Mainzer Landtag beschließt Solarpflicht

Ab 2023 für Gewerbeneubauten

Als erstes Gesetz in der neuen Wahlperiode hat der rheinland-pfälzische Landtag am 24.09.2021 mit den Stimmen der rot-gelb-grünen Fraktionen ein Landessolargesetz verabschiedet. Mit dem Gesetz wird ab dem 01.01.2023 eine Pflicht zur Installation einer Photovoltaikanlage auf Dächern von Gewerbeneubauten und auf zu errichtenden Überdachungen von neuen gewerbezugehörigen Parkplätzen ab 50 Stellplätzen eingeführt, berichtet der Landtag auf seiner Webseite. SPD, Grüne und FDP brachten den Gesetzesvorschlag vor der Sommerpause ein, den der Landtag nun verabschiedete. Der Solarverband in Rheinland-Pfalz fordert derweil ein Förderprogramm für Stecker-Solar-Geräte, schreibt Sandra Enkhardt auf pv magazine. weiterlesen…

Forschungspolitische Empfehlungen zum chemischen Kunststoffrecycling

DECHEMA mit neuem Papier

Chemisches Recycling ist ein wichtiger Baustein beim Aufbau der Kreislaufwirtschaft und zur Erreichung von Treibhausgasneutralität. Doch damit die Verfahren industriell eingesetzt werden können, bleibt noch einiges zu tun. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI), DECHEMA und PlasticsEurope Deutschland (PED) skizzieren in einem gemeinsamen Papier Wege zur Umsetzung und sprechen sich für eine gezielte Forschungsförderung im Zusammenhang mit Wasserstofftechnologien aus. weiterlesen…

„Wendepunkt für saubere Wasserstoffproduktion“

Neuer E-Katalysator identifiziert

Forscher der australischen Curtin University (Perth) haben nach eigenen Angaben „einen neuen, billigeren und effizienteren Elektrokatalysator für die Herstellung von grünem Wasserstoff aus Wasser identifiziert“, der eines Tages neue Wege für die großtechnische Erzeugung sauberer Energie eröffnen könnte – so eine Mitteilung am 17.09.2021 auf der Webseite der Universität. Bisher haben Wissenschaftler Edelmetallkatalysatoren wie Platin verwendet, um die Reaktion zur Aufspaltung von Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu beschleunigen. Die Curtin-Forscher haben nun herausgefunden, dass die Zugabe von Nickel und Kobalt zu billigeren, bisher unwirksamen Katalysatoren deren Leistung steigert, wodurch die zur Spaltung des Wassers erforderliche Energie gesenkt und die Wasserstoffausbeute erhöht wird. weiterlesen…

Europäische Glas-Glas-PV-Module besonders klimafreundlich

40 Prozent weniger CO2

In einer am publizierten Untersuchung haben Forscher des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE errechnet, dass in der Europäische Union hergestellte Silicium-PV-Module 40 Prozent weniger CO2 erzeugen als Module chinesischer Produktion. Mithilfe einer Lebenszyklusanalyse verglich das Forschungsteam die CO2-Fußabdrücke monokristalliner Solarmodule deutscher, europäischer und chinesischer Herstellung. Dabei fanden sie auch heraus, dass Glas-Glas-Module im Vergleich zu PV-Modulen mit Rückseitenfolien unabhängig von ihrem Produktionsstandort eine zusätzliche Emissionsreduktion von 7,5 bis 12,5 Prozent ermöglichen. weiterlesen…

Europäischer Champion für E-Auto-Batterien

Mercedes-Benz neuer Partner der Automotive Cells Company (ACC – Stellantis und TotalEnergies)

„Auf dem Weg in eine rein elektrische Zukunft“ beteiligt sich Mercedes-Benz nach eigenen Angaben am europäischen Batteriezellenhersteller Automotive Cells Company (ACC), um die Entwicklung und Produktion von Hochleistungsbatteriezellen und -modulen der nächsten Generation voranzutreiben. ACC ist Ergebnis der von Stellantis und TotalEnergies im Jahr 2020 ergriffenen und von den französischen, deutschen und europäischen Behörden unterstützten Initiative, einen europäischen Champion für Batterien für Elektrofahrzeuge zu schaffen. weiterlesen…

Hybridkraftwerk mit Wasserkraft und schwimmender PV

Plan eines norwegischen Konsortiums

Den Unternehmen zufolge ist das Projekt eine Weltpremiere: Der gleichzeitige Bau beider Anlagen soll helfen, eine Reihe von Parametern für die richtige Dimensionierung, Optimierung und Auslegung zu definieren und einen Maßstab für zukünftige Projekte dieser Art zu setzen, schreibt pv magazine International. Green Platform, ein von der norwegischen Regierung eingerichtetes Programm zur Beschleunigung des grünen Energiewandels, hat 79 Mio. NOK (7,7 Mio. €) für die Entwicklung des vom norwegischen Grünstromproduzenten Scatec zusammen mit Ocean Sun geleitete Forschungsprojekt mit umgerechnet rund 7,76 Millionen Euro bereitgestellt. (Foto: Patentierte schwimmende PV-Kraftwerke – © m.frdl. Genehmigung Ocean Sun) weiterlesen…

Essenzieller Energieträger der Energiewende

Grüner Wasserstoff

Wasserstoff – Herstellung, Einsatz und Verteilung – Mit diesen Fragen hat sich die Studie „Wasserstoff Technik Screening“ der FAU im Auftrag der N-ERGIE AG vom 23.09.2021 beschäftigt. Grundlegende Erkenntnis des Forschungsteams vom Lehrstuhl für Energieverfahrenstechnik: Grüner Wasserstoff, aus erneuerbaren Energien hergestellt, wird sich im Zuge der Energiewende zu einem essenziellen Energieträger entwickeln. Das gilt besonders für die Sektoren, die kaum über Alternativen verfügen, um Klimaneutralität zu erreichen. Im Gegensatz zum Sektor Mobilität, der sich weitgehend elektrifizieren lässt, sind dies Industrieprozesse sowie große Teile des Wärmemarkts. Ein geeigneter Weg auf dem Pfad der Klimaneutralität liegt darin, die Gasnetzinfrastruktur langfristig weiter zu nutzen und dort das heutige Erdgas zunehmend gegen klimaneutrale Energieträger wie Wasserstoff auszutauschen. weiterlesen…

Aus für Palmöl

Bundesregierung beschließt Ende ab 2023

Ab 2023 werden in Deutschland Biokraftstoffe aus Palmöl nicht mehr gefördert. Das Bundeskabinett hat laut einer Medienmitteilung aus dem BMU am 22.09.2021 die entsprechende Änderung der Bundesimmissionsschutzverordnung beschlossen. Anstelle des Palmöls fördert der Bund künftig fortschrittliche Biokraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen über eine Mindestquote. Diese Quote steigt bis 2030 stufenweise auf 2,6 Prozent an. Der Anteil von Biokraftstoffen aus Nahrungs- und Futtermitteln an der Treibhausgasminderungs-Quote hingegen darf die Obergrenze von 4,4 Prozent nicht überschreiten. (Foto: Ölpalme – © beyza poyraz, unsplash) weiterlesen…

Guardian: Chip-Industrie hat „schmutziges Klima-Geheimnis“

Die Halbleiterindustrie hat ein Problem: Die Nachfrage nach Siliziumchips für Smartphones, Fernseher und Windturbinen boomt zwar, doch der Preis dafür ist hoch: ein riesiger CO2-Fußabdruck, schreibt Pádraig Belton am 18.09.2021 im britischen Guardian. „Die Branche steht vor einem Paradoxon. Die Erreichung der globalen Klimaziele wird zum Teil von Halbleitern abhängen. Sie sind wesentlicher Bestandteil von Elektrofahrzeugen, Solaranlagen und Windturbinen. Aber die Chipherstellung trägt ihrerseits auch zur Klimakrise bei. Sie erfordert riesige Mengen an Energie und Wasser – eine Chipfabrik kann täglich Millionen Liter Wasser verbrauchen – und erzeugt gefährliche Abfälle.“ weiterlesen…

Bergwerk Gorleben schließt

Gemeinsame Pressemitteilung (Niedersächsisches Umweltministerium, Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung und Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH)

Mit dem Zwischenbericht Teilgebiete vom 28.09.2020 der Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) war der Salzstock Gorleben aus geologischen Gründen aus der Endlagersuche ausgeschieden. Seither prüften BGE und BMU, wie weiter mit dem Bergwerk Gorleben in Niedersachsen verfahren werden kann. Nun hat das BMU einer Medienmitteilung folgend entschieden, die BGE mit der Stilllegung des Bergwerks zu beauftragen. (Foto: Polizeieinsatz bei Demonstration gegen einen CASTOR-Transport bei Gorleben 1996 – © Hendrike – Eig. Werk, CC BY-SA 3.0, commons.wikimedia.org) weiterlesen…