Novelle des Energiewirtschaftsrechts mit Nachbesserungsbedarf

Anhörung im Bundestag zum EnWG

Die Pläne der Bundesregierung für den beschleunigten Ausbau erneuerbarer Energien, die Engpass-Beseitigung bei Stromnetzen und Schaffung von Rechtsklarheit bei der Vertrags-Kündigung seitens des Energielieferanten in Zeiten steigender Energiepreise stießen bei Sachverständigen grundsätzlich auf Zustimmung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Der dazu vorgelegte 91 Seiten starke Gesetzentwurf „zur Änderung des Energiewirtschaftsrechts im Zusammenhang mit dem Klimaschutz-Sofortprogramm und zu Anpassungen im Recht der Endkundenbelieferung“ (EnWG – 20/1599) müsse gleichwohl an einigen Stellen nachgebessert werden, wurde während einer öffentlichen Expertenanhörung des Ausschusses für Klimaschutz und Energie am 18.05.2022 gefordert. weiterlesen…

Zeitenwende für konsequente Nachhaltigkeitspolitik

Nachhaltigkeitsrat fordert Beschleunigung der Transformation

„Der Krieg Russlands gegen die Ukraine gefährdet weltweit die Erreichung der globalen Nachhaltigkeitsziele, der SDGs, insbesondere jener Ziele zur Ernährungssicherung, zur Armutsbekämpfung und zur Energieversorgung“, so Werner Schnappauf, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE). „Die zentrale Antwort auf die Folgen des Krieges muss eine noch viel stärkere Beschleunigung der Transformation sein. Der Rat spricht sich daher für einen ‚Transformationsturbo‘ aus“, so Schnappauf. Analog zu den Wurzeln der Europäischen Gemeinschaft, der sogenannten Montanunion, brauche es unter dem Dach der EU eine neue Allianz für erneuerbare Energien und grünen Wasserstoff. (Titel: Zeitenwende für eine konsequente Nachhaltigkeitspolitik – © Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE)) weiterlesen…

„Frage der Entschlossenheit“

Anhörung zu erneuerbaren Energien

Der Bundestags-Ausschuss für Klimaschutz und Energie hat sich am 16.05.2022 mit Erneuerbaren Energien befasst. Grundlage der zweistündigen Anhörung war der „Entwurf eines Gesetzes zu Sofortmaßnahmen für einen beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien und weiteren Maßnahmen im Stromsektor“ (20/1630) und das „Windenergie-auf-See-Gesetz“ (10/1634). Die angehörten Verbände lobten, sehen aber auch Nachbesserungsbedarf. weiterlesen…

Zukunftsenergie Grüner Wasserstoff

Bundesforschungsministerin will weltweites Wasserstoff-Netz knüpfen

Wie wichtig Grüner Wasserstoff für Deutschland ist, machte Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger am 16.05.2022 im Rahmen einer Pressekonferenz in Berlin deutlich – in einer BMBF-Medienmitteilung hieß es dazu: „Ob in der Industrie, im Verkehr oder im Wärmesektor: Deutschland braucht grüne Energie in allen Lebensbereichen, um seine Klimaziele zu erreichen. weiterlesen…

Warum der CO2-Preis trotz Energiekrise steigen sollte

Fossile Brennstoffe im Namen des Klimaschutzes weiter verteuern, obwohl die Preise aufgrund des Ukraine-Kriegs und der dadurch ausgelösten Energiekrise ohnehin schon auf Rekordniveau gesprungen sind? In der Tat: Das Festhalten am Fahrplan für die CO2-Bepreisung, derzeit etwa für Sprit in Deutschland 9 ct/l, ist mit Blick auf den Wohlstand die richtige Strategie – sofern der Staat die entsprechenden Einnahmen weitgehend durch Steuersenkungen oder Transfers an die privaten Haushalte zurückverteilt. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung unter Federführung des Berliner Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC). Sie wurde jetzt in der Zeitschrift ifo Schnelldienst des Ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung in München publiziert. weiterlesen…

Fraunhofer IPA: Grüner Wasserstoff macht Industriestandorte resilient

Baden-Württemberg als Beispiel

Grüner Wasserstoff, der dezentral mit Hilfe regenerativer Energiequellen erzeugt wird, hat das Potenzial, den Energiebedarf von Industrie und Schwerverkehr regional zu decken. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Fraunhofer IPA, die am 11.05.2022 veröffentlicht wurde. „Die Nutzung von Grünem Wasserstoff ist ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, davon ist Dr. Jürgen Henke überzeugt: „Wasserstoff, der mit Hilfe regenerativer Energien gewonnen wird, lässt sich für verschiedene industrielle Prozesse nutzen, die Herstellung ist klimaneutral und verringert die Abhängigkeit von Gasimporten“. weiterlesen…

Wiederaufforstung wirkt sich auf den Wasserkreislauf aus

Studie berechnet globale Auswirkungen einer groß angelegten Baumsanierung auf Wasserflüsse und Wasserverfügbarkeit

Wie würden sich Aufforstung und Renaturierung großer Flächen weltweit auf die Wasserströme auswirken? Eine Studie unter der Leitung der Wissenschaftlerin Anne Hoek van Dijke von der Universität Wageningen und unter Mitwirkung von Martin Herold vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ liefert interessante Antworten. Die Auswirkungen auf die Niederschläge reichen demnach weit über Ländergrenzen und sogar Kontinente hinaus: So kann die Wiederaufforstung von Bäumen im Amazonasgebiet zum Beispiel Niederschläge in Europa und Ostasien beeinflussen. Die Studie wurde am 11.05.2022 in Nature Geoscience veröffentlicht. weiterlesen…

Hohes Potenzial für CO2-Reduktion in der chemischen Industrie

Carbon Capture and Utilisation (CCU) als Lösung

Die Produktion von Chemikalien ist bisher noch in hohem Maß von der Nutzung fossilen Kohlenstoffs abhängig. Industrielle Prozesse benötigen Kohlenwasserstoffe zur Bereitstellung von Prozessenergie (Strom und Wärme) für vielfältige Prozesse und zur Bereitstellung von eingebettetem Kohlenstoff (d. h. in der Molekularstruktur gebundenem Kohlenstoff) als Ausgangsmaterial für verschiedene Stoffe, Bausteine, Zwischenprodukte und Folgeprodukte wie Polymere oder Waschmittel. Eine Studie dreier Institute konstatiert einer Medienmitteilung vom 04.05.2022 folgend „hohes Potenzial zur Klimagas-Reduktion in der chemischen Industrie durch abgeschiedenes und verwertetes CO2 (CCU) anstelle fossiler Energieträger“. Das geht aus einer von Renewable Carbon Initiative (RCI), CO2 Value Europe (CVE) und nova-Institut veröffentlichten eine Studie, die das CO2-Reduktionspotenzial der chemischen Industrie durch CCU aufzeigt. weiterlesen…

BEE-Stellungnahme zum Referentenentwurf zur GEG-Änderung

„Potenziale der Erneuerbaren Wärme entfesseln und ambitionierte Vorgaben rechtssicher unterlegen“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) hat Ende April einen Referentenentwurf für eine Formulierungshilfe zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) vorgelegt. Der Bundesverband Erneuerbare Energie BEE e.V. nimmt Stellung zu dem Entwurf: „Besonders die Erhöhung der Anforderungen für Neubauten auf den neuen Energieeffizienzstandard EH-40 und das Ziel, dass neu installierte Wärmeerzeuger ab 2025 mindestens zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien versorgt werden müssen, sind aus Sicht des BEE ausdrücklich zu begrüßen“, so BEE-Präsidentin Simone Peter. weiterlesen…

Klimarat: 2021 starker Anstieg der CO2-Emissionen

Deutschland CO2-„schmutziger“

Erstmals seit 2013 hat sich im vergangenen Jahr nicht nur die Emissionsmenge in Deutschland, sondern auch die Emissionsintensität der Wertschöpfung erhöht – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 09.05.2022. Das geht aus der Unterrichtung durch den Expertenrat für Klimafragen, dem „Prüfbericht zur Berechnung der deutschen Treibhausgasemissionen für das Jahr 2021 – Prüfung und Bewertung der Emissionsdaten“ (20/1655) hervor. Der Bericht nimmt eine Bewertung der am 15.03.2022 durch das Umweltbundesamt vorgelegten und veröffentlichten Daten der Treibhausgasemissionen für 2021 vor. weiterlesen…