Klimawandel: Flüsse verlieren gelösten Sauerstoff

Flüssen geht die Puste aus – und damit auch Lebewesen, die sie beherbergen
von Li Li, Professor für Bau- und Umweltingenieurwesen, Penn State University

Mit der Erwärmung durch den Klimawandel verlieren Flüsse gelösten Sauerstoff aus ihrem Wasser. Dieser Prozess, der als Desoxygenierung bezeichnet wird, war bereits in großen Gewässern wie Ozeanen und Seen bekannt. Eine Untersuchung, die meine Kollegen und ich gerade in Nature Climate Change veröffentlicht haben, zeigt, dass das auch in Flüssen der Fall ist. Eine Zusammenfassung von Li Li am 14.09.2023 auf The Conversation (CC BY-SA 4.0). weiterlesen…

Armut trübt Wahrnehmung

PIK: Wirtschaftliche Not senkt Umwelt-Bewusstsein

Wenn der internationale Handel den Menschen wirtschaftlich schadet, kümmern sie sich weniger um Umweltfragen, sagt eine am 15.09.2023 in Nature Climate Change veröffentlichte Untersuchung. Ein internationales Team von Forschenden zeigt auf, wie wirtschaftliche Rückschläge dazu führen können, dass arme Gruppen dem Klimawandel skeptischer gegenüberstehen und ihre Unterstützung für nachhaltige und grüne Politik zurückziehen. (Foto: Armut: Abfall – © John Cameron auf Unsplash) weiterlesen…

UN: Streit über Nachhaltigkeitsziele

11 Staaten wollen SDG-Erklärung blockieren

Die Vereinten Nationen wollten bei der Vollversammlung am 18.09.2023 ihre Nachhaltigkeitsziele wiederbeleben. Eine Staatengruppe um Russland wollte Erklärungen blockieren. Vor dem Start sorgte ein der Deutschen Presse-Agentur vorliegender Brief dieser Staaten (aus dem u.a.  ZDF und tagesschau zitierten) für Unruhe; denn in dem Schreiben kündigten elf Länder eine Blockade mehrerer Erklärungen an, die von der Weltgemeinschaft hätten angenommen werden sollen – unter anderem ein Text, mit dem die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bekräftigt werden. UN-Generalsekretär António Guterres hatte vor Beginn von einem „Quantensprung“ zur Wiederbelebung der stark in Verzug geratenen Entwicklungsziele gesprochen. weiterlesen…

Kohleausstieg mit „ernüchternden“ Ergebnissen

Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Der Ausstieg aus der Kohle verändert vieles für die Menschen im rheinischen Braunkohlerevier. An den notwendigen Strukturwandelprozessen sollen sie beteiligt werden, um einen gerechten und akzeptierten Übergang zu postfossilem Wirtschaften zu ermöglichen. Aber wie sieht es mit der Teilhabe und Beteiligung in der Realität aus? Das haben Forschende des Ruhr-Forschungsinstitut für Innovations- und Strukturpolitik (RUFIS) unter Mitwirkung von WissenschaftlerInnen der Ruhr-Universität Bochum im Auftrag der Klima-Allianz Deutschland untersucht. weiterlesen…

CO2-Preis steigert Kosten für die Industrie

Wegfall der Zuteilung von Emissionsrechten verursacht weitere Kostenbelastungen

Die deutlich gestiegenen Preise im europäischen Emissionshandel für Treibhausgase führen zu spürbaren Zusatzkosten für die IndustrieWegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen. Beim Wegfall der bisher freien Zuteilung von Emissionsrechten drohen zudem weitere Kostenbelastungen in Milliardenhöhe – schreiben Hubertus Bardt und Thilo Schaefer vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln am 15.09.2023. weiterlesen…

Klimakrise befeuert Geo-Engineering-Diskussion

Climate Overshoot Comission fordert vorläufigen Stopp von Experimenten mit bestimmten Climate-Engineering-Techniken

Die globalen Temperaturen steigen, extreme Wetterereignisse nehmen zu und vielerorts werden Menschen auf Grund von Wassermangel und Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen müssen. Damit das nicht wie in Griechenland und Libyen noch weiter bitterernst Realität wird, gibt es bereits viele angeblich spannende Ideen des Geoengineerings den Klimawandel zu stoppen. Eine Sammlung des Für und Wider aus zahlreichen Medien. weiterlesen…

Reichweitenstärkstes E-Auto der Welt kommt aus München

TUM-Studierende holen Guinness-Weltrekord

Studierende der Technischen Universität München (TUM) haben das reichweitenstärkste Elektroauto der Welt entwickelt. Das Team fuhr mehr als 2.500 Kilometer mit nur einer Akkuladung (genau: 2.573 km). Im Zuge der IAA Mobility kämpfte das Team am Flughafen München um den neuen Weltrekord und konnte den Titel erfolgreich nach München holen. Ganze sechs Tage dauerte der Versuch, für den das Team auf Feldbetten im Flughafenhangar schlief. (Foto: TUM: reichweitenstärkstes E-Auto der Welt „muc022“ im Flughangar – © TUfast Eco Team) weiterlesen…

Kochsalz als Zutat für besseres Recycling

Natriumchlorid bietet Weg zur Gewinnung nützlicher Produkte aus Kunststoffabfällen

Muhammad Rabnawaz, außerordentlicher Professor an der renommierten School of Packaging der Michigan State University und kürzlich in die National Academy of Inventors aufgenommen, war schon immer der Meinung, dass die genialste Lösung auch die einfachste ist. Diese Überzeugung spiegelt sich in der Veröffentlichung seines Teams in  Advanced Sustainable Systems vom 28.08.2023 wider: Rabnawaz und seine Kollegen zeigen darin, dass Natriumchlorid – Kochsalz – wesentlich teurere Materialien, die für das Recycling von Kunststoffen erforscht werden, übertreffen kann. weiterlesen…

Regierung will Klimaschutzgesetz „nachbessern“

Protest der Klimaschutzverbände gegen Auflösung der Sektorverbindlichkeit

Mit dem „Entwurf eines Zweiten Gesetzes zur Änderung des Bundes-Klimaschutzgesetzes (KSG)“ (20/8290) will die Bundesregierung die Steuerungsmechanismen des KSG verbessern – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag am 13.09.2023. Wie aus der Begründung zum Entwurf hervorgeht, hätten sich seit Inkrafttreten des Gesetzes am 12. Dezember 2019 in der Praxis Schwierigkeiten bei der Anwendung insbesondere des Nachsteuerungsmechanismus des Paragrafen 8*) gezeigt. Zudem enthalte das KSG aktuell keine Vorgabe, bei bereits absehbaren Zielverfehlungen nachzusteuern, obwohl dies „in vielen Fällen mit weniger einschneidenden Maßnahmen möglich wäre.“ weiterlesen…

Bayern will PFAS-Verbot im Bundesrat verwässern

Ewigkeits-Chemikalien „ausgewogen“ regulieren

Die bayerische Staatsregierung hat einen Entschließungsantrag mit dem Titel „PFAS-Regulierung mit Augenmaß“ in den Bundesrat eingebracht. Dieser wird voraussichtlich im September in den zuständigen Ausschüssen beraten. Der Antrag befürwortet eine („ausgewogene“) Regulierung von PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen) bzw. Minimierung des Eintrags persistenter Stoffe mit negativen Wirkungen für Mensch und Umwelt im Sinne der Vorsorge, betont aber auch die Relevanz der Stoffgruppe für den Transformationsprozess und spricht sich insofern für einen differenzierten Regulierungsansatz aus. Umweltverbände protestieren. (Titel: PFAS-Schwerpunkt „PFAS. gekommen, um zu bleiben“ – © Umweltbundesamt) weiterlesen…