EU-Übergewinnsteuer würde Bioenergie-Strom stilllegen

 Steuerpläne in der Kritik

Die Europäische Kommission hat am 14.09.2022 Vorschläge zur Bewältigung der Energiekrise vorgelegt. Demnach sollen unter anderem europäische Stromerzeuger alle Strommarkterlöse von mehr als 180 €/MWh an den Staat abtreten. Auch bei der Bioenergie sollen (mit Ausnahme von Biomethan) Einnahmen jenseits dieser Preisgrenze abgeschöpft werden. Zustimmen müssen nun die Energieminister der Mitgliedsländer. Sandra Rostek, Leiterin des Hauptstadtbüro Bioenergie, sieht die Vorschläge im Namen der Bioenergieverbände kritisch. weiterlesen…

Buch übers Reparieren

IÖW-Wissenschaftlerin Sabine Hielscher veröffentlicht mit Melanie Jaeger-Erben

Etwas Selberzumachen scheint voll im Trend zu liegen. Zu jeglichen Themen des alltäglichen Lebens finden sich Tutorials auf YouTube, Bauanleitungen auf Pinterest und Lifehack-Bücher im Buchladen. IÖW-Wissenschaftlerin Dr. Sabine Hielscher hat gemeinsam mit Nachhaltigkeitsforscherin Prof. Dr. phil. Melanie Jaeger-Erben ein Buch zum Thema „Selbermachen“ verfasst. Sie werfen die Frage auf: „Erleben wir gerade die Renaissance längst verloren geglaubter Kulturtechniken? Oder handelt es sich eher um einen durch mediale Aufmerksamkeit gestützten oder gar provozierten Trend?“ (Buchtitel: Melanie Jaeger-Erben, Sabine Hielscher – Verhältnisse reparieren – © transcript, UbanStudies, CC BY 4.0) weiterlesen…

Kreislaufwirtschaft: Recyclinggerechtes Bauen

Kostenloses Online-Tool „Recyclinggerechtes Konstruieren im Bauwesen“

Wie lässt sich recyclinggerechtes Bauen umsetzen? Mit steigender Knappheit von Baustoffen wird Materialeffizienz und Kreislaufwirtschaft in der Baubranche immer wichtiger. Die Recyclingfähigkeit von Gebäuden wird schon in der Planung festgelegt. Das neue kostenlose Online-Tool „Recyclinggerechtes Konstruieren im Bauwesen“ des VDI-Zentrums Ressourceneffizienz (VDI ZRE) zeigt Strategien, Werkzeuge und Beispiele aus der Praxis. weiterlesen…

Weitreichende Schritte der Regierung zur Energiesicherheit

Verstaatlichung und Treuhänderschaft

Am 21.09.2022 informierte die Bundesregierung – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – die Abgeordneten des Bundestags-Ausschusses für Klimaschutz und Energie über zwei weitreichende Weichenstellungen, welche die Energieversorgungssicherheit im Winter gewährleisten sollen: Minister Robert Habeck (Bündnis 90/Die Grünen) nutzte die Vorstellung der Haushaltsplanung 2023, um über den am Morgen bekanntgegebenen Staatseinstieg bei Uniper zu berichten – der Bund übernehme knapp 99 Prozent bei dem angeschlagenen Gasimporteur. Michael Kellner, Parlamentarischer Staatssekretär (B90/Grüne) erläuterte den Beschluss der Bundesregierung, den russischen Mehrheitseigner des PCK Schwedt beziehungsweise Rosneft Deutschland unter Treuhandverwaltung der Bundesnetzagentur zu stellen. weiterlesen…

Ausnahmen vom Immissionsschutz wegen Gasmangels gebilligt

„Umweltpolitisch zwar nicht zu begrüßen, aber unumgänglich“

Der Bundestags-Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz hat – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – in seiner Sitzung am 21.09.2022 den von der Bundesregierung geplanten Ausnahmen für Abfallbehandlungsanlagen vom Immissionsschutz zugestimmt. Die von der Bundesregierung vorgelegte erste Verordnung über Anlagen zur biologischen Behandlung von Abfällen (20/3213) wurden von den Koalitionsfraktionen von SPD, Grünen und FDP, sowie der CDU/CSU-Fraktion und der AfD-Fraktion bei Enthaltung der Fraktion Die Linke angenommen. weiterlesen…

Kohle und Abfälle sollen künftig CO2-Bepreisung unterliegen

Als Querschnittsinstrument erforderlich

Um die nationalen Klimaschutzziele Deutschlands zu erreichen, ist am 19.12.2019 als Teil des Klimapaketes der damaligen Bundesregierung das Gesetz über einen nationalen Zertifikatehandel für Brennstoffemissionen verkündet worden – zunächst für die Sektoren Wärme und Verkehr. Mit dem von der Bundesregierung vorgelegten und – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – am 20.09.2022 im Bundestagsausschuss für Klimaschutz und Energie behandelten Gesetzentwurf (20/3438) sollen nunmehr auch ab 2023 die Brennstoffe Kohle und Abfälle in das Gesetz aufgenommen werden. Die Aufhebung der bisherigen Brennstoffbeschränkung sichere eine umfassende CO2-Bepreisung aller fossilen Brennstoffemissionen durch das Brennstoffemissionshandelsgesetze (BEHG). weiterlesen…

Synthetische Kraftstoffe alltagstauglich

Gamechanger im Kampf gegen Klimawandel

Synthetische Kraftstoffe aus Erneuerbaren Energien können in großen Mengen hergestellt und schon heute in fast allen Fahrzeugen eingesetzt werden. Aus Erneuerbaren Quellen hergestellte synthetische Kraftstoffe, sogenannte reFuels, gelten als möglicher Gamechanger im Kampf gegen den Klimawandel. Denn reFuels versprechen nicht nur eine bis zu 90-prozentige CO2-Reduktion gegenüber herkömmlichen Treibstoffen, sie erlauben auch die weitere Nutzung der bestehenden Fahrzeugflotten mit Verbrennungsmotor – und der gesamten Tank-Infrastruktur von der Herstellung über den Transport bis zum Vertrieb. (Symbolbild: Synthetische Kraftstoffe: Zapfhähne für OME H2 und Solarstrom – © PPP Schlögl, MPI CEC) weiterlesen…

Rolle des Wasserstoffs als Energieträger im globalen Energiesystem

Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI

Wasserstoff und H2-Syntheseprodukten wird in der künftigen Klimapolitik eine große Bedeutung beigemessen. Doch wie könnte sich der Wasserstoffbedarf global entwickeln? Dieser Frage widmet sich eine neue Meta-Studie unter Koordination des Fraunhofer ISI, die im Rahmen des Forschungsprojekts HyPat mehr als 40 Energiesystem- und Wasserstoffszenarien neu ausgewertet hat. Die Studie macht dabei Aussagen zu den Bandbreiten der möglichen künftigen Entwicklung des Wasserstoffbedarfs weltweit, in der EU und China bis 2050 und unterscheidet verschiedene Nachfragesektoren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Szenarien mit ambitionierten Treibhausgas-Reduktionszielen. weiterlesen…

Erstmals natürlichen Wasserstoff als alternative Energiequelle untersucht

Projekt „HyAfrica“

Das Projekt „HyAfrica“ befasst sich mit der Erforschung der Vorkommen von natürlichem Wasserstoff in mehreren afrikanischen Ländern, um alternative Energie für lokale Gebiete bereitzustellen. Die langfristige gemeinsame Forschungs- und Innovationspartnerschaft zwischen der Europäischen Union und der Afrikanischen Union im Bereich der Erneuerbaren Energien (LEAP-RE) fördert laut einer Medienmitteilung des Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik IEE vom 19.09.2022 das Projekt mit einem Budget von fast einer Million Euro. HyAfrica ist das erste internationale Forschungsprojekt, das sich mit der Erforschung und dem Potenzial von natürlichem („weißem“) Wasserstoff als neuer Energiequelle befasst. weiterlesen…

Städte als Vorreiter für Ausbau von Elektromobilität

Untersuchung der Förderung in polnischen und deutschen Städten

Städte können zu Vorreitern beim Ausbau der Elektromobilität werden, wenn sie Programme auf europäischer und nationaler Ebene durch zusätzliche Maßnahmen vor Ort unterstützen. Nützlich sind zum Beispiel Nullemissionszonen, Vorteile beim Parken und Laden, die Elektrifizierung städtischer Fahrzeugflotten, schnelle Genehmigungen für Ladestationen sowie Informationskampagnen. Das zeigt eine Studie über die Förderung der Elektromobilität in Polen und Deutschland mit besonderem Augenmerk auf die Städte Berlin, Stuttgart, Warschau und Krakau vom 06.09.2022. weiterlesen…