„Es wird ein entscheidendes Jahr“
Beim Klimaschutz sollen endlich Taten folgen
2019 soll das Jahr der Energiewende werden: Dem Einstieg in die grünen Energien soll der Ausstieg aus den fossilen Kraftwerken folgen. Auch ein neues Gesetz soll dabei helfen, Ende März soll ein erster Entwurf vorliegen. Umweltschützern zufolge ließen sich die Kohlekraftwerke bis 2030 locker abschalten – Industrie und Gewerkschaften hingegen befürchten steigende Strompreise und den Verlust von Jobs. am 08.01.2019 in der Süddeutschen Zeitung über das Gerangel um den schrittweisen Ausstieg aus den fossilen Kraftwerken. weiterlesen…
Es gab diese Woche zwei gute Nachrichten: Die EU will Einwegplastik verbieten, und der Klimaschutz kommt endlich ein bisschen voran. Nicht allen gefällt das. Für diese Haltung gibt es ein Wort. Für die sehr verbreitete „sollen doch erst mal die anderen“-Haltung gibt es den schönen englischen Ausdruck Nimbyism. Nimby steht für not in my backyard, nicht in meinem Hinterhof. In Großbritannien ist der Begriff sogar schon zu einer gesellschaftlichen Kategorie geworden: Sei kein Nimby. In seiner
„Auf Biegen und Brechen wurde in Kattowitz nach zähen Verhandlungen und Gesprächen der offizielle Fahrplan für das Pariser Klimaabkommen festgeschrieben. Es gibt noch immer Baustellen und Verspätungen, manche Haltestellen sind noch nicht gebaut, aber die Konferenzteilnehmer sind froh, etwas vorweisen zu können“ schreibt die
Die Klimakonferenz COP24 in Katowice machte am 15.12.2018 mit dem „Katowice Climate Package“, Detailregeln zur Umsetzung von COP21, das Pariser Klimaschutz-Abkommen umsetzungsreif. Neben der Stärkung der Minderungsehrgeizes wollte die polnische Regierung zudem das Thema „Just transition“, das heißt einen sozialverträglichen Strukturwandel, zu einem wichtigen Thema der Konferenz machen. In einer Diskussionsrunde erörterte das Wuppertal Institut am 19.12.2018 in Berlin eine erste Schnellanalyse, die zeigt: COP24 hat zwar den technischen Rahmen für den internationalen Klimaschutz bereitet und ist insofern ein wichtiger Schritt nach vorn, gemessen am Handlungsdruck sind die konkreten Minderungsambitionen der meisten großen Emittenten aber nach wie vor deutlich zu gering.
Der Klimaschutz bleibt eine enorme Herausforderung dieses Jahrhunderts. Die unumgängliche Dekarbonisierung (Defossilisierung) wird einen massiven Wandel in unseren Volkswirtschaften erfordern. Heizung, Verkehr, Elektrizität und Industrie müssen in eine Welt ohne fossile Brennstoffe überführt werden. Landwirtschaft und Industrie müssen neue Wege zur Emissionsreduzierung finden. Dieses Ziel – so ehrgeizig wie unerlässlich – erfordert eine einschneidende Klimapolitik. Und die hat nahezu in allen Facetten negative Auswirkungen auf den geringer bemittelten Teil der Gesellschaft. Georg Zachmann, veröffentlichte als Mitautor kürzlich einen Text des Wirtschafts-Thinktanks Bruegel aus Brüssel über die Verteilungseffekte der Klimapolitik:
Mit seiner Branchenprognose 2018 legt der
Wälder und andere Ökosysteme sind für den Klimaschutz von zentraler Bedeutung. Das
Umsätze und Jobzahlen von Unternehmen, die am EU-Emissionshandel ETS teilnehmen, sind gestiegen. Die Industrie profitiert von der CO2-Reduktion. Die Begrenzung der CO2-Emissionen durch den EU-Emissionshandel ETS hat in den vergangenen Jahren weder dem Umsatz, noch Gewinnen oder Arbeitsplätzen der beteiligten Unternehmen geschadet sondern zu deren Erfolg beigetragen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer
Zur Klimakonferenz in Katowice stellt