Fraunhofer IEE: Grünen Wasserstoff nicht verheizen

BWP: „Wind- und Solarstrom im Wärmesektor am effizientesten über Wärmepumpen, grüner Wasserstoff schade“

Der Bundesverband Wärmepumpe e.V. zitierte am 22.06.2020 das Fraunhofer-Institut für Energiewirtschaft und Energiesystemtechnik (IEE): Wasserstoff spiele für die Erreichung der Klimaziele eine wichtige Rolle – darüber besteht weitgehender Konsens. Sein Einsatz im Gebäudesektor habe laut einer IEE-Studie allerdings am wenigsten Sinn. Der benötigte Erneuerbare Strom zur Bereitstellung von Wasserstoff für die Gebäudewärme sei 500 bis 600 Prozent größer als die Menge, die für die Nutzung von Wärmepumpen zur Wärmeerzeugung benötigt werde.
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Etwas Silber steigert die Produktionsrate von grünem Wasserstoff

Außerordentliche Publikation in ‚Angewandte Chemie‘ zu hochaktuellem Thema

Ein Team von Wissenschaftlern am Mülheimer Chemistry Campus (MPI für Kohlenforschung + MPI für Chemische Energiekonversion) stellt die Möglichkeit von Elektrokatalysatoren auf der Basis von aktivem Kobaltoxid mit Silberkupplung vor und bahnt somit den Weg zur effektiveren Produktion von grünem Wasserstoff – dem nachhaltigen „Öl“ von morgen – davon berichtet eine eine Medienmitteilung auf den Internetseiten der beiden Max-Planck-Institute. weiterlesen…

Kohärentes Konzept für künftige Energieversorgung

I. Vorschlag für ein neues Energiesystem mit Wasserstoff

Eine neuartige Architektur für Stromversorgungssysteme auf Basis Erneuerbarer Energien wird gebraucht. Wie sie aussehen könnte, schreibt Wolfgang Weller, langjähriger Lehrstuhlinhaber an der Humboldt-Universität zu Berlin, in einem Fachaufsatz in zwei Teilen. Solarify dokumentiert mit freundlicher Genehmigung den am 12. und 15.06.2020 in ErneuerbareEnergien erschienenen Text. (Strommasten und Windenergie bei Nauen, Brandenburg – Foto © Dieter Fichtner für Solarify) weiterlesen…

Beschichtung gegen Versprödung

Volle Kraft voraus für die Wasserstoffforschung

H2 grün - SymbolMit dem Forschungsprojekt „H2BS – Neuartige Barriereschichten für kostengünstige sowie hochfeste Stähle der Wasserstofftechnologie“ werden neue Impulse in der Wasserstofftechnologie gesetzt. Gemeinsam mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht – Zentrum für Material- und Küstenforschung (HZG) und dem in Düsseldorf, forscht das Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) Greifswald an neuartigen Wasserstoffbarriereschichten für den Einsatz auf kostengünstigen hochfesten Stählen. weiterlesen…

Energiewende als Eisberg

Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung

Eine neue (zunächst dreiteilige) Veranstaltungsreihe hat die Max-Planck-Gesellschaft unter dem Titel „Klimawandel weiter denken – Impulse aus der Grundlagenforschung“ am 10.06.2020 aufgelegt. Forscher aus den Max-Planck-Instituten für Chemische Energiekonversion und Eisenforschung wollen im Gesprächsformat dabei Vorstellungen  entwickeln, inwieweit Unternehmen Rohstoffe so nutzen können, dass ihre Produkte und deren Herstellung defossilisiert ablaufen. weiterlesen…

Altmaier wirbt bei EU-Konferenz für Wasserstoff

…gemeinsam mit den Staaten des Pentalateralen Forums

Bundeswirtschaftsminister Altmaier hat – so meldet es das BMWi – am 16.06.2020 in einer Videokonferenz der EU-Energieminister zusammen mit den Ministern der übrigen Staaten des Pentalateralen Forums (neben Deutschland, Frankreich, die Beneluxstaaten, Österreich und die Schweiz) eine Gemeinsame Erklärung (PDF, 426 KB) zur Rolle von Wasserstoff bei der Dekarbonisierung der Energiesysteme und insbesondere des Gassektors vorgestellt. weiterlesen…

Bayern stellt Wasserstoffstrategie vor

Weltmarktführer für 50 Millionen

„Die Ziele sind groß. Bayern soll nicht weniger als Weltmarktführer für Wasserstofftechnologien werden“, so das Portal nordbayern.de (Nürnberger Nachrichten und Nürnberger Zeitung). Vor neun Monaten hat der Freistaat in Nürnberg das „Zentrum Wasserstoff Bayern (H2.B)“ gegründet. Am 29.05.2020 präsentierten die Bündnispartner in der Nürnberger Messe nun die Bayerische Wasserstoffstrategie. „Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft und wird die Arbeitsplätze der Zukunft generieren“, sagte Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) bei der Vorstellung. Er sei „bekennender Wasserstoff-Fan, seine Förderung liegt ihm mindestens so am Herzen wie die von Wirtshäusern“, schrieb die Süddeutsche Zeitung. weiterlesen…

Initiative GET H2: Energiewende mit Wasserstoff

36 Unternehmen und Institutionen als Partner

Den Kern für eine bundesweite Wasserstoffinfrastruktur etablieren, um eine effiziente Umsetzung der Energiewende möglich zu machen will die im März gegründete Initiative GET H2. Dahinter stehen Unternehmen und Institutionen, die sich aktiv für die Schaffung eines wettbewerbsorientierten Wasserstoffmarktes und für die dazu notwendigen Anpassungen der gesetzlichen und regulatorischen Grundlagen einsetzen. In mehreren Projekten treiben die Partner der Initiative die Entwicklung der Technologien und ihre Markteinführung voran und planen die Realisierung von Infrastrukturen zu Produktion, Abnahme, Transport und Speicherung von grünem Wasserstoff. weiterlesen…

BBH schlägt gemeinsame Regulierung für Wasserstoff und Erdgas vor

Einspeisevorrang für grünen Wasserstoff möglich

Die Energieexperten der Kanzlei Becker Büttner Held (BBH) bringt sich mit einem Gutachten für den europäischen Branchenverband Hydrogen Europe und den Europäischen Verband der unabhängigen Strom- und Gasverteilerunternehmen (GEODE) konstruktiv in die Debatte einer nationalen Wasserstoffstrategie ein. Sie entwirft die Kanzlei einen Regulierungsrahmen 2.0, um die leitungsgebundene Wasserstoffinfrastruktur zu integrieren: Aus Erdgasnetzbetreiber werden „Kombinetzbetreiber“. weiterlesen…

EWI für H2-Technologieneutralität

Ausblick auf nationale Wasserstoffstrategie

Das Energiewirtschaftliche Institut an der Universität zu Köln schlägt vor, nicht nur auf grünen, sondern auch auf blauen und türkisen Wasserstoff zu setzen. Denn der stockende Ausbau der Erneuerbaren Energien hemme den Aufbau einer rein grünen Wasserstoffwirtschaft. Die Bundesregierung plant einerseits, Wasserstoff großskalig in der deutschen Energieversorgung einzusetzen, anderseits möchte sie Wasserstofftechnologien als neues Standbein der deutschen Exportwirtschaft etablieren. Welche Erzeugung (grün, blau oder türkis – s.u.) gefördert werden soll, wird kontrovers diskutiert. Eine Gegenüberstellung der drei Arten macht deutlich, dass alle Verfahren zur Herstellung von CO2-neutralem Wasserstoff in der Strategie berücksichtigt werden sollten. Das ist die wichtigste Erkenntnis aus dem neuen EWI Policy Brief von David Schlund und Simon Schulte zur Nationalen Wasserstoffstrategie, die in Kürze vom Kabinett verabschiedet werden soll. weiterlesen…