und Demonstrationsprojekte mit 878,24 Millionen Euro gefördert und 314,42 Millionen Euro in die institutionelle Förderung des Forschungsbereichs Energie der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren investiert. (Titel: Bundesbericht Energieforschung 2022 – © bundesregierung.de) weiterlesen…

Speicher gut gefüllt

Weniger russisches Gas, Darlehen für Gazprom Germania

Deutschlands Abhängigkeit von russischen Energieimporten sinkt nach Angaben der Bundesregierung. Bei Kohle sei man bei ungefähr null, teilte der Parlamentarische Staatssekretär des BMWK, Oliver Krischer (Grüne) am 15.06.2022 den Abgeordneten im Klimaschutz- und Energie-Ausschuss des Bundestags mit – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Beim Öl laufe die Vorbereitung des Embargos, und für die Raffinerie in Schwedt werde an Substitutionslösungen gearbeitet. weiterlesen…

EU-Parlamentarier machen Front gegen Taxonomie

Parteiübergreifende Koalition will verhindern, dass Kernenergie und fossiles Gas als grüne Investitionen eingestuft werden

Eine parteiübergreifende Koalition im Europäischen Parlament versucht, die Aufnahme von Kernenergie und fossilem Gas als „Übergangs“-Energiequellen in die Liste der grünen Investitionen der EU zu verhindern. Umwelt- und Wirtschaftsausschuss des EU-Parlaments haben am 14.06.2022 über einen Vorschlag der EU-Kommission abgestimmt, der Investitionen in Gas und Atomkraft als klimafreundlich definiert – so das Portal EURACTIV am selben Tag. Die EU-Kommission hatte vorgeschlagen, die beiden Energiequellen in die sogenannte Taxonomie aufzunehmen. Da die Mehrheit einem Entschließungsantrag zur Ablehnung des Kommissionsvorschlags zugestimmt hat, wird das Plenum des EU-Parlaments in der ersten Juliwoche über die Ablehnung des Kommissionsvorschlags entscheiden. Stimmt eine Mehrheit des Plenums dafür, wäre der Kommissionsvorschlag gescheitert und die beiden Energiequellen würden nicht in die Taxonomie aufgenommen. weiterlesen…

Fast 400 MW zu wenig

Auktion Wind-Onshore deutlich unterzeichnet – BWE und BEE warnen

Wo bleiben die Projekte? fragte die Zeitschrift „Erneuerbare Energien“ am Die Bundesnetzagentur hatte die Zuschläge für die Ausschreibungsrunde im Mai bekanntgegeben.1.320 MW Leistung waren ausgeschrieben, aber lediglich 931 MW bezuschlagt worden: Die Ausschreibung für Windenergieanlagen an Land zum Gebotstermin 01.05.2022 war nach zwei überzeichneten Runden erstmals wieder unterzeichnet. Wie die die Bundesnetzagentur mitteilt, waren 116 Gebote mit einem Volumen von 947 MW eingereicht worden, zwei durften wegen Formfehlern nicht teilnehmen. weiterlesen…

Vom Stroh zum ­flüssigen Kraftstoff

An der TU Darmstadt gelingt Umwandlung ohne zusätzliche Energie

Forschende der TU Darmstadt haben einen wichtigen Erfolg zur Produktion von nachhaltigen Biotreibstoffen für den Transportsektor erzielt. Mit einer neuen Vergasertechnologie gelang es ihnen weltweit erstmalig, ohne zusätzliche externe Energie biogene Reststoffe wie Weizenstroh zu stofflich nutzbarem Synthesegas umzuwandeln. Die Wissenschaftler des Instituts für Energiesysteme und Energietechnik (EST) verwendeten dafür unter Leitung von Professor Bernd Epple im Rahmen des Horizon-2020-Forschungsprojekts CLARA (Chemical Looping Gasification for Sustainable Production of Biofuels) statt, das vom EST koordiniert wird, die modulare Pilotanlage mit einer Leistung von einem Megawatt an der Lichtwiese, um die gesamte Prozesskette von der rohen Biomasse bis zum flüssigen Kraftstoff zu demonstrieren. (Foto: CO2-Versuchshalle, Teil der Ein-Megawatt-modularen Pilotanlage des EST – © C. Heinze/TU Darmstadt) weiterlesen…