Neues Konzept für effizienteren Kohleausstieg

Mehr Tempo, konkrete Abschalttermine und klare Preissignale steigern Klimaschutzwirkung

Im Kontext der Koalitionsverhandlungen über das Ende der Kohleverstromung legt der Ökoenergieanbieter Green Planet Energy konkrete Vorschläge für einen klimawirksameren Kohleausstieg vor. Danach muss die künftige Koalition ein deutlich früheres Ausstiegsdatum (bis spätestens 2030) sowie eine auf Klimaschutzwirkung hin optimierte Abschaltreihenfolge der Kohlekraftwerke festlegen. Zudem sei ein wirkungsvoller nationaler CO2-Mindestpreis dringend erforderlich. „Ein verbindliches Enddatum und klare Preissignale wegen der hohen CO2-Emissionen aus der Kohleverbrennung schaffen Planungssicherheit für Investitionen in den nötigen Erneuerbaren-Zubau“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Green Planet Energy. „Zugleich ist höheres Tempo beim Kohleausstieg eine sehr effiziente Klimaschutzmaßnahme.“ weiterlesen…

Unwiederbringlicher Kohlenstoff in den Ökosystemen der Erde

Neue Studie: Weltkarte der wichtigsten Schutzgebiete zur Abwendung einer Klimakatastrophe

Eine Studie von Conservation International (CI) beschreibt die entscheidenden Ökosysteme auf der Erde, welche die Menschheit schützen muss, um eine Klimakatastrophe zu vermeiden. Diese Ökosysteme enthalten so dichte Kohlenstoffspeicher, dass sie bei Zerstörung und Freisetzung nicht rechtzeitig wiederhergestellt werden könnten, um die gefährlichsten Auswirkungen des Klimawandels zu verhindern, schreibt das PIK-Potsdam. Diese von den Forschenden als „unwiederbringlicher Kohlenstoff“ bezeichneten Speicher sind vor allem Mangroven, tropische Wälder und Torfgebiete sowie alte Wälder in den gemäßigten Breiten. Der besondere Schutz dieser entscheidenden Gebiete birgt noch einen Vorteil: Sie sind auch Horte der Artenvielfalt. So kann der gezielte Schutz dieser unwiederbringlichen Kohlenstoffspeicher gleichzeitig einen erheblichen Beitrag zum Artenschutz leisten. (Grafik: Kohlenstoffspeicher der Ökosysteme © PIK-Potsdam, Noon et al. 2021: Mapping the irrecoverable carbon in Earth’s ecosystems. Nature Sustainability, open access) weiterlesen…

BMU fördert umweltfreundliche und effiziente Produktion von organischen Solarzellen

Das Bundesumweltministerium fördert ein innovatives Verfahren für die umweltfreundliche und effiziente Produktion von Elektrodenfolien für organische Solarzellen. Mit einem von der die ROWO Coating Gesellschaft für Beschichtung mbH (Herbolzheim) entwickelten Fertigungsverfahren können nicht nur seltene Schwermetalle wie Indium ersetzt werden. Durch das neuartige Schichtsystem kann außerdem der Energiebedarf des Beschichtungsprozesses um mehr als 60 Prozent gegenüber herkömmlichen Verfahren verringert werden. (Foto: Produktion von Elektrodenfolien für organische Solarzellen mittels Vakuum-Beschichtung – Foto m. frdl Genehmigung © rowo-coating.de) weiterlesen…

Ein großer Schritt in Richtung Entschlüsselung der Photosynthese

Atomare Schnappschüsse vom Photosystem II

Forscherinnen und Forschern der Humboldt-Universität zu Berlin, des Berkeley National Laboratory (USA) und der Uppsala University (Schweden) ist es jetzt gelungen, einen entscheidenden Schritt in der Entschlüsselung eines der wichtigsten Prozesse zum Erhalt des Lebens auf der Erde zu machen. Die Natur dient der Wissenschaft in vielen Bereichen als Vorlage für erstaunliche technologische Entwicklungen. Hierzu zählt insbesondere die Photosynthese, die in naher Zukunft eine große Rolle für neue Ansätze in der Energieversorgung spielen könnte. Allerdings ist der fundamentale Mechanismus, der aus Licht, Wasser und Kohlendioxid in Pflanzen Sauerstoff und Glucose produziert, noch nicht in allen Details entschlüsselt. weiterlesen…

Wetter/Klima: Bessere Anpassung durch frühere Vorhersagen

Mitunter sogar ein Jahr im Voraus

Die Vorhersage von Klimaphänomenen mit extremen Folgen kann durch einen neuen mathematischen Ansatz, der die Verbindungen und die Muster zwischen geografischen Standorten analysiert, erheblich verbessert werden. Das erklären Forschende des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) in einer Veröffentlichung in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) . Dadurch können möglicherweise Tausende von Menschenleben gerettet und wirtschaftliche Verluste in Milliardenhöhe vermieden werden – so eine PIK-Medienmitteilung vom 16.11.2021. (Foto: Hochwasser des Mains am 05.02.2021, Friedensbrücke Frankfurt – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

BMWi bewertet COP26 mit Selbstlob

Internationale Allianz für den Klimaschutz

„Die UN-Klimakonferenz in Glasgow ist mit Kompromissen aber auch klaren Routen für den Klimaschutz am 12.11.2021 zu Ende gegangen. Deutschland warb im Rahmen der COP26 um Mitglieder für eine internationale Klimaallianz“ – so eine Zusammenfassung im Energiewende-Newsletter des BMWi vom 16.11.2021. 14 Tage lang hatten etwa 40.000 Teilnehmer aus rund 200 Staaten über die Konkretisierung des Pariser Klimaabkommens beraten. Ein wichtiges Thema war auch die Finanzierung des Klimaschutzes in Ländern durch die reichen Industriestaaten. weiterlesen…

Vom Schmutzfink zum Grünspecht

RWE will € 50 Mrd. für 50 GW „Growing Green“ investieren

„RWE ist Gestalter und Schrittmacher der grünen Energiewelt,“ und „heute schon einer der weltweit führenden Anbieter im Bereich Erneuerbare Energien“. So beschreibt sich der Essener Energie-Konzern ziemlich selbstbewusst in einer Medienmitteilung am 15.11.2021. Darin kündigt RWE an, der bisherige Kohle-Riese werde sich „vom schmutzigsten Unternehmen Europas zu einem der größten Erneuerbaren-Konzerne des Kontinents“ (Handelsblatt) wandeln. RWE „wappnet sich damit für einen möglicherweise schnelleren Ausstieg aus der Kohle“, erläutert die FAZ nüchtern. weiterlesen…

„Deutschland auf gutem Weg“

Klimaschutzbericht 2021 vorgelegt

Zwei Tage nach Ende der ergebnis-umstrittenen COP26 befindet sich Deutschland nach Auffassung der Bundesregierung „beim Klimaschutz auf einem guten Weg“. Der Trend sinkender Treibhausgasemissionen zeige, dass die klima- und energiepolitischen Instrumente wirken, wie die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – im als Unterrichtung vorgelegten „Klimaschutzbericht 2021“ (20/47) schreibe. Maßgeblich hierfür seien die erreichten strukturellen Fortschritte beim Umbau der Volkswirtschaft in Richtung Klimaneutralität. weiterlesen…

„Das Ende der Kohle ist eingeläutet“

Interview mit Jochem Marotzke zum Weltklimagipfel in Glasgow

Im Rahmen der Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow konnten sich die Vertragsstaaten nach der (inzwischen üblichen) Verlängerung doch noch auf ein Abkommen einigen. Peter Hergersberg, Max-Planck-Gesellschaft, sprach mit Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie, darüber, welche Erfolge Glasgow gebracht hat, welche Bedeutung solche Klimagipfel und Abkommen haben sowie die Hoffnungslosigkeit, die der Klimawandel in manchen jungen Menschen auslöst. weiterlesen…

Energiewende-Reallabor macht Stahlproduktion nachhaltiger

37 Millionen Euro vom BMWi

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyMit H2Stahl geht am größten europäischen Stahlstandort in Duisburg ein Reallabor der Energiewende an den Start – so eine Medienmitteilung aus dem BMWi vom 15.11.2021. Das Projekt erprobt den Einsatz von Wasserstoff in der Stahlproduktion, um CO2-Emissionen zu reduzieren und damit einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten (siehe auch: solarify.eu/wasserstoff-statt-kohle-gruener-stahl). weiterlesen…