Seit dem Jahreswechsel gehört der Atommüll dem Staat

AKW-Betreiber haben sich freigekauft. 15 Zwischenlager mit 1.254 Castor-Behältern jetzt in staatlicher Hand. Langfristiger Verbleib ungeklärt.

Mit dem Jahreswechsel sind große Teile des hochradioaktiven Atommülls in Deutschland von den AKW-Betreibern an den Staat übergegangen. Von bundesweit 16 Zwischenlagern sind seit dem 1. Januar alle bis auf eines in staatlicher Hand. Insgesamt lagern in den jetzt 15 staatlichen Lagern derzeit 1.254 Castor-Behälter. Weitere kommen in den nächsten Jahren hinzu. Die Übertragung erfolgt im Rahmen der gesetzlichen Regelung über die Folgekosten der Atomkraft-Nutzung. Eine Erklärung von Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: weiterlesen…

Ganz unten im Periodensystem


HZDR-Forscherin erhält millionenschwere EU-Nachwuchsförderung

Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) hat einer Medienmitteilung vom 23.10.2017 zufolge Kristina Kvashnina vom Institut für Ressourcenökologie am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf mit einem ERC Starting Grant ausgezeichnet. In den kommenden fünf Jahren erhält die Physikerin 1,5 Millionen Euro für ihre Forschung. weiterlesen…

Bundesrechnungshof-Kritik “mehr als rätselhaft”


Kritik an Energiewende nicht nachvollziehbar

Der Bundesrechnungshof hat dem BMWi kürzlich “teure Fehler” bei der Umsetzung der Energiewende vorgeworfen (siehe solarify.eu/undurchsichtige-energiewende). Die Kritik des Bundesrechnungshofes ist aus Sicht des Bundesverbands Erneuerbare Energie e.V. (BEE) in dieser schlichten Form nicht nachvollziehbar und zu einseitig – so eine BEE-Medienmitteilung vom 20.01.2017. weiterlesen…

Atommüll-Forschung tut not


Diskussion über Forderung aus dem Abschlussbericht der Atommüllkommission

Am 21.09.2016 traf sich auf Einladung von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel eine Diskussionsrunde in der niedersächsischen Landesvertretung und diskutierte über die im Abschlussbericht der Atommüllkommission geforderte Neuausrichtung der Forschung.wenzel-kanitz-miersch-schwarz-schoenberger-mez-hocke-foto-gerhard-hofmann-agentur-zukunft-fuer-solarify weiterlesen…

Atommüll: Neue und alte Zweifel an Tiefenlager


Schweizer Experte sieht Sicherheit nicht dauerhaft gewährleistet

Titelgrafik der Endlager-Kommissions-Webseite - Foto © bundestags.de_blob, BGRDas Konzept der tiefengeologischen Endlagerung hochradioaktiver Abfälle muss nach Ansicht des Schweizer Atommüll-Experten Marcos Buser grundlegend überprüft werden. In einer Studie im Auftrag von Greenpeace kommt Buser zu dem Schluss, dass alle bisherigen Versuche den Anforderungen nach einer dauerhaften Sicherheit nicht genügen. Damit widerspricht der Wissenschaftler dem Abschlussbericht der Endlagerkommission, der die Option eines Endlagerbergwerks als „beste Möglichkeit zu einer sicheren Entsorgung“ von hochradioaktivem Atommüll sieht. weiterlesen…

BUND früh-bilanziert Endlager-Kommission


Bilanz zwei Wochen vor Ende der Kommission „Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe“

bund logoDie Atommüllfrage ist nur mit einer breiten politischen und gesellschaftlichen Anstrengung lösbar. In Deutschland steckt die Endlager-Suche in einer Sackgasse, aus der die Politik allein nicht herauskommt. Die Atommüll-Kommission (“Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe”) beim Deutschen Bundestag, die im Mai 2014 ihre Arbeit aufnahm, war deshalb ein wichtiger Schritt und bot die Chance, das Verfahren vom Kopf auf die Füße zu stellen. So eine Medienmitteilung des BUND, Klaus Brunsmeier (BUND), Endlagerkommission - Screenshot © Bundestagsfernsehender mit seinem stellvertretenden Vorsitzenden Klaus Brunsmeier in der Atommüll-Kommission vertreten ist. In einer Bilanz zeigt der BUND, was erreicht wurde, welche wesentlichen Punkte noch strittig oder offen sind und wo falsche oder unzureichende Beschlüsse gefasst wurden. weiterlesen…

BUND: Mängel im Endlager-Suchbericht

  • bund logoBericht der Endlager-Suchkommission für BUND bisher nicht zustimmungsfähig.
  • Sondervotum angekündigt.
  • Nachbesserungen beim Rechtsschutz, bei geologischen Kriterien und im Umgang mit Gorleben gefordert

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat kritisiert, dass die vom Bundesrat und Bundestag eingesetzte „Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe” ihren Bericht überhastet fertigstellt. weiterlesen…

Teure Radioaktivität


Atommüll wird 170 Milliarden kosten – aber nur bis 2099

FAZ logoMehr als die Hälfte des aktuellen Bundeshaushalts (317 Mrd.) wird der Abriss von Atomkraftwerken und die jahrhundertelange terrorsichere sogenannte “Endlagerung” Atommüll Gelbe Tonne – Foto © Prolineserver - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons des strahlenden Erbes einer historisch gesehen extrem kurzen Energieepoche kosten: 170 Milliarden Euro. Die hauptverantwortlichen EVU sollen davon nach dem Willen der Kommission zur Überprüfung der Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK) nur einen Bruchteil übernehmen (ca. 24 Mrd. – aber selbst das bringt sie angeblich um), der Löwenanteil wird Steuergeld sein, schrieb Ralph Bollmann in der FAZ am 02.05.2016 weiterlesen…

Genehmigung für Abfalllager erteilt


Zwischenlagerung bis zur Inbetriebnahme eines Bundesendlagers

Wappen von HessenAm 11.04.2016 teilte das Hessische Umweltministerium mit, dass es der RWE Power AG in Essen am 05.04.2016 eine Genehmigung nach § 7 der Strahlenschutzverordnung für den Umgang mit radioaktiven Stoffen in einem neuen Abfalllager am Standort Biblis erteilt hat. Laut hessischer Pressemitteilung sollen im LAW-Lager 2 schwach- und mittelaktive radioaktive Abfälle und Reststoffe aus dem Betrieb und dem Abbau des Kraftwerks Biblis, Großkomponenten aus dem Abbau des Kraftwerks Biblis (z.B. Dampferzeuger) und sonstige radioaktive Stoffe, die als Abfälle beim Betrieb des Lagers anfallen, gelagert werden.

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Steuerzahler sollen für Atommüll zahlen


Atomkonzerne drohen mit Zahlungsstopp für Endlagersuche

WiWo logoDie Atomkonzerne erhöhen den Druck auf die Bundesregierung. Laut Wirtschaftswoche Atommüll Gelbe Tonne – Foto © Prolineserver - Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons drohen sie gar mit einem Zahlungsstopp für die Endlagersuche. Offenbar wollen sich EnBW, E.ON, RWE und Vattenfall ihre aus dem Atomenergiegeschäft resultierenden finanziellen Verpflichtungen möglichst gering halten. Denn laut Atomgesetz haben sie nicht nur für den Rückbau und die Entsorgung des Atommülls, sondern auch für die vom Bund zu verantwortende Suche und den Bau eines Endlagers aufzukommen. weiterlesen…