Arktische Gletscherbäche nehmen viel CO2 auf

40 Mal schneller als Amazonas-Regenwald

“Diese Entdeckung verblüfft sogar Wissenschaftler”, formulierte die Neue Osnabrücker Zeitung: Arktische Gletscherschmelzbäche absorbieren bis zu 40 Mal schneller als der Regenwald im Amazonas-Gebiet große Mengen CO2 aus der Atmosphäre, haben kanadische Forscher herausgefunden und in den Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America veröffentlicht, wie der britische Guardian meldete.
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Steigender Meeresspiegel treibt 280 Millionen in die Flucht

Ab 2050 – bei 2 Grad Erwärmung

Der “Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima” des Weltklimarats (IPCC), der erst am 25.09.2019 veröffentlicht werden sollte, ist vorab bekannt geworden. Die Folge der abschmelzenden weltweiten Eismassen wäre ein Anstieg des Meeresspiegels um 50 bis 80 Zentimeter (andere rechnen mit mindestens einem Meter) bis 2100: Aber schon bis 2050 würden 280 Millionen Menschen vor dem steigenden Wasser fliehen. Vor allem niedrig liegende Millionenstädte würden selbst bei optimistischen CO2-Schätzungen jedes Jahr “extreme Meeresspiegel-Ereignisse” wie Wirbelstürme und Überschwemmungen erleben. weiterlesen…

Denkmal für Islands ersten weggeschmolzenen Gletscher

Klimawandel verantwortlich – Island tut sich schwer, Verlust zu verarbeiten und trauert

Islands erster durch den Klimawandel verlorener Gletscher wird mit einem Denkmal in Erinnerung bleiben, das nächsten Monat an der Stelle des ehemaligen Gletschers enthüllt werden soll. Bereits 2014 hatte der Okjökull den offiziellen Status als Gletscher verloren, weil zu viel seiner Eismasse weggeschmolzen war. Jetzt gibt es ihn nicht mehr: Der Gletscher auf dem Gipfel des Vulkans Ok ist der erste in Island, der infolge der Erderwärmung verschwunden ist. weiterlesen…

Die New York Times über Gletscherschwund

Millionen Menschen hängen vom Schmelzwasser ab

“Gletscher sind wichtige Wasserquellen für Menschen, Tiere und Pflanzen in Zentralasien. Aber die globale Erwärmung lässt die Gletscher dort und auf der ganzen Welt jedes Jahr schrumpfen,” schreibt Henry Fountain am 15.01.2018 in der New York Times. Fountain, Klimawandel-Reporter der Zeitung, und Multimedia-Reporter Ben C. Solomon waren nach Kasachstan gereist, um die Auswirkungen des Klimawandels auf die Berggletscher zu sehen. Solarify mit einigen Ausschnittten. weiterlesen…

Eisverlust verlangsamt asiatische Gletscher

NASA bestätigt Bedrohung der Trinkwasserversorgung

Eine internationale Studie unter Führung der NASA ist zu dem Ergebnis gekommen, dass Asiens Hochgebirgsgletscher als Reaktion auf den weit verbreiteten Eisverlust langsamer fließen und die Verfügbarkeit von Süßwasser stromabwärts in Indien, Pakistan und China beeinträchtigen würden. Das berichtete Carol Rasmussen vom geowissenschaftlichen Nachrichtenteam der NASA am 13.12.2018. Die Forscher des internationalen Teams hätten fast zwei Millionen Satellitenbilder der Gletscher analysiert und herausgefunden, dass 94 Prozent der Unterschiede in den Strömungsgeschwindigkeiten durch Veränderungen der Eisdicke erklärt werden könnten. weiterlesen…

Klimalabor Alpen


Ohne Klimaschutzmassnahmen wird im Alpenraum die Durchschnittstemperatur bis 2050 um bis zu 4,5 Grad ansteigen

Was passiert bei 1,5 Grad globaler Erwärmung im Vergleich zu vorindustriellen Zeiten? Diese Frage beantwortet der Weltklimarat in seinem aktuellen Bericht. In den Alpen liegt der Temperaturanstieg allerdings jetzt schon bei zwei Grad. Das bestätigt Reto Knutti, Professor am Institut für Atmosphäre und Klima an der ETH Zürich, Mitautor von zwei Berichten des Weltklimarats. “Wir gehen in den neuesten Szenarien für die Schweiz von 2,5 bis 4,5 Grad Erwärmung bis Mitte des Jahrhunderts aus. Das sind natürlich sehr grosse Veränderungen.” weiterlesen…

Massive Destabilisierung einer arktischen Eismasse


Forschungen zeigen Eis, das sich völlig neu verhält

In dieser immer wärmer werdenden Welt erwärmen sich einige Teile des Planeten viel schneller als andere. Durch die Erwärmung beginnen große Eisbrocken zu schmelzen und bewegen sich schnell, teilweise rutschen sie ins Meer, berichtete der Wissenschaftler von der St. Thomas University, Minnesota und Rom, im britischen Guardian am 26.09.2018. Diese Bewegung sei das Thema einer gerade in der Zeitschrift Science Direct veröffentlichten wissenschaftlichen Studie. weiterlesen…

Schmelze folgt auf Schmelze


Warmes Ozeanwasser schmolz in der letzten Eiszeit Gletscher ab – eine ähnliche Situation könnte sich in der Antarktis wiederholen

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Wie das Alfred-Wegener-Institut – Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung mitteilte, sind dabei aufgedeckte Prozesse beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.
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“…für die Küstenstädte zu spät”


Was das Eis der West-Antarktis vor 10.000 Jahren gerettet hat, wird heute nicht helfen

Der Rückgang der westantarktischen Eismassen nach der letzten Eiszeit wurde überraschenderweise vor etwa 10.000 Jahren zum Teil umgekehrt, wie Wissenschaftler vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) jetzt herausgefunden haben. Die Zunahme der Eisausdehnung damals steht in starkem Gegensatz zu den bisherigen Annahmen. Tatsächlich war es das Schrumpfen selbst, welches das Schrumpfen beendete: Entlastet vom Gewicht des Eises hob sich die Erdkruste, dadurch schob sich das Eis wieder vom Landesinneren in Richtung Meer. Dieser Mechanismus ist allerdings viel zu langsam, um einen gefährlichen Anstieg des Meeresspiegels durch den möglichen Eisverlust in der Westantarktis in naher Zukunft zu verhindern. Nur eine schnelle Reduktion des Ausstoßes von Treibhausgasen kann dies leisten. weiterlesen…

Unternehmen können für Klimafolgen zur Verantwortung gezogen werden


“Klimaklage” vor dem OLG Hamm: Zivilsenat weist Gegenvorstellung von RWE zurück – Verfahren geht in Beweisaufnahme

Das Oberlandesgericht Hamm hat im Verfahren des peruanischen Bergführers und Kleinbauern Saúl Luciano Lliuya gegen RWE eine Art Eilantrag (“Gegenvorstellung”) des Unternehmens gegen den Beweisbeschluss zurückgewiesen und unmissverständlich klargestellt: Große Emittenten können für Folgen des Klimawandels zur Verantwortung gezogen werden. Dieser Beschluss wurde schriftlich mitgeteilt. Damit kann es nun unverzüglich in die Beweisaufnahme gehen, wie die Umwelt- und Entwicklungsorganisation Germanwatch am 15.02.2018 mitteilte.
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