Zahl der Elektroautos steigt weltweit von 3,4 auf 5,6 Millionen

Wachstum beschleunigt sich weiter. Deutsche Hersteller unter den Top 10

Anfang 2019 ist der Bestand an Elektroautos weltweit auf 5,6 Millionen gestiegen – ein Plus von 64 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Wachstum hat sich damit zum zweiten Mal in Folge beschleunigt. Markttreiber sind vor allem China und die USA: Das Reich der Mitte liegt bei den Gesamtzahlen mit 2,6 Millionen E-Autos weiter unangefochten auf Platz 1 weltweit. Danach folgen die USA mit 1,1 Millionen. In Deutschland rollen jetzt knapp 142.000 Stromer über die Straßen. Die neuen Zahlen gehen aus einer aktuellen Erhebung des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) hervor. Nach Angaben der Wissenschaftler stammen die meisten Neuzulassungen, knapp 234.000, von Tesla. Danach folgen die chinesischen Marken BYD und BAIC. Erfolgreichster deutscher Hersteller war BMW mit fast 87.000 Elektroautos auf Platz 6. VW liegt auf Rang 9. weiterlesen…

Amprion und OGE starten Sektorenkopplung auf Systemebene

100-Megawatt Power-to-Gas-Projekt

Mit ihrem Power-to-Gas-Projekt „hybridge“ wollen Amprion und Open Grid Europe (OGE) gleichlautenden Medienmitteilungen zufolge die Sektorenkopplung auf Systemebene starten. In hybridge soll ein Elektrolyseur in der 100-Megawatt-Klasse erreichtet und eine Wasserstoffinfrastruktur im Landkreis Emsland aufgebaut werden. „Wir sind mit der Planung so weit, dass wir in die Genehmigungsphase eintreten können“, sagte Thomas Hüwener (Foto li.), Mitglied der Geschäftsführung von OGE, bei der Vorstellung des Projekts am 11.02.2019 in Berlin. weiterlesen…

Naturschutz und Energiewende kein Widerspruch

Bundesamt für Naturschutz legt „Erneuerbare Energien Report“ vor

Der Report beruht auf den Ergebnissen von mehr als 40 Vorhaben des Forschungsschwerpunkts „Naturschutz und Erneuerbaren Energien“ am BfN. Mit dem aktuellen Überblick zeigt das BfN viele Möglichkeiten auf, wie der tiefgreifende Umbruch der Energieversorgung in Einklang mit dem Naturschutz gestaltet werden kann. Im Mittelpunkt stehen dabei die Aspekte „Fläche“ und „Landschaft“. Denn die hohe Anzahl und die weite räumliche Verbreitung von Anlagen Erneuerbarer Energien tragen zum Wandel von Landnutzung und Landschaftsbild bei, sie bergen außerdem Risiken für bestimmte Arten und ihre Lebensräume. Aktuell ist beispielsweise zu beobachten, dass für die Erneuerbaren Energien zunehmend naturnahe Flächen wie beispielsweise Wälder oder extensiv genutztes Grünland in Anspruch genommen werden. weiterlesen…

Weltweit 500 GW PV installiert – deutscher Markt wächst um 68 Prozent

Extrem gesunkene Preise machen PV vielfach zu günstigstern Energieform – Deutschland dennoch mit Nachholbedarf

Die Photovoltaik-Technologie hat einen neuen Meilenstein erreicht: Weltweit sind Solarstromanlagen mit einer Leistung von insgesamt 500 Gigawatt installiert. Im Jahr 2018 kamen rund 100 Gigawatt hinzu. Das gab der Bundesverband Solarwirtschaft am 25.01.2019 auf Basis aktueller Markteinschätzungen bekannt (vgl. Pressegrafik). 2018 gingen 2.960 MW PV neu in Betrieb – 68 Prozent mehr als im Vorjahr. 2018 deckte die Photovoltaik bereits rund acht Prozent des deutschen Stromverbrauchs. Kohle- und Atomausstieg erfordern allerdings die Verdreifachung des Solarenergie-Ausbautempos – so der Branchenverband. weiterlesen…

Bis 2060 doppelter Rohstoffverbrauch

OECD: Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences

Der globale Verbrauch von Rohstoffen wird sich aufgrund der expandierenden Weltwirtschaft und steigender Lebensstandards bis zum Jahr 2060 nahezu verdoppeln – von heute 90 auf 167 Gigatonnen im Jahr 2060. Diese projizierte Zunahme bei der Gewinnung und Verarbeitung von Rohstoffen wie Biomasse, fossilen Brennstoffen, Metallen und nichtmetallischen Mineralien würde Luft, Wasser und Boden sehr viel stärker verschmutzen und so erheblich zum Klimawandel beitragen. Der OECD-Bericht „Global Material Resources Outlook to 2060: Economic Drivers and Environmental Consequences“ präsentiert globale Prognosen zur Materialnutzung und ihren Umweltauswirkungen, und zwar auf globaler, sektoraler und regionaler Ebene für 61 verschiedene Materialien (Biomasse-Ressourcen, fossile Brennstoffe, Metalle und nichtmetallische Mineralien). Er erläutert die wirtschaftlichen Faktoren, welche die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Materialverbrauch bestimmen, und bewertet, wie sich die prognostizierten Verschiebungen der Wirtschaftstätigkeit auf den Einsatz verschiedener Materialien auswirken. weiterlesen…

Altmaier: „Stromautobahnen Lebensadern der Energiewende“

Dritte Netzausbaureise

Am 08.02.2019 führte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier seine dritte Netzausbaureise durch. Vor Antritt zeigte er sich überzeugt: „Die großen Stromautobahnen werden die Lebensadern der Energiewende. Wir brauchen hier die Unterstützung aller – Bund, Länder, Kommunen. Aber besonders auch der Bürgerinnen und Bürger vor Ort.“ weiterlesen…

Verbände: Biomasse-Stromerzeugung jetzt stabilisieren

Stabilisierungspfad gefordert

Um das Ziel von 65 % Erneuerbare Energien bis 2030 zu erreichen, fordern vier Bioenergieverbände von der seit Januar beratenden Bundestags-Arbeitsgruppe „Akzeptanz/Energiewende“ einen „Stabilisierungspfad, der die Ausbauvolumina so bestimmt, dass die Stromerzeugung aus Biomasse auf heutigem Niveau bewahrt und der bestehende Anlagenpark optimiert wird.“ Die Stromerzeugung aus Biomasse sei mit 8,5% (50 TWh) des deutschen Brutto-Stromverbrauchs nach der Windenergie an Land (14,6%) und noch vor der Photovoltaik (6,6%) immerhin eine der bedeutendsten Ökostrom-Technologien. Sie trage zudem im Zusammenspiel mit den anderen volatilen Erneuerbaren Energien zur Dämpfung der Gesamtkosten eines Stromsystems mit hohen EE-Anteilen bei. weiterlesen…

Umstrittenes Staatsziel Klimaschutz

Auch Atomausstieg in Verfassung?

Die Forderung der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, mit einer Änderung des Grundgesetzes eine verfassungsrechtliche Stärkung des Klimaschutzes zu erreichen, trifft bei Experten auf unterschiedliches Echo. Das wurde – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – während einer öffentlichen Anhörung des Innenausschusses am 11.02.2019 deutlich. Laut einem von den Grünen vorgelegten Gesetzentwurf (19/4522) soll in den Artikel 20a des Grundgesetzes „konkretisierend und mit klarstellender Wirkung“ eingefügt werden, „dass die internationalen Zielvorgaben und Verpflichtungen bei der Erfüllung der Schutzpflicht verbindlich sind“. Zugleich soll „der bestehende Konsens zum Ausstieg aus der Atomenergie auf Ebene der Verfassung festgeschrieben“ werden. weiterlesen…

Enel verdiente 2018 dank EE-Geschäft

Erneuerbare sichern Gewinn

Der italienische Energiekonzern Enel hat 2018 von einem starken Geschäft mit Erneuerbaren Energien profitiert. Laut einer Enel-Medienmitteilung glich die Stärke der Erneuerbare-Energien-Geschäfte negative Wechselkurseffekte im Ausland aus. Wie die Enel SpA mitteilte, stieg das EBITDA auf 16,3 Milliarden Euro von 15,7 Milliarden im Jahr 2017. Der Umsatz legte auf 75,6 von 74,6 Milliarden Euro (2017) zu. Analysten hatten allerdings 76,64 Milliarden Euro prognostiziert. Laut Enel glich die Stärke der Erneuerbare-Energien-Geschäfte in Italien, Spanien und Südamerika negative Wechselkurseffekte mehr als aus. weiterlesen…

Ab 1492 Erdabkühlung statt Erderwärmung

Auswirkungen der europäischen Ankunft und des Großen Sterbens in Amerika nach 1492

Nicht ohne Grund hat der Aphoristiker Georg Christoph Lichtenberg gesagt: „Der Amerikaner, der den Kolumbus zuerst entdeckte, machte eine böse Entdeckung.“ (Sudelbuch G, 183) Nun ist die „Entdeckung“ des Kolumbus sogar noch für einen – negativen – Klimawandel verantwortlich. Forscher des University College London (European Arrival in the Americas – in Quaternay Science Reviews) haben nämlich herausgefunden, dass infolge der spanisch-portugiesischen Invasion Lateinamerikas ab 1492 etwa 90 Prozent der Ureinwohner starben – eine Entvölkerung durch Sklaverei und Krankheiten und damit Reduktion des Treibhausgas-Ausstoßes. Die Forscher kommen zu dem Ergebnis, dass menschliches Handeln zwischen 1492 und 1600 zu einer durchschnittlichen Temperatursenkung von 0,15°C geführt und somit einen Beitrag zur Kleinen Eiszeit geleistet hat. weiterlesen…