Was tun mit dem Herbstlaub aus der Stadt?

Energetisch bisher kaum genutzt

Am Fallbeispiel Berlin haben Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Agrartechnik und Bioökonomie e.V. (ATB) die Kompostierung von Laubabfällen mit deren energetische Nutzung in Biogasanlagen vergleichend bewertet. Die Studie zeigt, dass eine Verwertung vorbehandelten Laubs in einer Biogasanlage nicht nur Strom- und Wärme erzeugt, sondern auch die Treibhausgasemissionen deutlich reduziert. Die Ergebnisse wurden in Resources, Conservation and Recycling veröffentlicht. weiterlesen…

Aktion Biotonne Deutschland startet „28-Tage-Biotonnen-Challenge“ für Bürger

Aus Küchen- und Gartenabfällen kann, getrennt gesammelt, wertvoller Kompost und Biogas werden

Ein breites Bündnis aus Politik, Wirtschaft und Verbänden setzt sich mit den „Aktionswochen Biotonne Deutschland“ für eine bessere Biomüll-Sammlung ein. Wie schon 2020 werben ab 07.11.2022 vor allem Kommunen in Deutschland vier Wochen lang für die Getrenntsammlung von Bioabfällen mit Aktionen vor Ort. Der Fokus der Aktionswochen liegt in diesem Jahr auf einer „28-Tage-Biotonnen-Challenge“ zur Sensibilierung von Bürgerinnen und Bürgern. Das Bundesumweltministerium, das Umweltbundesamt sowie zahlreiche Naturschutz- und Wirtschaftsverbände, Städte, Landkreise und kommunale Unternehmen unterstützen die bundesweite Aktion. weiterlesen…

Mehr Gips-Recycling, keine neuen Abbaugebiete

Für den Schutz wichtiger Ökosysteme fordern die Verbände daher u.a. den Einsatz von mehr Recyclinggips

Im Gipskarstgürtel im südlichen Harz wird seit 100 Jahren Gips abgebaut. Die Karstlandschaft Südharz war bisher davon ausgeschlossen, doch das könnte sich ändern. In der unberührten Naturlandschaft sollen Probebohrungen das Potenzial erkunden. Mehrere Verbände warnen vor der Ausweitung des Gipsabbaus im Südharz. Stattdessen fordern sie von Wirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck eine verbindliche Rohstoffstrategie für einen kreislaufgerechten Einsatz von Gips, wie Petra Franke für energiezukunft recherchiert hat. (Foto: Questenberg liegt in der Gipskarstlandschaft Unterharz, der Karstwanderweg führt hier entlang – © DGuendel auf Wikimedia, CC BY 4.0) weiterlesen…

Blinde Flecken bei Überwachung von Plastikmüll

KIT-Forschende vermuten, dass viel mehr Plastik in fließenden Gewässern transportiert wird als bislang angenommen – neue Ansätze für die Modellierung

Ob im Trinkwasser, in der Nahrung oder sogar in der Luft: Plastik ist ein globales Problem – und das ganze Ausmaß der Verschmutzung ist möglicherweise noch gar nicht bekannt. Forschende des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) haben gemeinsam mit Partnern aus den Niederlanden und Australien konventionelle Annahmen für den Transport von Plastik in Flüssen überprüft. Die tatsächliche Menge Plastikmüll in Flüssen könnte demnach bis zu 90 Prozent größer sein als bislang vermutet. Die neuen Erkenntnisse sollen dabei helfen, das Monitoring zu verbessern und Plastik aus Gewässern zu entfernen. Über ihre Ergebnisse berichten sie am 02.11.2022 in Water Research. (DOI: 10.1016/j.watres.2022.119078) (Foto: Blinde Flecken bei der Überwachung – mit Plastikmüll bestückte Flussmodelle – © Daniel Valero, KIT) weiterlesen…

Die Kühe und das Klima – historische Daten offenbaren Überraschendes

Seit 2003 stoßen Nutztiere in Deutschland weniger Methan aus als 1892

Zwei Wissenschaftler des Forschungsinstituts für Nutztierbiologie Dummerstorf (FBN) haben den Methanausstoß von landwirtschaftlichen Nutztieren am Ende des 19. Jahrhunderts mit heutigen Werten verglichen. Das Ergebnis überraschte: Seit 2003 sind die Methanemissionen geringer als 1892. Die Ergebnisse der Studie wurden in Science of The Total Environment veröffentlicht. weiterlesen…

„49-Euro-Ticket als historischer Schritt“

Allianz pro Schiene lobt Bund-Länder-Beschluss zum ÖPNV

Der Verkehrsverbund Allianz pro Schiene begrüßt die Einigung von Bund und Ländern auf ein deutschlandweit gültiges 49-Euro-Ticket im Nahverkehr. „Das ist ein wirklich historischer Schritt auf dem Weg zu einer modernen Verkehrspolitik“, sagte Geschäftsführer Dirk Flege am 03.11.2022 in Berlin. „Es ist ein Riesenschritt fürs Klima und eine Richtungsentscheidung für die Verkehrswende, dass die Politik den ÖPNV nun tatsächlich leichter zugänglich, preiswerter und attraktiver machen will.“ weiterlesen…

Recycling von PV-Modulen steckt noch in den Anfängen

Extraktion von Silber und anderen Rohstoffen unrentabel, da Primärrohstoffe nach wie vor preiswert sind

Bei der Rückgewinnung der Materialien aus Photovoltaikmodulen sei noch viel Luft nach oben. Das liege zum einen daran, dass es im Laufe der Entwicklung viele verschiedene Modultypen gegeben habe und gebe, die im Recycling jeweils ihre eigenen Spezifika hätten, aber auch an den Kosten, wie Petra Franke am 02.11.2022 auf energiezukunft schreibt. weiterlesen…

Plastikverschmutzung hat künftig ihren Preis

Bundeskabinett beschließt Gesetz zum Aufbau eines Einwegkunststofffonds

Die Bundesregierung hat am 02.11.2022 beschlossen, dass sich Hersteller von Produkten aus Einwegplastik künftig an den Kosten der Abfallbeseitigung in Parks und Straßen beteiligen müssen. Laut Gesetz zahlen die Hersteller eine jährliche Abgabe in einen zentralen Fonds ein, der vom Umweltbundesamt verwaltet wird. Die Höhe der Abgabe bemisst sich – laut Pressemeldung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) – an der Art und Menge jener Produkte, die sie zuvor auf den Markt gebracht haben. weiterlesen…

Nachhaltige Kreisläufe dank Elektrochemie

Carl-Zeiss-Stiftung unterstützt Forschungsprojekt „Halocycles“: Halogen-Kreislaufwirtschaft als wichtiger Beitrag zur Stabilisierung der Stromnetze und zur Defossilierung der Gesellschaft

Die Rückgewinnung von wertvollen Rohstoffen, eine Vermeidung von klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen und eine Stabilisierung der Stromnetze – das sind laut einer Medienmitteilung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) vom 28.10.2022 die drei entscheidenden Pluspunkte eines neuen Forschungsprojekts an der JGU und der TU Kaiserslautern. Mit ihrem zukunftsweisenden Konzept konnten sich die beiden Forschungspartner die Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung (CZS) sichern. Sie wird in ihrem Programm „CZS Durchbrüche“ das Vorhaben in den kommenden sechs Jahren mit rund vier Millionen Euro unterstützen. Das Projekt „Halocycles“ wird Halogene wie etwa Brom, Chlor und Fluor aus Abfallstoffen elektrochemisch zurückgewinnen. weiterlesen…

Im Sommer steigen Methan-Emissionen in Sibirien

Seit 2004 Wachstum um jährlich zwei Prozent

Was passiert in den ausgedehnten arktischen Permafrostgebieten der Arktis, wenn sich die Atmosphäre mehr und mehr aufheizt? Diese Frage treibt die Klimaforschung seit Langem um, da große Mengen Kohlenstoff in den gefrorenen Böden enthalten sind, die von Mikroben in die Treibhausgase Methan und CO2 umgewandelt werden können. Werden die Gase freigesetzt, könnte das die globale Erwärmung noch mehr beschleunigen. Jetzt haben die GFZ-Forscher Torsten Sachs und Norman Rößger gemeinsam mit Kollegen der Universität Hamburg und des Alfred-Wegener-Instituts in Potsdam Ergebnisse einer fast zwanzigjährigen Beobachtungsreihe in Sibirien veröffentlicht. (Foto: Messturm auf der Insel Samoilow im Lena-Delta in Sibirien – © Torsten Sachs, GFZ ) weiterlesen…