„Ein richtiger bayrischer ‚Spezl'“ – Robert Schlögl geht in Ruhestand

FHI: „Vielen Dank für die letzten 29 Jahre“

Seit dem 01.04.2023 sieht das Fritz-Haber-Institut in Berlin „etwas anders aus“, so eine Mitteilung auf der Internetseite des FHI. „Der Direktor der Abteilung für Anorganische Chemie hatte am 31.03.2023 seinen letzten Arbeitstag in dieser Position und ging dann in Ruhestand. Zwar startete er zu Beginn des Jahres seine Präsidentschaft in der Alexander von Humboldt-Stiftung, seine primär wissenschaftliche Karriere beendete er jedoch an diesem Tag“. 1994 sei Schlögl mit 39 Jahren als Direktor ans FHI gekommen und habe seitdem das Institut sowohl wissenschaftlich als auch institutionell maßgeblich mitgestaltet. Er hat 2012 das Portal Solarify aus der Taufe gehoben. weiterlesen…

Mit Privatflugzeug von Stuttgart nach Böblingen

Überflüssiger und klimaschädlicher Luxus

Privatflüge verursachen viel höhere CO2-Emissionen pro Passagierkilometer als kommerzielle Flüge (laut Transport & Environment fünf- bis vierzehnmal mehr). Diese Emissionen werden jedoch häufig nicht in die Politik zur Verringerung der Luftverkehrsemissionen einbezogen. Daher ist es wichtig, mehr Transparenz über die Emissionen der privaten Luftfahrt zu erhalten. Ein im Auftrag von Greenpeace durch das Forschungsinstitut CE Delft erstellter Bericht soll einen detaillierten Überblick über den privaten Luftverkehr und die damit verbundenen CO2-Emissionen in der EU27, Norwegen, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich geben weiterlesen…

Regierung startet Länder- und Verbändeanhörung zum Gebäudeenergiegesetz

Kabinettbefassung noch im April – Verbändekritik

Nach der politischen Einigung auf eine Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) am 31.03.2023 haben die zuständigen Ressorts, (Bundesbau- und Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium) laut einer Medienmitteilung vom 03.04.2023 die Länder- und Verbändeanhörung zur Gesetzesnovelle gestartet. Nach Abschluss dieser Konsultationsphase folgt dann in einem nächsten Schritt, ebenfalls noch im April 2023, die Kabinettbefassung. Der bne kritisiert H2-ready als „Etikettenschwindel“. weiterlesen…

Rügener Flüssiggas-Verladestation auf Eis

LNG-Terminal: BT-Haushaltsausschuss blockiert Mittel teilweise

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat am 30.03.2023 nur einen kleinen Teil der von der Bundesregierung beantragten Mittel für das LNG-Terminal vor Rügen freigegeben, indem er 240 Millionen Euro für die weitere Planung der Anschluss-Pipeline bewilligt, aber 1,5 Milliarden Euro für den Bau des Terminals selbst gesperrt hat. Der Baubeginn durch RWE ist damit vorerst gestoppt, er darf erst erfolgen, wenn der Bundestag die vollständigen Mittel für das Projekt freigibt. Die Deutsche Umwelthilfe fordert vollständige Absage der LNG-Pläne vor Rügen und einen Klimastresstest für alle weiteren geplanten LNG-Projekte. (Foto: LNG-Terminal-Schiff Höegh Esperanza vor WHV – © Gerd Harms) weiterlesen…

Mehrfamilienhäuser: Blinder Fleck der sozialen Wärmewende

Mietende in Mehrfamilienhäusern gezielt entlasten

Mehr als die Hälfte der deutschen Haushalte wohnt in Mehrfamilienhäusern. Davon leben achtzig Prozent zur Miete, fünfundfünfzig Prozent davon gehören zum unteren Einkommensdrittel. Sie sind besonders betroffen von Energiepreissteigerungen. In einer Untersuchung für die Rosa-Luxemburg-Stiftung hat das Öko-Institut deren Wohnsituation analysiert und die Wirkung der Entlastungspakete des vergangenen Jahres einschließlich der Gas- und Wärmepreisebremse aufgeschlüsselt. Die Analyse zeigt, dass Maßnahmen für besonders betroffene Gruppen zielgerichtet und nachhaltig sein müssen, um die Belastung zu reduzieren, den Energieverbrauch langfristig zu verringern und die Haushalte resilient gegenüber Energiepreissteigerungen zu machen. weiterlesen…

Batterierecycling: 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen

Forschende des KIT entwickeln preisgünstiges und umweltverträgliches mechanochemisches Wiederverwertungsverfahren

Aus Batterieabfällen bis zu 70 Prozent des Lithiums zurückgewinnen, ohne dass korrosive Chemikalien, hohe Temperaturen oder eine vorherige Sortierung der Materialien erforderlich sind, ermöglicht ein am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickeltes Recyclingverfahren, das mechanische Prozesse und chemische Reaktionen verbindet. Die Methode erlaubt ein kostengünstiges, energieeffizientes und umweltverträgliches Recycling unterschiedlichster Lithium-Ionen-Batterien. Die Forschenden berichteten open access in Nature Communications Chemistry. (Foto: Batterierecycling 70 Prozent des Lithiums zurückgewonnen – © Amadeus Bramsiepe, KIT) weiterlesen…

Regierung einigt sich doch – schneller als gedacht

Details der neuen Regeln für Bau und Reparatur von Heizungen

Die Ampekoalition hat sich nach dem fast dritägigen Ausschuss-Marathon erstaunlich schnell auf einen Kompromiss im Umgang mit fossilen Heizungen geeinigt. Demnach sollen ab 2024 neue Regeln für Bau und Reparatur von Heizungen gelten. Eine Austauschpflicht für existierende Öl- und Gasheizungen soll es, wie tagesschau.de und andere  aus Kreisen des Bundeswirtschaftsministeriums erfahren haben, nicht geben. Neu eingebaute Heizungen müssen mindestens zu 65 Prozent mit Erneuerbaren Energien betrieben werden. weiterlesen…

Mehr als 65 % Wechselrichter halten länger als 15 Jahre

Laut einer Untersuchung keine relevanten Ausfälle

Die Berner Fachhochschule hat erste Ergebnisse einer Online-Umfrage über die „Time to Failure“ (TTF) bezüglich Haltbarkeit und Leistung von PV-Wechselrichtern und Leistungsoptimierern für Wohngebäude über einen Zeitraum von 15 Jahren veröffentlicht (letztes Datum: 02.03.2023), so Emiliano Bellini auf PV-magazine am 13.02.2023 – nur 34,3 Prozent der Geräte fielen im entsprechenden Zeitraum erstmals aus.s. weiterlesen…

Bundesrat billigt Sonderabgabe auf Einwegkunststoff

Fonds gegründet

Der Bundesrat hat am 31.03.2023 die vom Bundestag beschlossene Sonderabgabe für Hersteller von bestimmten Einwegkunststoffen gebilligt. Plastik-Produzenten müssen laut bundesrat kompakt die Sonderabgabe künftig abhängig von der jeweils in Verkehr gebrachten Menge an Einwegkunststoffprodukten – zum Beispiel Getränkebecher, Plastiktüten, Essensverpackungen, aber auch Tabakfilter und Luftballons – in einen Fonds einzahlen. weiterlesen…

1,8 Mrd. Härtefallhilfen für Privathaushalte kommen

Bund und Länder einigen sich auf Verwaltungsvereinbarungen

Bund und Länder haben sich auf die Details einer Härtefallregelung für Privathaushalte, die nicht leitungsgebundene Energieträger nutzen, verständigt. Die hierfür notwendigen Verwaltungsvereinbarungen zwischen Bund und Ländern sind geeint und werden jetzt im nächsten Schritt unterzeichnet – so eine Medienmitteilung aus dem BMWK vom 30.03.2023. Der Bund stellt für die Härtefallregelung bis zu 1,8 Mrd. Euro über den Wirtschaftsstabilisierungsfonds zur Verfügung. Die Aufstellung der konkreten Programme und die Auszahlung erfolgen durch die Länder. weiterlesen…