Hüttl: „Energiewende hat weltweite Signalwirkung“

Reinhard F. Hüttl, acatech Präsident, im Solarify-Selbst-Gespräch

Also, wenn Sie mich fragen: Schafft es Deutschland bis 2022 aus der Kernenergienutzung auszusteigen?

Dann sage ich: Ja, das ist absolut realistisch. Zu diesem Ergebnis sind wir bereits 2011 im Rahmen der Ethikkommission „Sichere Energieversorgung“ gekommen. Jetzt gilt es, diesen Ausstieg so zu gestalten, dass die Energieversorgung in Deutschland sicher und bezahlbar bleibt. Dabei müssen wir auch unbequeme Folgen offen ansprechen. Dass wir etwa unsere Energienetze ausbauen müssen, weil mehr Strom von Nord nach Süd transportiert und immer mehr dezentrale Energieerzeuger integriert werden müssen. Und dass wir auch mittelfristig effiziente Gas- und Kohlekraftwerke brauchen. weiterlesen…

Wie kommt der Strom aus Afrika nach Europa?

Fraunhofer ISE entwickelt Lösungen für Supergrid – effizientes Energienetzwerk für die Zukunft

In Ouarzazate (Marokko) entsteht das größte Solarkraftwerk Nordafrikas. Bereits 2016 soll dort günstiger und emissionsfreier Strom für eine halbe Million Menschen produziert werden. Zukünftig könnten Kraftwerke wie das in Ouarzazate auch Strom für Europa liefern. Um Strom von Kontinent zu Kontinent zu transportieren, ist ein zuverlässiger Netzverbund auch vor Ort Voraussetzung. Das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE forscht gemeinsam mit weiteren Fraunhofer-Instituten an verschiedenen Aspekten eines solchen Supergrid: an der Modellierung eines geeigneten Energiesystems und an technologischen Lösungen für die Speichertechnik sowie für Gleichstrom-Erzeugungs- und Verteilnetze. weiterlesen…

„Zieltrias aus Treibhausgasreduktion, Ausbau erneuerbarer Energien und Energieeffizienz“

Bundesregierung für bessere Europäische Klima- und Energieziele

Die Bundesregierung setzt sich entsprechend der im Koalitionsvertrag getroffenen Vereinbarung innerhalb der Europäischen Union im Hinblick auf die Energie- und Klimaziele der EU für das Jahr 2030 für eine Zieltrias aus Treibhausgasreduktion, Ausbau der erneuerbaren Energien und Energieeffizienz ein. Das schreibt sie in ihrer Antwort (18/739) auf eine Kleine Antwort (18/638) der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen. weiterlesen…

Berlin kann bis 2050 klimaneutral werden

Umweltsenator stellte Studie zum Klimaschutz vor

Mit mehr erneuerbaren Energien (Gas statt Öl), verbessertem Nahverkehr für weniger Autos, stärker gedämmten Gebäuden und sparsameren Haushaltsgeräten will Berlins Umweltsenator Michael Müller die Hauptstadt bis 2050 klimaneutral machen. Am 17.03.2014 stellte Müller eine Studie des PIK Potsdam vor, derzufolge Berlin den CO2-Ausstoß um 85 Prozent senken könnte – von derzeit 21 Mio. t/a auf  4,4 Mio. t 2050. „Man muss dafür nicht von 0 auf 100 mehrere Milliarden neu investieren, sondern intelligenter investieren“, sagte Müller dem Radio Berlin-Brandenburg (RBB). weiterlesen…

Almunia gibt nach: Doch EEG-Ausnahmen

EU-Beihilfeverfahren: BDI fürchtet Stellenabbau

Wenn die EU-Kommission sämtliche Ausnahmen von der EEG-Umlage kippen würde, und damit mindestens 5 Mrd. Euro Mehrzahlungen auf die energieintensiven Unternehmen in Deutschland zukämen, würde das Bruttoinlandsprodukt  bis 2020 um fünf Prozent niedriger ausfallen, heißt es in einer Stellungnahme des BDI zum Brüsseler Beihilfeverfahren. Photon und Handelsblatt ziteren daraus. Almunia scheint inzwischen nachgeben zu wollen. Allerdings will die EU-Kommission auch von privilegierten Firmen 20 Prozent der Umlage abverlangen, die Bundesregierung dagegen weiter gehende Ermäßigungen durchsetzen. weiterlesen…

Regierung: Erneuerbare Energien weiter auf Rekordniveau

2013 von 23,6 auf 25,4 Prozent gestiegen -> 152,6 Mio. TWh

Der Anteil der Erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch in Deutschland ist 2013 auf 25,4 Prozent gestiegen. 2012 betrug der Anteil noch 23,6 Prozent. Mit gut 152,6 Milliarden Kilowattstunden erreichte die Stromerzeugung aus Sonne, Wind, Wasser und Biomasse einen neuen Höchststand.  Diese Entwicklungen gehen aus dem vorläufigen Bericht der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien–Statistik (AGEE-Stat) hervor – teilt das Bundespresseamt für die Bundesregierung mit. weiterlesen…

Backloading – Reparatur des Emissionshandels begann

400 Millionen Emissionsberechtigungen weniger

Die Versteigerungsmenge des Jahres 2014 im europäischen Emissionshandel wird ab sofort um insgesamt 400 Millionen Zertifikate verringert.  Am 17.03.2014 hat zum ersten Mal eine angepasste Versteigerung auf der entsprechenden EU-Versteigerungsplattform stattgefunden. Ab 21.03. führt auch die deutsche Auktionsplattform an der European Energy Exchange (EEX) ihre  Versteigerung mit reduziertem Angebot durch. weiterlesen…

CO2-Äquivalente

Neben dem Treibhausgas CO2 tragen die übrigen Treibhausgase, Methan oder Lachgas nicht in gleichem Maß zum Treibhauseffekt bei. So hat Methan eine 25mal größere Klimawirkung als CO2, bleibt aber weniger lange in der Atmosphäre. Um die Wirkung der verschiedenen Treibhausgase vergleichbar zu machen, hat das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) – Expertengremium der Vereinten Nationen) das sogenannte „Globale Erwärmungspotenzial“ (Global Warming Potential, kurz GWP) definiert. weiterlesen…

Europa braucht Verkehrswende mit Biokraftstoffen

Nachhaltige Mobilität nur mit Erneuerbaren Energien

Für eine nachhaltige Energieversorgung sind Biokraftstoffe unverzichtbar. Sie tragen nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern sorgen auch für mehr Unabhängigkeit von teuren Erdölimporten aus Krisenregionen, bzw. Diktaturen. Deutschland und die Europäische Union sollten daher an ihren bisherigen Plänen für Biokraftstoffe festhalten und sich für die Zukunft neue, ehrgeizige Ziele setzen: Der EU-Rat, der am 20. und 21. März in Brüssel über die Energiepolitik bis 2030 berät, ist besonders gefordert. Eine Erklärung der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE). weiterlesen…

Backloading

Backloading bezeichnet die künstliche Verknappung von Emissionszertifikaten im EU-Emissionshandelssystem, um den Preis zu erhöhen. Zertifikate kosten gegenwärtig um fünf Euro. Bei der Planung des System wurde mit Preisen um 30 Euro kalkuliert. Der Industrieausschuss des Europäischen Parlaments lehnte den VorschlagEnde Januar 2013 ab – kurz darauf nahm der in dieser Frage federführende Umweltausschuss des Europäischen Parlaments mehrheitlich den von der Europäischen Kommission veröffentlichten Vorschlag zur Änderung der Emissionshandelsrichtlinie mit seinen Änderungen an. weiterlesen…