Heizbedarf mit recycelter Wärme decken

Studie zeigt, wie Hitze aus dem Boden zum Heizen recycelt werden könnte

Die angestaute Wärme im Erduntergrund hat großes Potenzial für die Wärmeversorgung. Die durch Verstädterung, Industrialisierung und Klimawandel erzeugte Hitze könnte mit flachen Geothermiesystemen erschlossen werden und über Jahrzehnte hinweg nahezu den kompletten Wärmebedarf in vielen Regionen der Welt decken. Das zeigt ein internationales Forschungsteam von Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), KIT Karlsruhe und Dalhousie University in Halifax, Kanada, in der Untersuchung ‚Wärmerückgewinnung aus dem oberflächennahen Bereich ist eine nachhaltige Alternative zur globalen Raumheizung‘, die soeben open access in Nature Communications veröffentlicht wurde. weiterlesen…

NRW 2030: Von der fossilen Vergangenheit zur zirkulären Zukunft

Studie zur wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit Nordrhein-Westfalens erschienen

Nordrhein-Westfalen verfügt wie kaum eine Industrieregion weltweit über die notwendigen Potenziale durch zirkuläre Wertschöpfung sowohl zum Klima- und Ressourcenschutz als auch zum Erhalt seiner wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit beizutragen. Zu diesem Schluss kommt die vom Wirtschaftsministerium NRW beauftragte Studie „NRW 2030: Von der fossilen Vergangenheit zur zirkulärem Zukunft“, die koordiniert vom Wuppertal Institut zusammen mit SYSTEMIQ und der Circular Valley Stiftung durchgeführt wurde. weiterlesen…

BDE weiter auf Kurs in Richtung Kreislaufwirtschaft

Trotz Earth Overshoot Day für Transformation

Anlässlich des diesjährigen Erdüberlastungstages am 28. Juli plädiert der Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft BDE trotz der aktuellen Entwicklungen für einen klaren Kurs in Richtung Kreislaufwirtschaft. Nach Ansicht des Verbandes ist eine konsequente Transformation zur Circular Economy das richtige Mittel, weil sie konsequent auf CO2-Reduzierung setzt. weiterlesen…

Abwärme von Rechenzentren nutzen

Heizung und Warmwasser für 350.000 Wohnungen

Einer am 26.07.2022 veröffentlichten Untersuchung des Branchenverbands Bitkom zufolge ließe sich die Abwärme großer Rechenzentren dazu nutzen 350.000 Wohnungen in Deutschland mit Energie für Heizungen und Warmwasser zu versorgen. Dazu müssten die Rechenzentren direkt an private und öffentliche Fernwärmenetze angeschlossen werden. Die Abwärme könnte neben Privatwohnungen auch Schwimmbäder, Gewerbebetriebe und andere kommunale Einrichtungen versorgen. Voraussetzung dafür sind jedoch auch Investitionen in die Infrastruktur. weiterlesen…

Molekulare Maschine bei der Arbeit

Treibhausgas N2O abbauendes Enzym entschlüsselt

Das Treibhausgas Distickstoffmonoxid (N2O) entsteht als Nebenprodukt industrieller Prozesse und durch Düngemitteleinsatz in der Landwirtschaft. Es trägt zunehmend zum Klimawandel und zum Abbau der Ozonschicht bei, verbleibt zudem lange in der Atmosphäre, weil es chmisch unreaktiv ist. In der Natur ist bislang nur ein einziges Enzym bekannt, das dieses Gas in harmlosen Stickstoff und Wasser umwandeln kann: die N2O-Reduktase. Diese ist jedoch ein kupferhaltiges Metallenzym und als solches empfindlich gegenüber dem Sauerstoff in der Atemluft. Christoph Müller und Lin Zhang aus der Arbeitsgruppe von Prof. Oliver Einsle am Institut für Biochemie der Universität Freiburg haben nun zusammen mit Prof. Juan Du und Prof. Wei Lü vom Van Andel Research Institute in Grand Rapids/USA einen wesentlichen Fortschritt im Verständnis dieses Enzyms erzielt. (Grafik: Drei Zustände des Reifungsapparats der N2O-Reduktase – © AG Einsle) weiterlesen…

Heute ist Erdüberlastungstag: Ressourcen für 2022 verbraucht

Drei Erden wären nötig

Es ist ein alter Hut, verschlimmert sich aber ständig: „Wir Menschen leben nicht nachhaltig,“ so das Umweltbundesamt (und viele NGO) in einer Medienmitteilung vom 26.07.2022. Der Earth Overshoot Day am 28.07.2022 markiert das Datum, an dem die Menschheit alle biologischen Ressourcen verbraucht hat, die die Erde im Laufe eines Jahres regeneriert, so Berechnungen des Global Footprint Network. Es muss mehr für Klima- und Ressourcenschutz getan werden. Hierzu können neben der Politik auch Verbrauchern beitragen. (Grafik: Earth Overshoot Days 2022 – Grafik © footprintnetwork) weiterlesen…

Eisenbahnwaggon sammelt CO2 ein

Billiger als DAC – auch effektiver?

Die direkte Abscheidung von Kohlendioxid aus der Umwelt wird zunehmend zu einer dringenden Notwendigkeit, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern. Der hohe Energiebedarf erfordert jedoch kreative Umsetzungsstrategien, um die Abzweigung der bereits knappen konventionellen Ressourcen für diesen Zweck zu minimieren. Um diese Probleme zu lindern, müssen kreative Umsetzungsstrategien entwickelt werden, um die Hürde für die wirtschaftliche Anwendbarkeit von DAC-Systemen zu senken, damit sie auf breiter Basis eingesetzt werden können. Forscher aus Sheffield und Toronto glauben, die Antwort zu haben. (Bild: DAC-Waggon zur CO2-Abscheidung – © CO2Rail-Car Company) weiterlesen…

Bakterien können Plastikmüll aus Seen entfernen

Natürliche Reinigung: Untersuchung norwegischer Seen

Wissenschaftler der Universität Cambridge haben laut einer Medienmitteilung vom 26.07.2022 29 europäische Seen untersucht und festgestellt, dass einige natürlich vorkommende Seebakterien auf Plastiktüten schneller und effizienter wachsen als auf natürlichem Material wie Blättern und Zweigen. Die Bakterien bauen die Kohlenstoffverbindungen im Plastik ab und nutzen sie als Nahrung für ihr Wachstum. Den Wissenschaftlern zufolge könnte die Anreicherung von Gewässern mit bestimmten Bakterienarten ein natürlicher Weg sein, die Umwelt von Plastikverschmutzung zu befreien. weiterlesen…

DIW: Ampel-Monitor – Energiewende zu langsam

Energie-Ziele der Ampel-Koalition – wo wir heute stehen

Mit einem dynamischen Online-Monitor zeigt das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW-Berlin) von nun an, wie es um den Ausbau Erneuerbarer Energien steht. Die Daten zeigen: Die Energiewende wird zu langsam umgesetzt, um die Ziele für 2030 zu erreichen. Die Bundesregierung hat sich eine Reihe konkreter Ziele gesetzt, aber viele davon beziehen sich auf das Jahr 2030, in manchen Bereichen sind sie auch längerfristig bis zum Jahr 2045 formuliert. (Grafik: Geschwindigkeit der Energiewende in den vergangenen 12 Monaten – © DIW-Wochenbericht 27/2022) weiterlesen…

Langer Weg zur ETS-Reform in der EU

Mammutaufgabe, Emissionshandelssystem zu überarbeiten

Inmitten einer Energiekrise, russischer Gaskürzungen und einer Verschärfung des Klimawandels stehen die EU-Verhandlungsführer vor der Mammutaufgabe, Europas wichtigstes Instrument zur Emissionsminderung, das Emissionshandelssystem (ETS), zu überarbeiten – schreibt Kira Taylor auf pv magazine. weiterlesen…