Fraunhofer demonstriert Verfahren zu Produktion klimaneutraler Kraftstoffe aus Klärschlamm

EU-Forschungsprojekt zu alternativen Kraftstoffen abgeschlossen

Im Projekt „To-Syn-Fuel“ wurde ein vom Fraunhofer Institut UMSICHT entwickeltes Verfahren zur Herstellung von Kraftstoffen aus Biomassereststoffen im Demonstrationsmaßstab umgesetzt. Aus 500 Tonnen Klärschlamm wurden laut einer Medienmitteilung vom 05.10.2022 bislang mehr als 50.000 Liter biogenes Rohöl gewonnen. Der Bau eines Großdemonstrators im bayerischen Hohenburg (Landkreis Amberg-Sulzbach) wurde im Rahmen eines EU-Vorhabens von 11 europäischen Partnern mit 12,5 Millionen Euro gefördert. Zum Abschluss des Projekts absolvierte ein Testfahrzeug mit dem Kraftstoff eine Rundreise von mehr als 2.000 Kilometern durch Europa. (Foto: Fraunhofer Groß-Demonstrator für die dezentrale Konversion von Klärschlamm in Benzin- und Dieselkraftstoff, und die Erzeugung von grünem Wasserstoff – © Fraunhofer UMSICHT) weiterlesen…

Klimawandel macht diesjährige Sommerdürre 20x wahrscheinlicher

Katastrophe droht

Hohe Temperaturen, angeheizt durch den (anthropogenen) Klimawandel, trockneten in diesem Sommer die Böden der nördlichen Hemisphäre außerhalb der Tropen aus. Zu dem am veröffentlichten Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit daür im Steigen begriffen ist, kommt ein Team von Klimaforschenden unter der Leitung der ETH Zürich im Namen der World Weather Attribution Group (WWAG). weiterlesen…

„Die denkenden Untoten“

Schlafende Bakterien „berechnen“ ihre Rückkehr zum Leben

Bakteriensporen überleben extreme Umweltbedingungen und bekommen in scheinbar leblosem Zustand nichts von ihrer Außenwelt mit. Dennoch nehmen sie positive Umweltreize wahr und können bei günstigen Bedingungen binnen kurzem wieder keimen. Wie das geht, zeigt nun eine Untersuchung von Wissenschaftlern der Universität von California San Diego in La Jolla: Die Bakteriensporen nutzen ein gespeichertes elektrochemisches Potenzial, das sich in Reaktion auf wiederholte positive Reize langsam abbaut, bis ein Schwellenwert erreicht ist, der die Keimung auslöst. Wenn die Bedingungen günstig sind, können Sporen, die jahrelang geschlummert haben, innerhalb von Minuten wieder zum Leben erwachen. (Bild: Bacillus Subtilis-Sporen – © Y tambe (original uploader) – Eig. Werk, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 3.0) weiterlesen…

Röntgenquellen wie BESSY II beschleunigen Erzeugung grünen Wasserstoffs

Grüner Wasserstoff: Raschere Fortschritte durch moderne Röntgenquellen

Mit der Elektrokatalyse von Wasser lässt sich elektrische Energie aus Sonne oder Wind zur Erzeugung von grünem Wasserstoff nutzen und so speichern. Ein Überblicksbeitrag in Angewandte Chemie zeigt, dass moderne Röntgenquellen wie BESSY II die Entwicklung von passenden Elektrokatalysatoren vorantreiben können. Vor allem lassen sich mit Hilfe von Röntgenabsorptionsspektroskopie die aktiven Zustände von katalytisch aktiven Materialien für die Sauerstoffentwicklungsreaktion bestimmen – ein wichtiger Beitrag, um effiziente Katalysatoren aus günstigen und weit verbreiteten Elementen zu entwickeln. (Grafik: Manganoxide in verschiedenen strukturellen Varianten – spannende Materialklasse für Elektrokatalysatoren – © M. Risch, HZB) weiterlesen…

Eisen als Energiespeicher

Metallpulver: umweltfreundlicher Brennstoff der Zukunft?

Teams von Max-Planck-Institut für Eisenforschung und Technischer Universität Eindhoven untersuchten, wie Eisen zur Speicherung und zum Transport von Energie genutzt werden kann. Nachhaltige Energie kann aus Wind, Sonne und Wasser gewonnen werden. Solche erneuerbaren Energiequellen sind jedoch wetterabhängig: In Spitzenzeiten von Wind und Sonne wird überschüssige Energie erzeugt, die in Zeiten mit weniger Wind und Sonnenschein benötigt wird. Doch wie lässt sich diese überschüssige Energie effizient speichern und transportieren? (Bild: Eisenpulver als nachhaltiger Energieträger in einem Brenner im Industriemaßstab – © Laurine Choisez, Max-Planck-Institut für Eisenforschung GmbH) weiterlesen…

Förderaufrufe von BMWK und BMBF

Gemeinsamer Förderaufruf zu Grünem Wasserstoff und Grüner Chemie – BMWK fördert Wärmepumpen

Zur Sitzung des deutsch-niederländischen Klimakabinetts stellen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und das für Wirtschaft und Klimaschutz am 04.10.2022 den neuen Förderaufruf „Electrochemical Materials and Processes for Green Hydrogen and Green Chemistry“ (ECCM) vor. Gemeinsam mit dem niederländischen Forschungsrat rufen sie dazu auf, Vorschläge für Forschungsprojekte im Bereich der elektrochemischen Materialien und Prozesse für Grünen Wasserstoff und Grüne Chemie einzureichen. Am 07.10.2022 ruft das BMWK mit einer weiteren Forschungsinitiative Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu technologischen Innovationen im Bereich klimaneutraler Wärme und Kälte auf. Wärmepumpen spielen hier eine Schlüsselrolle, denn sie sind vielfältig einsetzbar. weiterlesen…

Ein „heiliger Gral“ der physikalischen Chemie gelöst

Iaraelischer Wissenschaftler löst nach 17 Jahren Forschung Grotthuss-Mechanismus

Prof. Ehud Pines von der Ben-Gurion-Universität des Negev ist Bilderstürmer, so eine Medienmitteilung vom 29.10.2022. Wie sonst könnte man einen Wissenschaftler nennen, der 17 Jahre lang hartnäckig nach der Lösung eines mehr als 200 Jahre alten Chemieproblems suchte, das seiner Meinung nach nie zufriedenstellend beantwortet wurde, und dabei Methoden anwandte, von denen kein anderer Wissenschaftler glaubte, sie könnten zur Wahrheit führen? Jetzt hat er Recht bekommen, denn Angewandte Chemie hat einen Artikel veröffentlicht, in dem beschrieben wird, wie sein Experiment von einer anderen Forschergruppe nachgestellt wurde, während es geröntgt wurde, um die Lösung zu finden, für die Prof. Pines die ganze Zeit plädiert hat. weiterlesen…

über den Umgang mit sozialen Medien in der Krisenbewältigung

Wissenschaftler veröffentlichen Untersuchung der Flutkatastrophe 2021

Im Katastrophenfall sind Social-Media-Plattformen Fluch und Segen zugleich. Hier überschlagen sich Meldungen und Posts über das Ereignis – manche sind wertvoll, andere falsch. Diese Vielzahl an Informationen für Krisenstäbe und Einsatzleitungen auszuwerten und die hilfreichsten zur Verfügung zu stellen, ist Aufgabe sogenannter Virtual Operations Support Teams, kurz VOST. Welche Rolle diese Teams bei der Flutkatastrophe 2021 in Wuppertal übernommen haben, haben Wissenschaftler der Bergischen Universität nun in einer Untersuchung ausgewertet. weiterlesen…

Arktischer Ozean künftig auch im Sommer versauert?

AWI-Untersuchung befürchtet, der Klimawandel könnte jahreszeitliche Versauerung des Arktischen Ozeans verschieben und intensivieren

Die Meere unseres Planeten haben in den vergangenen 200 Jahren mehr als ein Viertel des vom Menschen verursachten Kohlendioxids aus der Atmosphäre aufgenommen. Das hat dazu geführt, dass sie seit Beginn der industriellen Revolution um fast 30 Prozent saurer geworden sind. Der pH-Wert des Wassers ist dabei allerdings nicht immer gleich, er schwankt abhängig von Jahreszeit und Region. Die niedrigsten Werte treten natürlicherweise im Winter auf. Das könnte sich aber ändern, denn mit dem Klimawandel kann sich dieser Wert in den Sommer verlagern, wie ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des Alfred-Wegener-Instituts nun zeigen konnte. Mit weitreichenden Folgen für das Leben im Ozean, wie sie in Nature schreiben. weiterlesen…

Aus altem Polyurethan neues herstellen

…und den Materialkreislauf von PUR-Hartschäumen schließen

Wie lassen sich Polyurethan-(PUR)-Dämmstoffe aus Alt-Kühlschränken künftig in industriellem Maßstab in den Stoffkreislauf zurückführen, statt sie (nur) „energetisch zu verwerten“, also zu verbrennen? Das Recycling dieser Post-Consumer-Abfälle ist Gegenstand einer Kooperation von KraussMaffei, RAMPF, REMONDIS und BASF. weiterlesen…