Künstliche Intelligenz verbessert Stromübertragung

PrognoNetz: selbstlernende Sensornetzwerke zur Prognose der Belastbarkeit von Freileitungen – Anpassen des Betriebs an die Witterung nutzt das Netz optimal aus

Um die in der Regel volatilen erneuerbaren Quellen in die Energieversorgung zu integrieren, sind höhere Kapazitäten im Stromnetz erforderlich. Der Bedarf an Neubautrassen lässt sich jedoch reduzieren, wenn vorhandene Freileitungen je nach Witterungsbedingungen besser ausgelastet werden können. Dazu arbeiten Forscher am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) im Verbundvorhaben „PrognoNetz“ an selbstlernenden Sensornetzwerken, welche die Kühlwirkung des Wetters anhand realer Daten modellieren. So lasse sich bei günstigen Bedingungen mehr Strom über die Leitung schicken, wie das KIT am 24.04.2019 mitteilte. weiterlesen…

Niederschlagsdefizite aus 2018 in vielen Regionen noch nicht ausgeglichen

Hält die Trockenheit an, droht der nächste Dürresommer in Deutschland

In vielen Regionen Deutschlands sind 2019 zum Start der Vegetationsperiode die Böden viel trockener als im vieljährigen Durchschnitt. Zum Vergleich: Selbst im Dürrejahr 2018 lagen nach Berechnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) die Bodenfeuchtewerte im April deutlich über den aktuellen Werten dieses Jahres. Udo Busch, Leiter Agrarmeteorologie des DWD: „Sollte die trockene Witterung in den kommenden Monaten anhalten, könnte sich die Dürre des Jahres 2018 wiederholen oder sogar übertroffen werden.“ weiterlesen…

PV und Windkraft deckten Strombedarf am Ostermontag zeitweise fast vollständig

Um 12 Uhr 56 GW

Erneuerbare Energien lieferten um 12 Uhr mittags zusammen 56 GW – bei einem Verbrauch von 61 GW. Der Preis an der Strombörse fiel am Ostermontag (22.04.2019) in der Spitze auf minus 83,01 €/MWh – schrieb Ralph Diermann im Portal pv magazine. Photovoltaik-Anlagen lieferten Ostermontag mittags 33 GWW Leistung – fast drei Mal mehr als Windräder an Land. weiterlesen…

Europawahl 2019: Wen wählen für mehr Klimaschutz?

Abstimmungsverhalten offenbart große Unterschiede deutscher Parteien

Welche Partei setzt sich in Europa wirklich für Klimaschutz ein? Die SPD sagt: Wir! Fridays for Future und Scientists for Future dagegen: keine Partei tut genug. Wen also wählen im Mai? Das Abstimmungsverhalten der vergangenen Jahre verrät einiges. Manuel Först hat sich am 22.04.2019 für Energiezukunft angesehen, wie konsequent sich die einzelnen politischen Parteien für den Schutz des Klimas einsetzen. weiterlesen…

Klimawandel und Naturzerstörung gleichgewichtig

„Extreme Beschleunigung“ des Artensterbens

„Biodiversität – Neues Massenaussterben? Bis zu eine Million Arten bedroht“ titelte der Deutschlandfunk am 24.04.2019 und fuhr fort: „Wegen der fortschreitenden Umweltzerstörung ist nach Angaben der UNO bis zu eine Million Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.“ Das heißt, dass sie „in den kommenden Jahrzehnten“ verschwinden werden, wie es im Entwurf des UNO-Berichts zur weltweiten Artenvielfalt heißt. Man stehe kurz vor einer extremen Entwicklung. Viele Fachleute fürchten nämlich, dass zurzeit ein sogenanntes Massenaussterben stattfindet – das sechste der Erdgeschichte. Hauptgründe sind dem Papier zufolge unter anderem Abholzung, Bergbau, Fischerei und Klimawandel. Den Report will die in Bonn ansässige Zwischenstaatliche Plattform für Biodiversität und Ökosystemdienstleistungen („Biodiversitätrat“ – IPBES) bei einer am 29.04.2019 in Paris beginnenden Konferenz vorstellen. weiterlesen…

Nachhaltige Wasserstoffproduktion

CO2-frei und rentabel – klimafreundlicher

In einem Energiesystem mit Erneuerbaren Energien kann Wasserstoff eine Rolle als Treibstoff, Speicher und Stromnetzstabilisator spielen, wenn er nachhaltig produziert wird. Forscher der TU München und der Uni Mannheim legen nun dar, wie die Technologie mit flexiblen Produktionsanlagen und einer Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes zu einem wichtigen Baustein der Energiewende werden kann – so eine Medienmitteilung der TU München – und ein darauf beruhender Artikel in energiezukunft. weiterlesen…

Chemie für eine „grünere Zukunft“

Green Talents Award für CEC-Forscher

Wie wäre es, wenn man aus Abfall etwas machen könnte, das der Umwelt hilft? Mit dem man weniger fossile Brennstoffe verbraucht, das dabei hilft, saubere Energie herzustellen und sogar – wenn alles klappt – ermöglicht, große Mengen des Treibhausgases CO2 zu binden? Dieser mächtigen Frage hat sich Jesús Esteban Serrano vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion (MPI CEC) in Mülheim an der Ruhr gestellt und ist dafür bereits mehrfach ausgezeichnet worden. Mit einer einordnenden Schlussbemerkung von Solarify… weiterlesen…

ifo-Studie über E-Autos stark umstritten

Viel und heftige Kritik an der vom ifo-Institut veröffentlichten Studie

Laut einer Studie des Ifo-Instituts von Hans-Werner Sinn, Christoph Buchal und Hans-Dieter Karl verursacht ein Elektroauto deutlich mehr CO2 als ein Diesel. Mit diesem Befund steht die Untersuchung ziemlich allein da (siehe: solarify.eu/e-autos-als-co2-schleudern). Entsprechend gibt es scharfe Kritik an den Autoren der Studie. Konkret wurde untersucht, wie sich Mercedes C 220d und der neue Tesla Model 3 in Sachen CO2-Ausstoß schlagen. Das für die meisten Experten verblüffende Ergebnis: Der CO2-Ausstoß des Elektromotors liege „im günstigen Fall um etwa ein Zehntel und im ungünstigen Fall um ein gutes Viertel über dem Ausstoß des Dieselmotors“. weiterlesen…

Elektrobusse weit umweltfreundlicher

In China sparen sie mehr Diesel als alle Elektroautos zusammen

Tesla, Elektroautos überhaupt, sind ideal für die Umwelt, wenn sie mit regenrativem Strom fahren. Im Vergleich zu Elektrobussen verblassen sie jedoch: Laut einem Bericht von Bloomberg New Energy Finance (BNEF: „Forget Tesla, It’s China’s E-Buses That Are Denting Oil Demand“) werden Elektrobusse täglich 2019 erstaunliche 270.000 Barrel Dieselbedarf einsparen – jeden Tag, schreibt Marc Prosser auf dem amerikanischen Internet-Portal Singularity Hub. Die überwältigende Mehrheit der Elektrobusse – 99 Prozent – läuft in China, wo sich viele Megastädte den 100-prozentigen elektrisch betriebenen öffentlichen Verkehrsmitteln nähern. weiterlesen…

Auch Klimaschutz geht durch den Magen

Den ökologischen Fußabdruck reduzieren, ganz ohne Verbote – Waldkirch und Leutkirch wollen zeigen wie’s geht

Jeden Tag Schnitzel und Erdbeeren im Winter: Das muss nicht sein. Denn was nur die Wenigsten wissen: Ein Drittel unseres ökologischen Fußabdrucks entsteht rund ums Essen. Zwei Städte im Allgäu und Breisgau wollen das ändern – ganz ohne Vorschriften. KERNiG steht für: „Kommunale Ernährungssysteme als Schlüssel für städtische Nachhaltigkeit“. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium von 2016 bis 2019 gefördert. weiterlesen…