Grundlastfähig und erneuerbar

Tiefe Geothermie als Gamechanger für die Wärmewende

Deutschland kann bei der Wärmewende entschiedener und effizienter vorangehen, deshalb appelliert ein Bündnis aus Erneuerbaren-Energien-Verbänden und Verbänden der Energiewirtschaft an die Politik. Während das Land vor dem Hintergrund der aktuellen Gaspreiskrise mit Sorge auf den nächsten Winter blickt, wächst der Anteil der Erneuerbaren Energien im Wärmesektor seit Jahren nur langsam. Die Tiefe Geothermie kann als grundlastfähige und klimaneutrale Technologie Abhilfe schaffen – so eine Medienmitteilung des Bundesverbandes Geothermie (BVG) vom 01.06.2022. weiterlesen…

Jede Kilowattstunde zählt

Energiesparen trotz Umstiegs auf Erneuerbare Energien

Private Haushalte leisten einen wichtigen Beitrag zur Energiewende, wenn sie eine Photovoltaikanlage anschaffen, Ökostrom oder erneuerbare Wärme nutzen. Doch beim Umstieg auf diese umweltfreundlichen Energieträger kann es zu einem unerwünschten Nebeneffekt kommen: Der Energieverbrauch dieser Haushalte steigt im Schnitt an, wie das vom Bundesforschungsministerium geförderte Projekt EE-Rebound belegt, so eine Medienmitteilung vom 31.05.2022 des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW). weiterlesen…

Über zwei Milliarden mehr für Bildung und Forschung als 2019

Ministerin Bettina Stark-Watzingers Rede zum Forschungs-Haushalt 2022

Bildungs- und Forschungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) rechnete am 02.06.2022 in ihrer Rede vor, dass die Ampel mit ihren für 2022 eingeplanten 20,3 Milliarden Euro über zwei Milliarden mehr für Bildung und Forschung ausgeben werde als die Große Koalition 2019 – vor Beginn der Corona-Pandemie. Kritik am Etatentwurf für den Einzelplan 30 hatte die Union geübt: Thomas Jarzombek hielt der Ministerin vor, die erste Ministerin seit langem in diesem Ressort zu sein, die Kürzungen habe hinnehmen müssen. (Bild: Screenshot © Bundestagsfernsehen) weiterlesen…

Spanien führt Herkunftsnachweissystem für grüne Gase ein

Kabinett billigt Zertifizierung von Biogase

Ein am 17.05.2022 auf Antrag des Ministeriums für den ökologischen Übergang und die demografische Entwicklung (MITECO) verabschiedeter königlicher Erlass (real decreto) soll es ermöglichen, Gase erneuerbaren Ursprungs wie Biogas, Biomethan oder Wasserstoff zu identifizieren und zu zertifizieren, und zwar mit einem System, das dem für erneuerbaren Strom ähnelt. Mit der neuen Verordnung werden eine Zählung der Gasproduktionsanlagen aus erneuerbaren Quellen und ein Erzeugerausschuss eingerichtet. Der königliche Erlass legt auch neue Ziele für Biokraftstoffe im Verkehr fest, die bis 2026 12 % des Verbrauchs erreichen sollen. weiterlesen…

Licht gefangen in unsichtbaren Fesseln

Anderson-Lokalisierung experimentell nachgewiesen

Physikern der Universität Rostock gelang in Kooperation mit Technion, dem israelischen Institut für Technologie, der erste experimentelle Nachweis eines neuartigen physikalischen Effekts, der Lichtwellen daran hindert, sich räumlich auszubreiten. Bisher ging man davon aus, dass dieser Effekt zu schwach sei, um Licht tatsächlich einzusperren: Die Entdeckung des Wissenschaftlerteams zeigt, dass auch für das Licht nahezu unsichtbare Strukturen die Ausbreitung von Lichtwellen dramatisch beeinflussen können. Die Ergebnisse wurden am 25.05.2022 in Science Advances veröffentlicht. weiterlesen…

Marktfähige Power-to-X-Technologien entwickeln

NRW-Landesregierung fördert Aufbau einer offenen Versuchsplattform mit 5,3 Mio.

Im Rahmen eines neuen Projektes des Spitzenclusters Industrielle Innovationen (SPIN) entsteht eine offene Versuchsplattform für die Entwicklung von Power-to-X-Technologien. Untersucht werden dabei Möglichkeiten, CO2-haltige Abgasströme zunächst in ein Synthesegas aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff und dann in verschiedene Produkte für die Chemie-, Kraftstoff- und Kunststoffindustrie umzuwandeln. Die nordrhein-westfälische Landesregierung fördert das Vorhaben mit 5,3 Mio. Euro. weiterlesen…

SPARTACUS macht Batterien stark

Batterietechnik arbeitet mit Sensoren, um inneren Status festzustellen

Häufiges Auf- und Entladen und damit verbundene Alterungsprozesse beeinträchtigen die Leistung von Batteriezellen und verkürzen ihre Lebensdauer. Im Forschungsprojekt SPARTACUS nutzen Forschende des Fraunhofer ISC eine Reihe unterschiedlicher Sensoren, die den internen Status der Batteriezellen beobachten. Die Daten ermöglichen dem Batteriemanagement-System, Lade- und Entlade-Prozesse und die Belastung einzelner Zellen im Batteriemodul zu optimieren. Dadurch lässt sich das Aufladen deutlich beschleunigen – und sogar die Lebensdauer der Akkus verlängern. weiterlesen…

Ein Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft?

Katalytische Dekonstruktion von PET durch Zirkonium-Metallorganisches Gerüst

Polyethylenterephthalat (PET), einer der verbreitetesten Kunststoffe, landet ausgedient meist auf Mülldeponien, in der Umwelt oder wird verbrannt, die Recyclingrate ist immer noch sehr niedrig. In Angewandte Chemie berichtet ein Forschungsteam der Northwestern University, Illinois, jetzt von einer Zirkonium-basierten metallorganischen Gerüstsubstanz, die einen Abbau von PET in seine Monomere katalysiert. Diese können erneut zu hochwertigem PET verarbeitet werden, sodass eine Kreislaufwirtschaft aufgebaut werden könnte. (Grafik: Katalytische Dekonstruktion von PET durch Zirkonium-Metallorganisches Gerüst – Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft? – © m.frdl. Genehmigung, Angewandte Chemie, Wiley-VCH) weiterlesen…

Effizienteste Solarzelle der Welt entwickelt

Fraunhofer ISE erreicht 47,6 Prozent Wirkungsgrad

Fraunhofer-ISE-Forschern ist es gelungen, mit Hilfe einer neuen Antireflexbeschichtung die Effizienz der bisher besten Vierfachsolarzelle von 46,1 auf 47,6 Prozent bei 665-facher Sonnenkonzentration zu erhöhen. Ein Meilenstein, denn es gibt gegenwärtig weltweit keine effizientere Solarzelle. Vorgestellt werden die Ergebnisse am 30.05.2022 beim 2. Internationalen TandemPV Workshop in Freiburg. (Foto: 47,6-Prozent-Solarzelle – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Umwandlung von CO2 in energiereiche langkettige Verbindungen durch hybrides Elektro-Biosystem

Möglichkeit, Umweltprobleme zu lösen und Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen

Das künstliche CO2-Upcycling in Produkte mit hohem Mehrwert stellt eine Möglichkeit dar, Umweltprobleme zu lösen und eine Kreislaufwirtschaft zu verwirklichen – so eine Medienmitteilung des Shenzhen Institute of Advanced Technology der Chinese Academy of Sciences. Im Vergleich zu den leicht verfügbaren C1/C2-Produkten stellt die effiziente und nachhaltige Synthese von energiereichen, langkettigen Verbindungen aus CO2 jedoch immer noch eine große Herausforderung dar. weiterlesen…