„Schon 77 Prozent des arktischen Meereises weggeschmolzen“

Neue Geomar-Chefin: CO2 im Meeresboden speichern

Eisberge, Grönland vor dem Schmelzen - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyIm Kampf gegen die Erderwärmung werde eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes nicht ausreichen – davon ist die designierte Wissenschaftliche Direktorin des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung in Kiel, Katja Matthes, überzeugt. Die Klimaforscherin plädierte deshalb dem SPIEGEL gegenüber für einen umstrittenen Ansatz. Zum Schutz des Klimas sollte nach ihrer Ansicht Kohlendioxid im Meeresboden gespeichert werden. Die Kieler Nachrichten nennen die Technik ebenfalls „sehr umstritten“. Und neu ist der Vorschlag auch nicht. weiterlesen…

Strategische Weichenstellungen für den Klimaschutz

dena kündigt neue Leitstudie zur Klimaneutralität an

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) startet eine neue Leitstudie zum Aufbruch in die Klimaneutralität. Ziel der Studie ist es, branchen- und sektorenübergreifende Wege und Möglichkeiten für Weichenstellungen der 2020er Jahre zu identifizieren. Die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen haben sich seit der ersten dena-Leitstudie Integrierte Energiewende deutlich verändert. weiterlesen…

Dichtes Blätterdach schützt vor steigenden Temperaturen

Ökologen der Universität Jena erforschen in internationalem Team die Klimaerwärmung des Waldes

Ein Großteil aller landlebenden Tier- und Pflanzenarten weltweit lebt in Wäl­dern und dort oft im Unterwuchs oder im Boden. Standardisierte Wetterstationen, die wertvolle Informationen zur Klimaerwärmung sammeln, stehen allerdings in der Regel auf freiem Feld und messen Temperaturen in etwa zwei Meter Höhe. Die von ihnen geliefer­ten Daten sind somit für den Wald – eines der wichtigsten Ökosysteme der Erde – nur bedingt aussagekräftig. Denn wie jeder weiß, der schon einmal im Schatten von Bäumen spazieren gegangen ist, herrscht hier ein anderes Klima. Ein internationales Forschungs­team hat nun erstmals die Klimaerwärmung unter dem Kronendach – und damit den Un­terschied zum Freiland – mit handfesten Zahlen bestimmt. Ihre Ergebnisse veröffentlich­ten die Wissenschaftler, unter ihnen Experten der Friedrich-Schiller-Universität Jena, im „Science“. weiterlesen…

Einfluss von COVID-19-Folgen auf globale CO2-Werte

Nur verschwindend geringe Abweichung von 0,5 ppm

Ein Rückgang des weltweiten Verbrauchs fossiler Brennstoffe wurde durch die Einschränkung von Reisen und gesellschaftlichen Zusammenkünften als Reaktion auf die Verbreitung des Coronavirus ausgelöst. Wie wird sich dieser Rückgang in den atmosphärischen Kohlendioxidmesswerten widerspiegeln, die den als Keelingkurve bekannten Datensatz bilden, der von Wissenschaftlern der Scripps Institution of Oceanography an der University of California in San Diego verwaltet wird? Am 03.05.2020 verzeichnete das Mauna-Loa-Observatorium auf der hawaiianischen Insel Big Island den neuen Tageshöchststand von rund 418 ppm. Im Januar 2020 hatte der Höchstwert bei 415 gelegen. weiterlesen…

Was bedeutet Dekarbonisierung für europäische Energieregionen?

Start des Forschungsprojekts CINTRAN unter Leitung des Wuppertal Instituts

Führt ambitionierte Klimaschutzpolitik in europäischen Energieregionen zu hoher Arbeitslosigkeit und sozialer Erosion? Verschafft der Kohleausstieg dort populistischen Bewegungen Auftrieb und schürt antidemokratische Ressentiments? Entwickeln diese Regionen geeignete Strategien im Umgang mit dem anstehenden Wandel ihrer kohlenstoffintensiven Wirtschaft? Diese und weitere übergreifende Fragen wird das Wuppertal Institut mit 13 Projektpartnern innerhalb des neuen Forschungsprojekts CINTRAN bearbeiten. Die Forschenden wollen ein besseres Verständnis der Muster und Dynamiken von Transformationsprozessen schaffen, die mit der Dekarbonisierung (Korrektere sagen „Defossilisierung“) Europas einhergehen, um anschließend konkrete Handlungsempfehlungen geben zu können. (Foto: Kohlekraftwerk Niederaußem – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

Trotz Corona CO2-Gehalt der Atmosphäre weiterhin auf Rekordkurs

Mojib Latif: Gebot der Stunde – „Wirtschaft fördern und gleichzeitig CO2-Ausstoß deutlich verringern“

Aufgrund des Shutdowns sinken die Treibhausgas-Emissionen zwar kurzfristig, die CO2-Konzentration in der Atmosphäre steigt jedoch weiter – möglicherweise nur etwas langsamer. Das zeigen auch die Messwerte vom Umweltbundesamt in Deutschland. Das Deutsche Klima-Konsortium betont daher in seinem Statement, wie wichtig eine konsequente Klimapolitik gerade jetzt ist. weiterlesen…

Echtzeit-Einblicke in die Methanolsynthese

Dynamischer Betrieb einer Miniplant-Anlage am Fraunhofer ISE

Methanol wird mit einer aktuellen Jahresproduktion von mehr als 100 Mio. t als chemischer Energieträger im Zuge der Energiewende an Bedeutung gewinnen. Im Rahmen seines Projekts „Power-to-Methanol – Grünes Methanol“ hat das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE schon im Dezember 2019 erfolgreich eine Miniplant-Anlage zur Methanolsynthese, also der Herstellung von Methanol aus Wasserstoff und CO2, in Betrieb genommen. (Foto: Scale-Down-Miniplant zur Erforschung der Methanolsynthese am Fraunhofer ISE – © Fraunhofer ISE) weiterlesen…

Kühltürme des AKW Philippsburg gesprengt – NGO kommentieren

BUND: Spektakuläres Ende eines Risiko-Meilers – doch Probleme mit Atomenergie bleiben – Greenpeace-Aktivisten protestieren für Energiewende

Mit der Sprengung der beiden Kühltürme des AKW Philippsburg hat einer der störanfälligsten Meiler Deutschlands am 08.05.2020 ein spektakuläres Ende – so eine Medienmitteilung des BUND. Mit einer Projektion auf die Kühltürme haben Greenpeace-Aktivisten in der Nacht unmittelbar vor der Sprengung der beiden 153 Meter hohen Kühltürme des Atomkraftwerks „Platz schaffen für die Energiewende“ gefordert. Erst im vergangenen Dezember war das AKW in Baden-Württemberg vom Netz gegangen. Mehr als dreißig Jahre lief das Kraftwerk, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstieß. Die Reaktoren wurden 2011 und 2019 im Rahmen des Atomausstiegs stillgelegt und werden seitdem zurückgebaut. „Jetzt müssen auch die Fesseln gesprengt werden, die den Ausbau von Wind- und Sonnenkraft in Deutschland behindern“, sagt Greenpeace-Sprecher Michael Meyer-Krotz. weiterlesen…

Green Deal zu schwarzen Bedingungen

Kommissionschefin von der Leyen und Kanzlerin Merkel wollen schärfere Klimaziele. Doch CDU/CSU unterhöhlen den Plan mit vielen Ausnahmen.

Die CDU/CSU-Fraktion im Bundestag hat ihre Bedingungen formuliert, unter denen sie den „Green Deal“ der EU-Kommission unterstützt: Demnach soll es mehr Klimaschutz und Nachhaltigkeit nur geben, wenn Deutschland unter anderem bei den künftigen CO2-Einsparungen entlastet wird, wie Bernhard Pötter am 13.05.2020 in der taz schrieb. weiterlesen…

Die Wissenschaft meldet sich zu Wort

Ernst Ulrich von Weizsäcker im Interview des forum Nachhaltig Wirtschaften
– mit freundlicher Genehmigung

Die aktuelle Pandemie hat Wissenschaftler zu vielbefragten Stars in den Fernsehstudios gemacht. Der Ehrenpräsident des Club of Rome war das schon lange vorher. Spätestens seit dem Entstehen der Fridays for Future-Bewegung, haben Wissenschaftler aktiv das Wort ergriffen und als Netzwerk der Scientists for Future (S4F) Klartext in Sachen Klimawandel gesprochen. forum Nachhaltig Wirtschaften kooperiert mit diesem Zusammenschluss von mehr als 26.800 Wissenschaftlern aller Disziplinen und stellt Forscher und Konzepte vor, die positive Denkanstöße für die notwendige Transformation geben und vorleben. weiterlesen…