Metal-Organic Frameworks (MOF)

Metallorganische Gerüststrukturen (engl. Metal-Organic Frameworks, MOFs) stellen eine neue Klasse poröser Materialien dar, die sich durch außerordentlich hohe spezifische Oberflächen bis zu 6200 m2/g und spezifische Porenvolumina bis zu 3,60 cm3/g auszeichnen. Die mikroporösen Materialien werden aus metallischen Clustern (z. B. Cu, Cr, Zn) und organischen Brückenmolekülen aufgebaut. Aufgrund der großen Variationsmöglichkeiten dieses Baukastenprinzips steigt die Anzahl an synthetisierten MOF-Materialien stetig. Dabei ist durch die Wahl der Bausteine eine gezielte, anwendungsspezifische Einstellung von Porengröße sowie der chemischen Beschaffenheit der Porenwände möglich. weiterlesen…

MOF zur Wasserdampf-Ableitung

Effizient thermisch kühlen und heizen

„Solarforscher holen neuen Stern vom Materialhimmel – Fraunhofer ISE entwickelt hochporöse Beschichtungen für thermische Kühlanlagen und Wärmepumpen“, titelte das Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme ISE hocherfreut. Thermische Anlagen nutzen Wärme, um Kälte zu produzieren und umgekehrt. Benötigt wird dafür ein Material, das Wasserdampf besonders gut und schnell abführen kann. Ein neues Verfahren des ISE bringt dieses einfach als Schicht auf die verwendeten Bauteile auf – MOF. Mit von der Partie: das Dresdner Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik. weiterlesen…

Organische PV hinter Glas

Solarmodule in Glas gebettet

Organische Solarmodule haben gegenüber Silizium-Solarzellen Vorzüge. Ein Knackpunkt sind jedoch ihre kürzere Lebendauer. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam arbeiten an einer viel versprechenden Lösung: Sie nutzen flexibles Glas als Trägersubstrat, wodurch die empfindlichen Bauteile besser geschützt sind. weiterlesen…

Bundessrat gegen Mindestabstände beim Wind

Länderöffnungsklausel abgelehnt

Der Bundesrat lehnt die von der Bundesregierung geplante Einführung einer Länderöffnungsklausel zur Vorgabe von Mindestabständen zwischen Windenergieanlagen und Wohnanlagen ab. Wie aus einer entsprechenden Unterrichtung (18/1580) der Bundesregierung hervorgeht, sieht die Länderkammer den Gesetzentwurf (18/1310) der Großen Koalition als „überflüssig und im Hinblick auf die notwendige Umsetzung der Energiewende als kontraproduktiv“ an. weiterlesen…

Neue Wasserstoffspeicher-Initiative

Wasserstoffspeicher für erneuerbare Energien

Wächst der Anteil erneuerbarer Energien, bedeutet das auch mehr Wetterabhängigkeit: Mal weht der Wind kräftig, mal schwach, mal scheint die Sonne, mal nicht, vor allem nachts. Doch die Stromnetze in Deutschland sollen Industrie und Haushalte stets stabil und bedarfsgerecht mit Elektrizität versorgen. Die Lösung hat – nach Aussage der Fraunhofer Gemeinschaft – das Konsortium „Hydrogen Power Storage & Solutions East Germany“, kurz „HYPOS„: Überschüssige Energie aus Photovoltaik und Windparks wird zur Elektrolyse genutzt und so gespeichert – aus Wasser wird „grüner“ Wasserstoff hergestellt. Dieser lässt sich dann bedarfsgerecht als Alternative zu Erdgas an Tankstellen und für Brennstoffzellen bereitstellen. weiterlesen…

Ein Weckruf der Kanzlerin

Merkel vor dem Rat für Nachhaltige Entwicklung

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung kehrte mit seiner 14. Jahreskonferenz am 02.06.2014 an einen „bewährten Veranstaltungsort“, das bcc Berlin Congress Center zurück, um – so die Pressemitteilung des RNE – „Vieles neu zu machen“. Ein Grund sei der Anspruch des Titels gewesen „verstehen – vermitteln – verändern“. Mit einem neuen Konzept sollte der“ Spagat zwischen Themenvielfalt und Tiefe, aber auch eine Intensivierung der Beteiligung der Teilnehmenden“ geschafft werden. Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen lieferten mit „Zumutungen und Durchbrüchen zur Nachhaltigkeit“ Input für Diskussionen. Zwölf Themenforen am Vor- und am Nachmittag bearbeiten die wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen in verschiedenen Formaten. Junge Zukunftsmacher trafen auf Politiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel sprach in einem „Weckruf“ über die Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung. Solarify dokumentiert die Rede. weiterlesen…

Marlehn Thieme beim RNE: Politik braucht mehr Mut zur Nachhaltigkeit

14. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltigkeit

„Bei der Energiewende, dem Klimaschutz bis zur digitalen Selbstbestimmung müssen wir die Zukunft unserer Kinder viel entschiedener vor Augen haben“, sagte Marlehn Thieme, Vorsitzende des Rats für Nachhaltige Entwicklung (RNE), bei dessen 14. Jahreskonferenz in Berlin. Wer seinen Lebensstil, seinen Konsum und die Produkte, die er kauft, an Nachhaltigkeitskriterien ausrichte, sei nicht lustfeindlich, sondern modern und aufgeschlossen. „Das ist gelebte Verantwortung“, führte sie weiter aus, „das sollte zur ganz persönlichen Haltung, zur Herzenssache werden.“ weiterlesen…

Grünstrom-Nachfrage 2013 nur leicht über Vorjahresniveau

1,3 TWh bedeuten 3,5 Prozent plus

Die mit dem Gütesiegel Grüner Strom ausgezeichnete Strommenge nahm im vergangenen Jahr leicht zu – so eine Mitteilung des . Ökostromzertifizierers Grüner Strom Label e.V. (GSL), hinter dem ihrerseits sieben gemeinnützige Verbände stehen. Der bisherige Höchstwert aus dem Jahr 2012, als erstmals mehr als eine Milliarde Kilowattstunden zertifiziert wurde, wurde 2013 um etwa 3,5 Prozent übertroffen. Damit einhergehend stehen erneut mehrere Millionen Euro zur Förderung erneuerbarer Energien bereit. weiterlesen…

Agora-Vorschläge zur EEG-Reform

EEG 3.0 schon im EEG 2.0 anlegen:

  • Dynamische EEG-Umlage
  • Ausschreibungsmodelle
  • Systemvorteile regional verteilter und Ost-/West-Solaranlagen

Der Think Tank Agora Energiewende der Mercator-Stiftung schlägt für die in dieser Woche stattfindenden EEG-Beratungen im Bundestag zwei neue Verordnungsermächtigungen vor: Zum einen Pilotausschreibungen bei Windkraft und zum zweiten eine Pilotphase für eine mit dem Spotmarktpreis variierende EEG-Umlage. Zudem sollten bei der Solaranlagen-Pilotausschreibung auch Ost-West-Anlagen erprobt werden. Ziel dieser jetzt in Form von Studien publizierten strategischen Empfehlungen ist es, dringend benötigte Erfahrungen für die jetzt schon absehbare grundlegende EEG-Novelle 2016 zu sammeln. weiterlesen…