Afrikanische Entwicklungsbank lässt Wüstenstrom-Idee wieder aufleben

Neuer Anlauf für Desertec 3.0

Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) will die Wüstenstrom-Idee Desertec neu aufleben lassen – mit Power-to-X – der Umwandlung von Strom in feste oder flüssige Materialien auf dem Umweg über die Elektrolyse. Die vor zehn Jahren gegründete Desertec Industrie-Initiative (Dii – siehe: solarify.eu/desertec-dii-gmbh) wollte genau das, allerdings mittels Stromleitungen unter dem Mittelmeer. Seitdem Wind- und Solarenergie aus Nordafrika konkurrenzfähig sind (trotz der in Deutschland extrem gesunkenen Grünstrompreise), ist die Vision erneut in den Bereich des Mach- (und Finanzier-)baren gerückt. weiterlesen…

Regulierungswirrwarr macht Energierecht unüberschaubar

Vor 20 Jahren gab es 200 Einzelvorschriften – heute sind es 13.750

Die Politik versucht, die Energiewende mit Tausenden Vorschriften zu steuern. Mit ihrem neuen Klimaprogramm hätte die Bundesregierung diesen Dschungel lichten können. Doch Experten sagen: Die Chance wurde vertan. Ob die Energiewende auch ein nachhaltiges Beschäftigungsprogramm ist, ist umstritten. Dass die Energiewende zumindest eine Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für Rechtsanwälte und Gerichte ist, kann Ines Zenke mit Zahlen belegen. Daniel Wetzel in der Welt vom 02.10.2019. weiterlesen…

Air France will ihre täglich 500 Inlandsflüge kompensieren

70 Millionen Bäume für CO2-Ausstoß

Wie unter anderem die Zeit am 02.10.2019 mitteilte, will die größte französische Fluggesellschaft für „mehrere Millionen Euro“ Bäume pflanzen, in Klimaschutzprojekte und in den Waldschutz investieren. Damit will sie ab 2020 Emissionen von täglich 500 Inlandsflügen ausgleichen, sagte die Vorstandschefin der Fluggesellschaft, Anne Rigail, in einem Zeitungsinterview mit Le Parisien – Aujourd’hui en France. weiterlesen…

Powerfuels – Schlüssel für Klimaschutz beim Fliegen

Global Alliance Powerfuels wirbt mit Positionspapier für mehr alternative Kraftstoffe im Luftverkehr

Flugzeuge in TXL - Foto © Agentur Zukunft für SolarifyDie Global Alliance Powerfuels – ein branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen und Verbänden – hat die Mitgliedstaaten der Zivilluftfahrtorganisation der Vereinten Nationen ICAO dazu aufgerufen, strombasierte, erneuerbare Kraftstoffe (Powerfuels) in den Fokus ihrer Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsstrategie zu rücken. Für den Einstieg sollte das Ziel sein, eine weltweite Quote zur Beimischung von Powerfuels in Höhe von mindestens 2 Prozent zu beschließen. Die Kosten dafür wären schon heute gut vertretbar. Der Preis für ein Flugticket würde sich entsprechend der Beimischungsquote erhöhen: bei einer Beimischung von 2 Prozent um 2 Prozent, bei 10 Prozent um 10 Prozent, bei 50 Prozent um 50 Prozent. Das zeigt eine Analyse, die die Global Alliance zur 40. Versammlung der ICAO im kanadischen Montreal veröffentlich hat, wie die Deutsche Energie-Agentur (dena) am 01.10.2019 mitteilte. weiterlesen…

Forscher halbieren Platinbedarf von Brennstoffzellen

Wenn Autos Wasser statt Abgase ausstoßen

Doppelauspuff - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyWasserstoff-Brennstoffzellen, Hoffnungsträger beim Fahrzeugantrieb der Zukunft, stoßen als einzigen „Abfallprodukte“ Wasser und Wärme aus. Doch einer der aktuell größten Nachteile sind die nicht zuletzt von dem sehr teuren Material Platin abhängenden Kosten für den Katalysator in der Brennstoffzelle. Senkt man den Platingehalt, sinkt die elektrische Leistung noch schneller. Prof. Peter Strasser von der TU Berlin und seinen Mitarbeitern am Fachgebiet Elektrokatalyse und Materialien ist es in Kooperation mit Wissenschaftlern von BMW einer Medienmitteilung vom 01.10.019 folgend gelungen, in einer autogerechten Wasserstoff-Brennstoffzelle das Katalysator-Trägermaterial chemisch so zu designen, dass trotz eines geringen Platineinsatzes hohe elektrische Leistung erzeugt wird. Ihre Ergebnisse wurden jetzt in Nature Materials*) veröffentlicht. weiterlesen…

„Nicht verstolpern“

CSU verschiebt Beratung von Klimaschutzprogramm

Verkehr in Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyEigentlich hatte die Bundesregierung geplant, am 02.10.2019 über das Klimaschutzprogramm zu beraten. Doch sowohl das Innen- als auch das Verkehrsministerium (beide CSU geführt) lehnten die im Kabinett vorgesehene Befassung kurzfristig ab, die CSU nahm das Thema von der Tagesordnung – wie zahlreiche Medien berichteten . Man habe es noch nicht lesen können. Außerdem sind umstrittene Teile enthalten. Allerdings wurde der Ergänzungshaushalt zur Finanzierung des Klimapakets – ohne neue Schulden – verabschiedet. weiterlesen…

Lähmende Informations-Überflutung

Rätsel: Warum Menschen nicht auf Räumungsanordnungen hören

Forscher versuchen zu ergründen, warum die Hälfte der Bewohner, die im Supersturm Sandy in ihren Häusern ertranken, obwohl Evakuierungen zwingend vorgeschrieben waren, so beschreibt Thomas Frank, E&E News am 27.09.2019 das Rätsel, warum Menschen Räumungsbefehlen nicht Folge leisten. Beispiel: der Hurrikan Sandy, der 2012 an der US-Ostküste 117 Menschen tötete. Damals machten die Centers for Disease Control and Prevention eine überraschende Entdeckung: Die Haupttodesursache war Ertrinken, und fast die Hälfte der Ertrinkungstode ereignete sich in überfluteten Häusern, für die es amtliche Räumungsanordnungen gab. weiterlesen…

Plan mit vielen Tücken

EEG-Umlage CDU-Spitze will Ökostrom-Förderung abschaffen

CO2-Rauch-Wasserdampf-Fahne Kraftwerk Reuter-West und Müllverbrennungsanlage, Berlin - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifySchlecht ist die Idee per se nicht: Die CDU-Spitze will in Zukunft keine Förderungen oder Verbote bestimmter Technologien im Energiebereich mehr. Stattdessen müsse die „Leitplanke für unser Energiesystem […] einzig und allein die Reduktion von Treibhausgas-Emissionen als Orientierungsgröße“ sein. So hat es der CDU-Bundesvorstand am 30.09.2019 beschlossen. „Ziel ist, die EEG-Umlage unter Wahrung von Bestandsschutz ganz abzuschaffen“, heißt es auf Seite 15 des Papiers zu einer „Sozialen Marktwirtschaft von Morgen“. Clemens Weiß hat das CDU-Papier für energiezukunft unter die Lupe genommen. weiterlesen…

Elektrochemische Redox-Kühlung

Zwei Vorteile vor Peltier-Kühler

Kühlschrank, klassisch - Foto © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft für SolarifyDie hohe Konformationsentropie-Änderung der Fe(CN)63-/4--Redoxreaktion kann als Grundlage für einen kompakten elektrochemischen Kühlschrank genutzt werden. Dieses Gerät ist vergleichbar mit der flüssigen Version eines Peltier-Kühlers*), mit zwei wesentlichen Vorteilen: Erstens ist die Entropieänderung pro Träger (1,5 mV/K) des elektrochemischen Kältemittels mehr als fünmal größer als die von modernen festen thermoelektrischen Materialien; und zweitens kann der flüssige Elektrolyt kontinuierlich von der Kühlverbindung entfernt zugeführt werden, so dass die Joule-Erwärmung im Schüttgut-Element die abgegebene Kühlwirkung nicht beeinträchtigt. (Nature Scientific Reports) weiterlesen…

Effekt der Strontiumdotierung auf photokatalytische Leistung von Neodymmanganit

Seltenerd-Perowskite als Photokatalysatoren

Ernsthafte Umweltprobleme und täglicher Energiebedarf sind entscheidende Themen, denen wissenschaftliche Aufmerksamkeit zuteil wird, um neue ungiftige, kostengünstige, stabile und effiziente Materialien zur Lösung dieser Probleme zu entwickeln. Photokatalyse-Studien haben sich zu einem wichtigen Thema im Bereich der sauberen Energieanwendungen entwickelt. Seltene Erd-Perowskite ABO3 werden seit kurzem als Photokatalysatoren eingesetzt, diese Materialklasse ist aufgrund ihrer ungewöhnlichen physikalischen und chemischen Eigenschaften eine Schlüsselart von Oxiden. Ein Bericht in Nature Scientific Reports. weiterlesen…