Green Deal: Von der Leyen rudert bereits teilweise zurück

Debatte um Pestizide und Gentechnik vertagt

Der am 11.12.2019 von Ursula von der Leyen vorgelegte Green Deal (“Europas Mann-auf-den-Mond-Moment”) wurde von Politikern und Landwirten größtenteils begrüßt. Allerdings ist die finale Version in Bezug auf die Landwirtschaft in einigen Punkten bereits abgeschwächt worden: In einer vorherigen Version waren noch eine Reduktion von Pestiziden um 50 Prozent bis 2030 sowie neue Reduktionsziele für Düngemittel enthalten. Im offiziellen Dokument dagegen ist nur die Rede von einer „signifikanten Reduktion“ von Pflanzenschutz- und Düngemitteln, schreibt Florence Schulz im Portal EURACTIV.de. weiterlesen…

UFZ: Den gordischen Knoten durchschlagen

Um Artenvielfalt zu retten, große globale Probleme jetzt angehen!

Seit den 70er Jahren wächst der Einfluss der Menschheit auf die Natur rasant, berichten Wissenschaftler in der aktuellen Ausgabe von Science, auf die eine Medienmitteilung aus dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) vom 12.12.2019 hinweist. Da aber eine Reihe von eng miteinander verzahnten Einflüssen vom Klimawandel bis zu Überfischung und Landübernutzung die Umwelt in die Zange nehmen, sollten diese weltweiten Herausforderungen alle gleichzeitig an der Wurzel gepackt werden, um weitere massive globale Schäden noch zu verhindern. Und das müsste sofort geschehen, betonen die Forscher. weiterlesen…

Links zum europäischen Grünen Deal

Erster klimaneutraler Kontinent werden

„Als erster Kontinent bis 2050 klimaneutral zu werden, erscheint fast unmöglich und ist doch eine riesige Chance“, beginnt eine Mitteilung auf der Internetseite der Europäischen Kommission. Um dieses Ziel zu erreichen, habe die Europäische Kommission ihren europäischen Grünen Deal vorgestellt, ein äußerst ehrgeiziges Maßnahmenpaket für einen nachhaltigen ökologischen Wandel, der den Menschen und der Wirtschaft in Europa zugutekommen solle. Auf der Seite findet sich ein Liste von Links zum Thema. weiterlesen…

BDI zweifelt an Green New Deal

Forward to the New: Klimaneutrale Industrie?

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen habe mit dem „European Green Deal“ zwar die Themen Klimaschutz, Ökologie und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt ihres politischen Programms gerückt und ihre Initiative als neue Wachstumsstrategie zu vermarkten – aber die Verschärfung von Klimazielen verunsichere die Wirtschaftsteilnehmer und sei „Gift für langlebige Investitionen“, so BDI-Präsident Dieter Kempf einer Medienmitteilung zufolge: „Für die deutsche Industrie ist Nachhaltigkeit schon lange Handlungsmaßstab. Bei den ‚grünen‘ Technologien sind wir bereits Weltspitze – und das seit Langem“, betont BDI-Präsident Dieter Kempf. (Foto: Dieter Kempf © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für Solarify) weiterlesen…

„Europas Mann-auf-den-Mond-Moment“

Von der Leyens europäischer Grüner Deal

Europa soll bis 2050 erster klimaneutraler Kontinent werden, „indem die Konjunktur angekurbelt, die Gesundheit und die Lebensqualität der Menschen verbessert, die Natur geschützt und niemand zurückgelassen wird“ – so eine Medienmitteilung aus Brüssel. Die Europäische Kommission hat am 11.12.2019 den europäischen Green New Deal vorgestellt – „einen Fahrplan, der die Wirtschaft in der EU nachhaltiger machen soll, indem die klima- und umweltpolitischen Herausforderungen in allen Politikbereichen in Chancen umgewandelt und der Übergang für alle gerecht und inklusiv gestaltet wird“. weiterlesen…

„Chance für ökologisches Wirtschaftswunder“ oder „viel Tamtam, wenig Substanz“

Reaktionen auf Green New Deal

„Was für ein Tag, was für ein Konzept! Mit dem Europäischen Green Deal hat die neue EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schnell und konsequent erfüllt, was sie im Juli bei ihrer Antrittsrede versprach: Einen umfassenden Plan für den klimafreundlichen Umbau der Wirtschaft in Europa vorzulegen. Das Vorhaben umweht der Nimbus des New Deal von Franklin D. Roosevelt. Mit seinen Wirtschafts- und Sozialreformen boten die USA der Wirtschaftskrise die Stirn, das Land schöpfte angesichts der „Großen Depression“ neue Hoffnung“, so der Tagesspiegel-Background zum Green New Deal der neuen EU-Kommissions-Chefin Ursula von der Leyen. Solarify stellt Reaktionen zusammen. (Bild: Blühende Landschaften – © Tilgnerpictures auf Pixabay) weiterlesen…

„Grüner Wasserstoff ist das Erdöl von morgen“

Kongress der Unionsfraktion über „Wasserstoff als Energieträger“

Wasserstoff hat das Potenzial, der Treibstoff der Zukunft zu werden. In der Forschung und Entwicklung des Energieträgers Wasserstoff ist Deutschland weltweit Vorreiter. Im Rahmen eines Kongresses der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag debattierten Politiker mit Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft über Chancen und Herausforderungen der neuen Technologie. Vor allem ging es darum, wie sie im Kampf gegen den Klimawandel nutzbar gemacht werden kann. weiterlesen…

Klimaforscher Gerald Haug neuer Leopoldina-Präsident

Nachfolge von Jörg Hacker

Gerald Haug wird neuer Präsident der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, meldete die Max-Planck-Gesellschaft am 11.12.2019. Der Klimaforscher übernimmt das Amt am 01.03.2020 von Jörg Hacker, der die Akademie seit 2010 leitet. Haug ist geschäftsführender Direktor am Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz und Professor an der Eidgenössisch-Technischen Hochschule (ETH) Zürich und seit 2012 Mitglied der Leopoldina. weiterlesen…

Klimaneutral und CO2-frei ist ein Unterschied

Wer diesen Unterschied nicht macht, verwässert (un-)absichtlich die Begrifflichkeiten

Bis zum Jahr 2050 werden wir klimaneutral werden, verkündete die Bundeskanzlerin und wollte damit ihre Klimapolitik auf einen Nenner bringen. Als studierte Naturwissenschaftlerin dürfte ihr dabei klar gewesen sein, dass es einen Unterschied zwischen klimaneutral und CO2-frei gibt. Das thematisierte sie aber nicht. Seither wird der Begriff klimaneutral in den Medien wie auch im privaten Sprachgebrauch häufig verwendet und suggeriert eine klimafreundliche Wirtschaftsweise, sowohl in der Wirtschaft selbst wie auch im privaten Leben. Tatsächlich handelt es sich dabei aber nur um ein Kompensieren, einen bilanziellen Ausgleich und um ein Verschieben auf der Zeitachse. Man könnte es auch so formulieren: da nicht alle Emissionen vermieden werden oder vermieden werden sollen, musste ein Weg erfunden werden, der diese vermeidbaren Emissionen kompensiert. Eine zornige Klarstellung von Klaus Oberzig, die seit 06.12.2019 auf dem Internetportal der Deutschen Gesellschaft für Sonnenernergie e.V. zu lesen ist. weiterlesen…

„Städte stärker als System verstehen“

Anpassungsstrategie an den Klimawandel

Die von der Bundesregierung 2008 beschlossene „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ ist aus Sicht der Klimawissenschaftlerin Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Centers Germany (GERICS) „gut und sinnvoll“. Das machte sie am 11.12.2019 während einer öffentlichen Sitzung des Parlamentarischen Beirats für nachhaltige Entwicklung deutlich – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag. Insbesondere im Bereich der interministeriellen Zusammenarbeit sei die Anpassungsstrategie „extrem wertvoll“ und funktioniere gut, befand sie. Gestärkt werden müsse jedoch der „cross-sektorale Ansatz“ ebenso wie die Datentransparenz. Markus Schröder von der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft (DWA) sah das ähnlich, aber: Wasserwirtschaft müsse im Planungsprozess weiter nach vorne gerückt werden. weiterlesen…