30 Jahre Tschernobyl und die Energiewende


Aus Politik und Zeitgeschichte: “Energie global”

ppb logoDie Bundeszentrale für Politische Bildung hat in ihrer Schriftenreihe “Aus Politik und Zeitgeschichte” ein Heft über das Thema Energie publiziert: “Energie global“. Vor 30 explodierte der Druckbehälter des Atomkraftwerks “Wladimir Iljitsch Lenin” bei Tschernobyl und der bisher nur theoretisch bekannte GAU, der größte anzunehmende Unfall, mündete in die bis dahin schlimmste Katastrophe der zivilen Atomenergienutzung. Vor fünf Jahren folgte im japanischen Fukushima ein weiterer nuklearer GAU. Beide Unglücke haben dazu beigetragen, dass Deutschland inzwischen klar auf Atomausstiegskurs ist und eine “Energiewende” eingeleitet hat. weiterlesen…

Tschernobyl – Eine Chronik der Zukunft


Kommentar von Christian von Hirschhausen – mit freundlicher Genehmigung

Vor 30 Jahren, am 26. April 1986, um 1:24 Uhr in der Nacht, explodierte der Reaktordruckbehälter im Block 4 des sowjetischen Atomkraftwerks „W. I. Lenin“ in Tschernobyl, an der Grenze zwischen der ukrainischen und der weißrussischen Sowjetrepublik. Das schwerste Reaktorunglück in der Geschichte der Atomkraft entstand aus einer Mischung falsch ausgelegter Anlagen und menschlicher Fehler bei deren Betrieb. Die ausgetretene Radioaktivität machte die Gegend für tausende von Jahren unbewohnbar und zog über Weißrussland auch nach Skandinavien und Mitteleuropa. Niemand, der diese Tage im Frühling 1986 bewusst erlebt hat, wird die Ungewissheit, die Hilflosigkeit der Politiker – von Michail Gorbatschow bis zum deutschen Innenminister Friedrich Zimmermann – und die Machtlosigkeit vor dem unkontrollierbaren Atom vergessen. weiterlesen…

(Vorläufige) Schadensbilanz von Tschernobyl


30 Jahre Tschernobyl – aus dem Bundestagsumweltausschuss

Baustelle Tschernobyl - Foto © BMUB, Melanie KlußmannAm 26. April 2016 jährt sich der Super-GAU von Tschernobyl zum 30. Mal – Anlass für die grüne Bundestagsfraktion, nach den daraus entstandenen Gesamtkosten zu fragen. Deutschland wird auch noch 30 Jahre danach weitere 19 Millionen Euro für nachträgliche Sicherungsmaßnahmen in dem havarierten Atomkraftwerk Tschernobyl zahlen. Dazu zählt die Fertigstellung eines umwelttechnisch sicheren Einschlusses für den 1986 explodierten Reaktor 4. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7996) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7790) hervor. weiterlesen…

“Atomausstieg vollenden – 30 Jahre Tschernobyl”


“Uranfabriken in Gronau und Lingen endlich stilllegen”

IPPNW logoAnlässlich des 30. Jahrestages des Super-GAUs in Tschernobyl veranstaltete das BMUB am 06.04.2016 in Berlin eine Fachtagung mit dem Titel „Den Atomausstieg vollenden – 30 Jahre nach Tschernobyl“. Die Ärztinnen Dörte Siedentopf und Barbara Hövener von der ärztlichen Friedensorganisiation IPPNW, sowie Kerstin Rudek von der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg nahmen an der Veranstaltung teil und kritisieren, dass laufende Uranfabriken, wie die in Gronau und Lingen vom BMUB überhaupt nicht thematisiert werden: weiterlesen…

Was bleibt von Tschernobyl und Fukushima


1 Mio. Jahre aufpassen

Ex-Premier Kan mit Hubert Weiger- Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftIm Rahmen einer Konferenz des Bund Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) unter dem Titel “Lernen aus den Atom-Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima – was folgt daraus für unsere Zukunft?” forderte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger erneut den sofortigen Ausstieg aus der Atomenergie. In der Berliner Vertretung des Landes Niedersachsen beim Irina Gruschewaja - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur ZukunftBund sprachen unter anderen der frühere japanische Ministerpräsident Naoto Kan (“Der Fukushima-Unfall geht weiter, er ist noch nicht abgeschlossen.”) und die weißrussische Professorin Irina Gruschewaja, Geschäftsführerin des Internationalen Rates Zukunft für die Kinder von Tschernobyl (“Atomkraft ist ebenso unsichtbar ist wie das Rettende”). weiterlesen…

Waldbrände bedrohen Tschernobyl

Wie das Umweltinstitut München mitteilt, sind am 29.04.2015 in der Sperrzone um den havarierten Reaktor Tschernobyl heftige Waldbrände ausgebrochen, die schwersten seit mehr als 20 Jahren. Angefacht durch starke Winde, wütet das Feuer auf einer Fläche von 400 Hektar Wald und hat sich dem Atomkraftwerk bereits bis auf 20 Kilometer genähert. Mehr als 300 Einsatzkräfte versuchen, es unter Kontrolle zu bekommen. weiterlesen…

26.04. – Tschernobyl-Tag: 29 Jahre GAU

Tschernobyl zeige: Die Gefahren für Gesundheit und Umwelt sowie die unkalkulierbaren Kosten der Atomenergie ließen nur einen Schluss zu: Ihre Nutzung habe keine Zukunft, sagen die SPD-MdB Marco Bülow und Hiltrud Lotze. Hans-Josef Fell will den Uran-Bergbau beenden, und Umweltministerin Hendricks drängt auf schnelle Fertigstellung der neuen Hülle. weiterlesen…

100 Millionen für Sarkophag

Deutschland dringt im Rahmen seiner G7-Präsidentschaft auf eine zügige Fertigstellung des neuen Sarkophags für das zerstörte Atomkraftwerk Tschernobyl in der Ukraine. Das geht aus einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums hervor, und weiter: “Deutschland setzt sich für eine sichere Finanzierung der Baukosten im Rahmen des Chernobyl Shelter Fund (CSF) ein”. weiterlesen…

Tschernobyl fehlen 615 Mio. €

  • Sarkophag einsturzgefährdet

  • Fertigstellung des neuen immer noch nicht sicher

  • Deutsche G7-Präsidentschaft bemüht sich um weitere Finanzierungszusagen

Deutschland treibt während seiner G7-Präsidentschaft die Fertigstellung des Tschernobyl-Sarkophags voran. Mit einer neuen Schutzhülle über dem havarierten Reaktor in der Ukraine soll eine weitere Gefährdung der Bevölkerung und Umwelt durch radioaktive Strahlung verhindert werden. Doch die Finanzierung des 108 Meter hohen, 162 Meter langen und 257 Meter breiten Betonschirms ist noch immer nicht gesichert: Laut einer Mitteilung aus dem BMUB fehlen 615 Mio. €. weiterlesen…

Atomkraft: Größte Fehlinvestition der Geschichte

Die Nutzung der Atomenergie hat die Menschheit mehr als eine Billion Dollar (700 Milliarden Euro) gekostet – etwa zweieinhalbmal so viel wie der gesamte Bundeshaushalt 2014. “Reaktorunfälle wie in Fukushima sind die sichtbaren Schäden der zivilen Nutzung der Atomkraft. Aber auch Fehlinvestitionen in Kraftwerke, die nie ans Netz gingen, summieren sich auf Hunderte Milliarden”, schreibt der WDR-Redakteur Jürgen Döschner auf tagesschau.de. Er hat in verdienstvoller Kleinarbeit die globalen Kosten der friedlichen Nutzung der Atomenergie zusammen getragen Allein in Deutschland summieren sich nach seinen Recherchen die atomaren Fehlinvestitionen und der Aufwand zur Sanierung alter Atomanlagen auf umgerechnet mehr als 100 Milliarden Euro. weiterlesen…