CO2-Ausstoß von Zementproduktion kann langfristig stark reduziert werden

Mainzer Chemiker entwickeln Methode zur Zementproduktion durch Vermahlen anstelle umweltschädlichen Kalkbrennens

Globale Erwärmung und bezahlbares Wohnen sind zwei dominierende Themen der öffentlichen Debatte. Klimaschutz erreicht man durch CO2-Reduktion. Wohnraum schafft man durch verstärkten Wohnungsbau. Dazu braucht es Beton, den wichtigsten Baustoff unserer modernen Welt. Der enthält zwar keine fossilen Brennstoffe, ist ungiftig und schwimmt nicht als Plastikmüll in den Ozeanen. Aber der Eindruck täuscht, denn die Zementherstellung ist mit rund 8 % (2,7 Mrd.t jährlich) der größte industrielle Emittent weltweiter CO2-Emissionen, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe – meist Kohle – beim Brennen mit Temperaturen um 1.000° und Sintern bei etwa 1.450 ° C entstehen. Das können Forscher der Mainzer Johannes-Gutenberg-Universität jetzt ändern. weiterlesen…

Bayern vor EE-Revolution?

Grüne wollen weißblaue Energiewende vorantreiben

Die bayerischen Grünen wollen die Energiewende vor allem auf dem Land vorantreiben, indem sie Photovoltaik und Windenergie im Freistaat vervierfachen – so zahlreiche Medien über einen Leitantrag, der im Rahmen der Landesdelegiertenversammlung am 06.11.2021 in Augsburg besprochen wurde. Damit sollen auf dem Land Überschüsse in der Stromproduktion zur Versorgung der Städte erzeugt werden. Dazu fordern die weißblauen Grünen, die umstrittene 10H-Regel (10facher Abstand der Höhe von Windgeneratoren von Wohnhäusern) abzuschaffen. weiterlesen…

Abgasskandal reloaded?

DUH präsentiert Expertengutachten mit acht bisher unbekannten illegalen Abschalteinrichtungen in Euro 6 Mercedes-E-Klasse

Der Stuttgarter Daimler-Konzern ist tiefer in den Diesel-Abgasskandal verstrickt als bislang bekannt. Das enthüllt ein brisantes Kfz-Software-Gutachten von Kfz-Software-Experte Felix Domke, das die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am 05.11.2021 ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Darin dokumentiert Domke im Auftrag der US-amerikanischen Kanzlei Milberg insgesamt acht bisher unbekannte Abschalteinrichtungen in einer Mercedes-Benz E-Klasse mit Euro 6 Diesel. Mit diesen nach Auffassung der DUH eindeutig illegalen sogenannten „defeat devices“ wird die wirksame Abgasreinigung durch den verbauten SCR-Katalysator reduziert. Das Ergebnis: Die realen Stickoxid-Emissionen auf der Straße liegen bis 500 Prozent über dem gesetzlich festgeschriebenen Grenzwert. Bislang hatte die Daimler AG stets abgestritten, illegale Abschalteinrichtungen bei in Deutschland und Europa verkauften Diesel-Pkw zu verwenden. weiterlesen…

2021 Kohlendioxid-Ausstoß nicht gesunken

CO2-Emissionen 2021 erreichen annähernd wieder das Niveau von 2019


Nachdem 2020 die fossilen Kohlendioxid-Emissionen im globalen Schnitt deutlich gesunken waren, nähern sie sich in diesem Jahr wieder dem Niveau von vor der Corona-Pandemie an. Wie Münchner Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) mitteilte, zeigte dies das Global Carbon Project am 04.11.2021, am gleichen Tag, als die COP26 sich mit dem weltweiten Kohleausstieg beschäftigte. Die LMU koordiniert ein bundesweites Forschungsprogramm zur Kohlendioxid-Entnahme aus der Atmosphäre: Im Rahmen der Förderlinie „Carbon Dioxide Removal“ des BMBF starten zehn Verbundprojekte zur Entnahme von Kohlendioxid. weiterlesen…

COP26: „Ende der Kohle in Sicht“

„Kohle wird im Rahmen der COP26 in die Geschichte eingehen“

Mindestens 23 Länder sind am 04.11.2021 einer offiziellen Medienmitteilung zufolge neue Verpflichtungen zum Ausstieg aus der Kohleverstromung eingegangen, darunter fünf der 20 Länder, die weltweit am meisten Kohle verstromen. Große internationale Banken verpflichten sich, bis Ende 2021 alle internationalen öffentlichen Finanzierungen für neue, unverminderte Kohlekraftwerke zu beenden. weiterlesen…

Kabinett verabschiedete Klimaschutzbericht 2021

Regierung erfüllt damit Berichtspflicht aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz

Das Bundeskabinett hat am 03.11.2021 den Klimaschutzbericht 2021 verabschiedet, teilte das BMU mit. Er enthält den Umsetzungsstand der Klimaschutzprogramme von 2019 und 2014, ergänzt um bereits zuvor veröffentlichte Informationen zur Entwicklung der Treibhausgasemissionen in den verschiedenen Sektoren bis 2020 sowie zur Projektion der zu erwartenden Treibhausgas-Minderungswirkung der bis Mitte 2020 beschlossenen Maßnahmen. Die Bundesregierung erfüllt damit eine Berichtspflicht aus dem Bundes-Klimaschutzgesetz. weiterlesen…

Deloitte-Studie: Turning Point

Klima: Nichtstun kommt teuer

Eine aktuelle Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt Kosten und Nutzen von Investitionen in Klimaschutz. Nichtstun kostet Deutschland danach bis 2070 insgesamt 730 Milliarden Euro. Klimaneutralität bis 2050 führt zu stärkerem Wirtschaftswachstum. Die deutsche Wirtschaft könnte in den kommenden 50 Jahren durch den Klimawandel Schäden in Höhe von insgesamt 730 Milliarden Euro erleiden, wenn nicht frühzeitig gegengesteuert wird. Grund dafür sind geringere Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bis zum Jahr 2070, die außerdem zum Verlust von bis zu 470.000 Arbeitsplätzen führen könnten, verglichen mit einer Welt ohne Klimawandel. (Titelbild der Studie des Deloitte Economics Institute „Germany’s turning point -How climate action can drive our economic future“ – © deloitte.com) weiterlesen…

Australische Bergbau-Tochter wird GB’s größte Grün-Wasserstoff-Lieferantin

Fortescue Future Industries unterzeichnet Vereinbarung

Fortescue Future Industries (FFI) wird nach eigenen Angaben die größte Lieferantin Großbritanniens von grünem Wasserstoff, nachdem es ein milliardenschweres Abkommen mit dem Bauriesen J C Bamford Excavators (JCB) und Ryze Hydrogen (Ryze) unterzeichnet hat. Im Rahmen einer am 31.10.2021 im Vorfeld von COP26 unterzeichneten Absichtserklärung werden JCB und Ryze 10 % der weltweiten Produktion von grünem Wasserstoff von FFI erwerben. Es wird erwartet, dass die Produktion von grünem Wasserstoff von FFI bis 2030 auf 15 Millionen Tonnen GH2 pro Jahr ansteigt und sich in den darauf folgenden zehn Jahren auf 50 Millionen Tonnen pro Jahr beschleunigt. (Foto: Tankschiff – © hpgruesen auf pixabay) weiterlesen…

Vattenfall-Schiedsverfahren beendet

Seit 2014 hinter verschlossenen Türen hingezogen

Das heftig umstrittene Vattenfall-Schiedsverfahren ist laut einer Medienmitteilung aus dem BMWi am 02.11.2021 endgültig beendet worden. Das Schiedsgericht folgt damit den am 01.11.2021 abgegebenen einvernehmlichen Erklärungen der Klägerinnen (darunter die schwedische Vattenfall AB) und der Beklagten, der Bundesrepublik Deutschland. Das Vattenfall-Schiedsverfahren war seit Mai 2012 beim Internationalen Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (kurz: ICSID) in Washington D.C. anhängig. weiterlesen…

COP26: Weltpolitiker geben Startschuss für beschleunigte Klimaschutzmaßnahmen: Wälder und Methan

Im Wortlaut: Medienmitteilung im Namen des britischen COP26-Vorsitzes und der hochrangigen Klimaexperten von COP25 und COP26

„Die Staats- und Regierungschefs sind am dritten Tag der COP26 im Vereinigten Königreich zusammengekommen, an dem sich viele Ankündigungen darauf konzentrierte, ein klares Zeichen für den Übergang von ehrgeizigen Zielen zu sofortigen Maßnahmen zu setzen. Die Länder sind beispiellose Verpflichtungen zum Schutz der Wälder, zur Verringerung der Methanemissionen und zur Beschleunigung der grünen Technologie eingegangen.“ So eine Medienmitteilung aus Glasgow von der COP26. (Screenshot: COP26 Eröffnungs-Plenum – © unfccc-cop26.streamworld.de_webcast) weiterlesen…