Kreislaufschließung auf mehreren Ebenen angestrebt

Carbon2Chem®-Diskurs über Klimaschutz und Veränderungsprozesse

„Wir müssen jetzt handeln. Je eher wir beginnen, CO2-Emissionen zu minimieren, desto größer die Chance, dass wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen.“ Mit diesen eindringlichen Worten richtete sich Prof. Görge Deerberg an die Teilnehmenden des Workshops „Every day for Future – Transformation im Zuge der Energiewende“ am 10.06.2022. An welchen Klimaschutz-Lösungen Forschung und Industrie arbeiten und wie Einzelne motiviert werden können, sich an diesem Veränderungsprozess zu beteiligen, beleuchtete der stellv. Institutsleiter des Fraunhofer UMSICHT gemeinsam mit weiteren Referenten aus der Wissenschaft. weiterlesen…

Energiewende hängt von Lieferketten der Windindustrie ab 

Untersuchung der GWEC mit Forderungen an Regierungen

„Regierungen weltweit sind aufgefordert, Lücken in Lieferketten ausfindig zu machen und eine Sonderkommission zu gründen, die Vorräte und Rohstoffe koordiniert“, schreibt Nicole Weinhold in ERNEUERBARE ENERGIEN vom . Die internationale Industrievereinigung der Windenergie GWEC hat die weltweiten Märkte der Windenergie und ihrer Zulieferer betrachtet und einen Zusammenhang mit den Ausbauzielen der Regierungen festgestellt. So hat sich für GWEC ein deutlicher Handlungsdruck auf Seiten der Regierungen ergeben, um die eigenen Ziele in Sachen Versorgungssicherheit und Klimaschutz zu erreichen. weiterlesen…

Wasserressourcen mit hydrologischer Datenbank nachhaltiger nutzen

Wie wirken sich Dürren auf die Umwelt aus? Welche Folgen haben Starkregen? Wie verändern sich die Wasserstände in Flüssen?

Hydrologische Datensätze, also solche zu Grundwasserständen, Wasserabflussmengen oder Niederschlägen, können dabei helfen, diese und weitere Fragen rund um den Wasserhaushalt und die Auswirkungen des Klimawandels zu beantworten. Trotz eines der umfangreichsten hydro-meteorologischen Messnetzwerke weltweit liegt ein solcher einheitlicher Datensatz, „CAMELS“ genannt, für Deutschland bisher nicht vor. Diesen wollen Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) nun gemeinsam mit Partnern in der „CAMELS-DE”-Initiative erstellen. Die ersten frei verfügbaren Datensätze sollen bereits 2023 vorliegen. weiterlesen…

„Klima-Endspiel-Agenda“

Die Katastrophe durchdenken: Klimaszenarien mit enormen Auswirkungen und geringer Wahrscheinlichkeit „gefährlich wenig erforscht“

Forschende – u.a. vom Potsdam-Institut  für Klimafolgenforschung (PIK) – sprechen sich für eine neue „Klima-Endspiel-Agenda“ aus und argumentieren, dass bisher viel zu wenig getan wurde, um die Mechanismen zu verstehen, durch die steigende Temperaturen ein „katastrophales“ Risiko für die Gesellschaft und die Menschheit darstellen könnten – etwa wenn der Temperaturanstieg drastischer ausfällt als von vielen vorhergesagt, oder wenn bisher unberücksichtigte Kaskaden von Ereignissen auslöst werden – oder sogar beides. Die Welt sollte sich auf Möglichkeit eines „Klima-Endspiels“ einstellen, so die Autoren: Eine Bewertung der Katastrophenrisiken sei notwendig, um eine Chance zu haben, sie zu verhindern. weiterlesen…

Agri-Photovoltaik raus aus der Nische

Projekt „SynAgri-PV“ soll anschieben

Anfang Juli 2022 startete das Projekt „SynAgri-PV: Synergetische Integration der Photovoltaik in die Landwirtschaft als Beitrag zu einer erfolgreichen Energiewende – Vernetzung und Begleitung des Markthochlaufs der Agri-PV in Deutschland“. Unter Koordination des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE und des Leibniz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) arbeiten neun Partner aus Forschung, Praxis und Industrie gemeinsam an der Entwicklung eines Leitbildes für den Einsatz von Agri-PV in Deutschland. (Foto: Erste Agrophotovoltaik-Anlage in Heggelbacham Bodensee – © BayWa r.e. ) weiterlesen…

Wasserstoff: Genug für Import verfügbar

ESYS-Analyse

Wasserstoff stellt als Schlüsselelement, um Klimaneutralität zu erreichen, für die Dekarbonisierung der Industrie und bestimmter Verkehrssektoren eine wichtige Ergänzung der direkten Elektrifizierung dar. Um die künftig hohen Bedarfe zu decken, werden Importe nötig sein. Es gilt, aus der Vergangenheit zu lernen und Abhängigkeiten zu minimieren. Die ESYS-Fachleute zeigen in ihrer Analyse „Optionen für den Import von grünem Wasserstoff nach Deutschland bis zum Jahr 2030“ Möglichkeiten des Transports und die Vor- und Nachteile auf und beschreiben Hemmnisse und Herausforderungen für den Aufbau von Transportketten und Wasserstoffkooperationen. (Titel: Wasserstoff-Import – © acatec-ESYS) weiterlesen…

BEE: Erhalt der Erdgaskraftwerke absurd

Noch Nachbesserungsbedarf beim Netzentwicklungsplan Strom für 2023

Die Bundesnetzagentur hat kürzlich den Szenariorahmen 2023-2037/2045 genehmigt, der die Grundlage für den nächsten Netzentwicklungsplan Strom (NEP) bildet. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) begrüßt die ambitionierten Ziele, mahnt aber dringend zu Nachbesserungen bei der Elektrolyse, Power-to-X (PtX) sowie der Bioenergie und Geothermie: Es sei „überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb das große Potenzial der Bioenergie vernachlässigt und deren Leistung bis 2045 deutlich zurückfahren werden soll.“ weiterlesen…

Wie dem Klimawandel begegnen

UBA veröffentlicht Handreichung

Um den unterschiedlichen Herausforderungen des Klimawandels treffend zu begegnen, sind lokal und regional angepasste Strategien gefragt. Eine am publizierte Veröffentlichung des Umweltbundesamts liefert praxisnahe Handlungsempfehlungen für Klimarisikoanalysen in Kommunen. Damit verfolgt das UBA das Ziel, bundes- und bestenfalls europaweit einheitlich vorzugehen und dadurch möglichst große Effekte in der Klimaanpassung durch Klimarisikoanalysen zu erzielen. weiterlesen…

Gas ist weder Lösung noch Brücke

Nature-Studie zeigt: Ausbau der Erdgasinfrastruktur gefährdet die Energiewende

Der Ausbau der Erdgasinfrastruktur stellt ein Risiko für die Energiewende dar, da Erdgas keine Brückentechnologie hin zu einem 100% erneuerbaren Energiesystem im Sinne des Pariser Klimaabkommen ist. Das ist das am 04.07.2022 in Nature Energy erschienene Ergebnis einer Studie eines interdisziplinären deutschen Forschungsteams. Die Forschenden beleuchten die Erdgasfrage aus fünf Perspektiven und stellen dem Gas eine mit Kohle oder Öl vergleichbar schlechte Klimabilanz aus. Sie empfehlen Politik und Wissenschaft, die aktuellen Annahmen über Erdgas zu korrigieren. weiterlesen…

Klima, Krieg und Flucht

Als hätten wir es nicht gewusst
Blutzoll der fossilen Energieträger
Jede Sekunde flieht ein Mensch vor Klimafolgen

von Gerhard Hofmann

Ein Tag wie jeder andere. Das ZDF meldet: „Hunderte im Mittelmeer gerettete Flüchtlinge haben am 29.07.2022 weiter auf die Zuweisung eines Hafens gewartet. Während die mehr als 430 Überlebenden auf der ‚Sea-Watch 3‘ die Nachricht erhielten, im italienischen Hafen Tarent an Land zu gehen, harrten auf der ‚Ocean Viking‘ und der ‚Geo Barents‘ insgesamt mehr als 1.000 Menschen weiter auf hoher See aus. Trotz der Gefahren gibt es keine staatlich organisierte Seenotrettung mehr auf dem Mittelmeer. Lediglich die Schiffe ziviler Organisationen halten Ausschau nach in Not geratenen Migranten.“(Foto: Sea Watch 3 – © Chris Grodotzki, Sea-Watch.org, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…