Drei Jahre Fukushima – was haben wir gelernt?

Berliner Tagesspiegel (10.03.2014) extrem ausgewogen – Josef Joffe argumentativ auf Abwegen

Auf der gleichen (Titel)-Seite gab der Berliner Tagesspiegel am 10.03.2014 ein Beispiel für geradezu extreme Ausgewogenheit: Zwei Kommentare widersprachen einander diametral: Auf die (rhetorische) Frage, ob die Energiewende (deren Ursprünge bekanntlich viel älter als die Fukushima-Katastrophe sind, die aktuell aber kurz nach dem japanischen Super-Gau ernsthaft angegangen wurde) richtig sei, fertigte ZEIT-Herausgeber Josef Joffe in der Rubrik „Vier Fragen an Josef Joffe – Was macht die Welt“ die Energiewende ironisch ab – Dagmar Dehmer setzte sich aus Anlass des Fukushima-Jubiläums nüchtern mit der Zukunft der Atomkraft auseinander. Solarify stellt Auszüge einander gegenüber. weiterlesen…

Energiewende riesiges Verlustgeschäft für Stromanbieter?

Nach RWE-Minus stellt MDR eine bange Frage – und  verneint sie

„Ist die Energiewende ein riesiges Verlustgeschäft für die Stromanbieter? Die Frage stellt sich, nachdem der Energieriese RWE in dieser Woche seine Bilanz vorgelegt hat“, fragt der Mitteldeutsche Rundfunk bang auf seiner Webseite. Immerhin habe RWE 2013 Milliarden-Verluste gemacht. Schuld an der Misere sei angeblich die Energiewende. Stephan Zimmermann auf mdr.de: „Kommen andere Anbieter besser mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien zurecht?“ weiterlesen…

Säulen der Energiewende

VDI-Positionspapier: Entkarbonisierung und Effizienzsteigerung unabdingbar für Energiewende

Klimaschutz und Reduktion von Treibhausgasemissionen sind wichtige Ziele der Energiewende. In einem neuen Positionspapier legt der Verein Deutscher Ingenieure (VDI ) dar, wie ressourcenschonende und CO2-arme Energieversorgung und -nutzung in Deutschland zu erreichen sind. Dabei kommt es nach Überzeugung des VDI vor allem auf die Entkarbonisierung, d.h. die verringerte Nutzung von Kohlenstoffen in der Energiewirtschaft an. Zu den weiteren Maßnahmen zählen Energie-Effizienzsteigerung, bzw. -Einsparung. weiterlesen…

Baake fordert europäischen Binnenmarkt für Strom

Simone Veil Governance Center for Europe an der Humboldt-Viadrina

Das am 05.03.2014 in Berlin gegründete Simone Veil Governance Center for Europe will den europäischen Austausch und die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft stärken. Zu verschiedenen Politikfeldern sollen gemeinsame europäische Strategien formuliert und so eine Annäherung nationaler Politiken vorbereitet werden. Damit möchte das Governance Center for Europe zu Verständigung und demokratischer Integration in Europa beitragen. In der Eröffnungsfeier forderte Wirtschafts-Staatssekretär Baake, endlich einen europäischen Binnenmarkt für Strom zu schaffen. weiterlesen…

Energiewende als Vorbild?

Deutschland schiebt bei „Low Carbon“ an

„Wenn es Deutschland nicht kann – wer dann?“ fragte „Welt-Ökonom“ Jeffrey Sachs rhetorisch am 04.03.2014 in seinem Eröffnungs-Statement zu einer Podiumsdiskussion über die Energiewende in Berlin unter dem Titel: „Die deutsche Energiewende im globalen Kontext: Lehren und Fallstricke für die kohlenstoffarme Transformation„. Der Chef des im vergangenen Jahr gegründeten Sustainable Development Network und Direktor seines Earth Institute an der Colimbia University war voller Bewunderung: „Wir glauben, dass Deutschland es kann“ – Atom und CCS blieben zwar wichtig, aber er hoffe, dass Deutschland zeigen werde, dass es ohne gehe. weiterlesen…

Deutsch-französische Energie-Zusammenarbeit – Kritik und Dokumentation

Dena und ADEME bereiten deutsch-französische Energiewende-Plattform vor

Die Energieagenturen von Deutschland (Deutsche Energieagentur – dena) und Frankreich (Agence de l’Environnement et de la Maîtrise de l’Energie – ADEME) entwickeln eine gemeinsame Plattform für die bilaterale Zusammenarbeit bei der Energiewende. Dies gab die dena im Anschluss an das Treffen des Deutsch-Französischen Ministerrats am 19.02.2014 in Paris bekannt. Damit werde die von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel angekündigte verstärkte Kooperation der Energieagenturen verwirklicht, erklärt das Bundeswirtschaftsministerium. Scharfe Kritik übten der BEE und Ex-MdB Hans-Josef Fell an der gemeinsamen Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel und des französischen Präsidenten Hollande. Solarify dokumentiert die Erklärung. weiterlesen…

Energiewende 2.0 – eine Tagung der Heinrich-Böll-Stiftung

„Mit den anderen europäischen Ländern sprechen“

In der Heinrich-Böll-Stiftung in Berlin trafen sich am 13.02.2014 400 Teilnehmer aus verschiedenen Ländern zu einer Konferenz unter dem Titel Energiewende 2.0, „das wohl ehrgeizigste und größte politische Projekt der Republik,“ schrieb der Journalist Sebastian Kempkens in einer Nachbetrachtung. „Die Energiewende geht in eine neue Etappe“, konstatiert die Böll-Stiftung auf ihrer Webseite. Die Entwicklung dieses Projekts stehe an einer entscheidenden Schwelle. Seit der Bundestagswahl sei wieder Schwung in die Debatte gekommen. Die erste Phase – die Energiewende 1.0 – werde weithin als Erfolg verbucht. Hunderttausende Arbeitsplätze seien entstanden, innerhalb von zehn Jahren sei der Anteil von regenerativen Energien am Strommarkt um 20 Prozent-Punkte gestiegen. weiterlesen…

Erneuerbare verteuern Netze kaum

Endbericht des Agora Stakeholder-Dialogs: Verteilnetze lassen sich mit einfachen Maßnahmen für die Energiewende fit machen

Verteilnetze stehen im Mittelpunkt der Energiewende. Rund 95 Prozent der Erneuerbaren Energien speisen in die Verteilnetze ein. Mit steigendem Anteil von Strom aus Wind und Sonne nehmen jedoch auch die Herausforderungen für die dezentralen Netze zu. Mit geringen Kosten können Verteilnetze steigende Anteile von Erneuerbaren gut aufnehmen. Der Endbericht des Agora Stakeholder-Dialogs zu Verteilnetzen (von Ruggero Tappeser-Schleicher und Lars Waldmann) identifiziert vier zentrale Themenbereiche, die von der Bundesregierung zügig angepackt werden sollten. weiterlesen…

„Energieeffizienz Schlüssel für mehr Klimaschutz“

Schwarzelühr-Sutter bei Abschlusskonferenz des Projektes „30-Pilot-Netzwerke“:
Unternehmensnetzwerke bei Energieeffizienz besonders erfolgreich – Grüne drängen

Das Bundesumweltministerium unterstützt die Netzwerkbildung von Unternehmen, die ihre Potenziale zur effizienteren Energienutzung ausschöpfen möchten. „Energieeffizienz ist der Schlüssel für mehr Klimaschutz. Sie senkt die Energiekosten und steigert die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Das geht besonders schnell im Erfahrungsaustausch mit anderen Unternehmen“, sagte die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter im Rahmen der Abschlusskonferenz des Projektes „30-Pilot-Netzwerke„. Die an den „Lernenden Energieeffizienz-Netzwerken“ beteiligten Unternehmen reduzierten ihre Energiekosten doppelt so schnell im Vergleich zu anderen Industriebetrieben. „Wir wollen an diesem Erfolg anknüpfen und die Netzwerkbildung weiter vorantreiben“, so Schwarzelühr-Sutter. Derweil drängen die Grünen für eine klimaneutrale Wärmeversorgung auf höhere Förderung bei der Gebäudesanierung. weiterlesen…

CDU-Wirtschaftsrat will „Energiewende retten“

„Die deutsche Energiewende hat Eon und RWE zu regionalen Zwergen gemacht“

Mit einem Zehn-Punkte-Plan will der Wirtschaftsrat der CDU die Energiewende in Deutschland retten, die bislang aus seiner Sicht „ein Fehlschlag auf der ganzen Linie“ (Präsident Lauk) ist. EU-Energiekommissar Oettinger warb für die Harmonisierung der Förderung von Photovoltaik, Windkraft und Biomasse. Zudem versprach er dem deutschen Wirtschaftsminister Unterstützung bei der Neuregelung der Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage, schreibt Sandra Enkhardt im pv magazine. weiterlesen…