EU führt weltweit ersten Standard zur Definition grüner Anleihen ein

Ökologisierung der Anleihemärkte: EU-Parlamentarier billigen neuen Standard zur Bekämpfung von Greenwashing

Die Abgeordneten des EU-Parlaments haben am 05.10.2023 den neuen (freiwilligen) Standard für die Verwendung eines „European Green Bond“-Labels angenommen, weltweit der erste seiner Art. Die mit 418 Ja-Stimmen, 79 Nein-Stimmen und 72 Enthaltungen angenommene Verordnung legt einheitliche Standards für Emittenten fest, welche die Bezeichnung „European Green Bond“ oder „EuGB“ für die Vermarktung ihrer Anleihe verwenden wollen. (Titel: Schon von 2020 – Usability Guide for EU Green Bonds – Titel © finance.ec.europa.eu ) weiterlesen…

Kostspieliger Weltraum-Müll

150.000 Dollar Strafe

Trotz der Gefahr, die geschätzt 20.000 bis eine Million Trümmerteile ausgedienter Satelliten und Raketen darstellt, die inzwischen die Erde umkreisen, werden die Verursacher kaum zur Verantwortung gezogen. Die amerikanische Federal Communications Commission hat am 03.10.2023 erstmals eine Geldstrafe von umgerechnet 142.000 Euro gegen den Satellitenbetreiber Dish Network Corporation wegen des unerlaubten Hinterlassens von Weltraumschrott verhängt. Der seit 2002 genutzte Satellit EchoStar-7 sei zum Ende seiner Einsatzzeit nicht auf die vereinbarte Erdumlaufbahn – einen sogenannten Friedhofsorbit – gebracht worden, erklärte die Behörde. Es ist das erste Mal, dass ein solches Bußgeld verhängt wurde. weiterlesen…

Klimagrenze nur mit CCS einzuhalten

Helmholtz-Klima-Initiative: CO2-Abscheidung und geologische Speicherung: Mehr Chancen als Risiken

In Deutschland wurden die Technologien zur Abscheidung von CO2 mit anschließender Speicherung im Untergrund (CCS) untersucht und anhand von Pilotprojekten getestet. Damit hierzulande industrielle Projekte umgesetzt werden können, sollte der Rechtsrahmen geändert werden, argumentieren Christoph Hilgers und Frank Schilling vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT). weiterlesen…

Elektronik- und IKT-Fußabdruck definieren

Praxisleitfaden erleichtert Bilanzierung von Treibhausgasen in der Elektronikfertigung

Viele Unternehmen verfolgen ambitionierte Klimaziele. Gerade Firmen der Elektronik- und IKT-Branche stellen jedoch fest, dass Treibhausgas-Emissionen weniger in der eigenen Fertigung, sondern vor allem in den Vorketten bei zahlreichen Lieferanten entstehen. Um den CO2-Fußabdruck maßgeblich zu reduzieren und eines Tages wirklich klimaneutral zu werden, muss deshalb die gesamte Wertschöpfung in den Blick genommen werden. Der erste Schritt dafür ist die Bewertung der Lieferketten. Ein Praxisleitfaden, der im (vom Fraunhofer IZM geleiteten) Projekt scope3transparent verfasst wurde, liefert hierfür laut einer IZM-Medienmitteilung vom eine wertvolle Anleitung und hilft, sich im Dschungel der Standards für Klimabilanzen zurecht zu finden. Zielgruppe sind insbesondere Baugruppenhersteller:innen, aber auch LeiterplattenfertigerInnen, sowie die IT-Beschaffung. weiterlesen…

Mit KI Pflanzen in der Natur präzise beobachten

Big Data, maschinelles Lernen und Feldbeobachtungen

In den Pflanzenwissenschaften hilft künstliche Intelligenz (KI), eine mit herkömmlichen Methoden unerreichbare Menge an Daten zu sammeln und zu analysieren. Forschende der Universität Zürich konnten mit Hilfe von Big Data, maschinellem Lernen und Feldbeobachtungen im experimentellen Garten der Universität Zürich zeigen, wie Pflanzen auf eine sich verändernde Umwelt reagieren. Am 22.09.2023 open access in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Innovative Methode zur Erkennung schädlicher Inhaltsstoffe in Batterien

Langer Weg zu innovativer Methode

Batterien sind praktisch allgegenwärtig und werden als Starterbatterien, in Industrieanlagen, aber auch in Alltagsgegenständen wie Spielzeug, Uhren, Radios, Laptops, Handys, Taschenlampen, Hörgeräte usw. verwendet. Trotz relativ strenger Grenzwerte können alte Batterietypen schädliche Inhaltsstoffe wie Quecksilber, Cadmium und Blei enthalten. Das schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat deshalb eine Kontrollkampagne gestartet. Mit einer eigens dafür entwickelten Methode zur Analyse von Schwermetallen hat die Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) die Grundlagen dafür gelegt und am 29.09.2023 publiziert. weiterlesen…

Wie können wir nachhaltig bauen?

Klimaschutzstiftung startet Forschungsprogramm

Bau, Betrieb und Abriss von Gebäuden sind arbeits- und ressourcenintensiv, und gehören damit zu den Haupttreibern des Klimawandels. Global betrachtet ist der Bau- und Gebäudesektor für rund 40 Prozent des menschenverursachten CO2-Ausstoßes verantwortlich. Dazu kommen die Abfälle, wie etwa Bauschutt, die rund 80 Prozent des Gesamtaufkommens von Abfällen in Baden-Württemberg ausmachen. Zahlen, die klar machen: Auf dem Weg in eine klimaneutrale Zukunft muss sich in diesem Bereich viel ändern. Mit ihrem neuen Programm Zirkuläres Bauen: Klimaschutz durch Kreislaufwirtschaft treibt die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg den Wandel hin zu einer nachhaltigeren Bauwirtschaft voran. weiterlesen…

EU-Standards für Nachhaltigkeitsberichterstattung

EU-Kommission hat erste ESRS – European Sustainability Reporting Standards erlassen

Die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) löste Anfang 2023 die bisher gültige Non-Financial Reporting Directive (NFRD) ab. Ziel der CSRD ist es, die Berichterstattung zur Nachhaltigkeit in die Finanzberichterstattung zu integrieren. Einheitliche Standards sollen dabei helfen, die Berichterfassung effizienter zu gestalten und Kennwerte der nachhaltigen Entwicklung vergleichen zu können. weiterlesen…

Bonner Erklärung sendet starkes politisches Signal

Rahmenwerk für eine Welt ohne Schäden durch Chemikalien und Abfälle verabschiedet

Unter dem Vorsitz Deutschlands haben in Bonn Vertreterinnen und Vertreter von Regierungen aus der ganzen Welt, aus der Zivilgesellschaft, Zwischenstaatlichen Organisationen, der Wirtschaft und von UN-Organisationen ein neues Globales Rahmenwerk für Chemikalien beschlossen. Wie das BMVU am 30.9.2023 mitteilte, bekennen sich die Staatengemeinschaft und alle anderen Akteure dazu, den Umgang mit Chemikalien weltweit sicherer zu machen, möglichst aus der Verwendung der gefährlichsten Chemikalien auszusteigen beziehungsweise für einen sicheren Umgang mit solchen Chemikalien zu sorgen, deren Verwendung derzeit ohne Alternative ist. weiterlesen…

Fossil-Beschäftigte können in Öko-Arbeitsplätzen erfolgreich sein

Doch Standort bleibt großes Hindernis für gerechten Übergang
Autoren – Morgan R. Frank, University of Pittsburgh und
Junghyun Lim – University of North Carolina

Da die USA sich von fossilen Brennstoffen hin zu saubereren Energiequellen orientiert, werden Tausende von Kohle-, Öl- und Gasarbeitern neue Arbeitsplätze suchen. Viele davon werden neue Jobs in den aufstrebenden Branchen für saubere Energie annehmen können, aber der Übergang wird möglicherweise nicht so einfach, wie es oft erscheint. Neue in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlichte Forschungsergebnisse identifizieren ein großes Hindernis, das bei Diskussionen darüber, wie ein gerechter Übergang für diese Arbeitnehmer geschaffen werden kann, oft übersehen wird: den Standort. Das veröffentlichte am 26.09.2023 das Internetportal The Conversation. weiterlesen…