Festkörperelektrolyte mit hervorragender Polymerchemie

Membranen mit hohem Coulomb-Wirkungsgrad und stabilem Zellbetrieb bei höheren Spannungen

Sichere, kostengünstige und langlebige elektrische Energiespeicher sind unerlässlich, um den Fortschritt im Bereich des elektrischen Transports, der Technologie mobiler Geräte und autonomer Maschinen einschließlich Drohnen und fortschrittlicher Robotik aufrechtzuerhalten. Ein sehr gefragter Weg zu solchen Geräten führt über die Entwicklung der heutigen Lithium-Ionen-Batterien zu sogenannten „Metallbatterien“, welche die Graphitanode durch einen Alkalimetallblock, einschließlich Lithium, Natrium und Kalium, ersetzen. Jetzt haben sieben Wissenschaftler der Cornell University, Ithaca, im Staat New York vernetzte Polymernetzwerke entworfen, die entweder als Li-Metallanodenbeschichtung oder als alle Festkörperelektrolyte dienen – und in Nature Communications darüber berichtet. Ihre hervorragende Polymerchemie ist für die beeindruckende Leistung der Lithium-Nickel-Cobalt-Mangan–Vollzellen verantwortlich. weiterlesen…

Lesehinweis: „Man blamiert sich schneller als erwartet“

SPON-Kolumne von Christian Stöcker

Das Wasser steigt, der Wald leidet: Die zerstörerische Kraft der Erderhitzung setzt die Regierungen der Welt unter Zeitdruck. Viele aber ziehen es vor, nicht die Krise anzugehen – sondern die, die vor ihr warnen“ – so Christian Stöcker in einer Kolumne auf SPIEGEL-Online, die er mit dem Satz beginnt: „Die Wortfolge der Woche lautet: ‚Schneller als erwartet.'“ Als ersten Beleg nennt Stöcker Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, die gesagt hatte , der Klimawandel habe uns „deutlich schneller getroffen als erwartet“. Dass Klöckner jetzt so tue, als komme das alles überraschend, sei „nicht überraschend, aber trotzdem peinlich“. weiterlesen…

Ticketsteuer hilft dem Fiskus, aber nicht dem Klima

…und wird niemanden vom Fliegen abhalten

Um das Klima zu retten und die Deutschen vom vielen Fliegen abzuhalten, war eine heftige Maßnahme im Gespräch: Die Luftverkehrsteuer sollte verdreifacht werden. Doch nun plant die Regierung mit deutlich geringeren Aufschlägen, wie aus der Süddeutsche Zeitung vom 04.10.2019 zu erfahren war. weiterlesen…

„Verbotene“ Verbindung aus Cer und Wasserstoff

Wasserstoffreiche Supraleiter bei geringen Temperaturen entdeckt

Forscher aus China, den USA und Russland haben die Regeln der klassischen Chemie gebrochen und eine „verbotene“ Verbindung aus Cer und Wasserstoff synthetisiert, die bei einem relativ niedrigen Druck von 1 Million Atmosphären Supraleitung zeigt – so eine Medienmitteilung aus dem Moscow Institute of Physics and Technology (MIPT). Sie wollten neue wasserstoffreiche Supraleiter (HTc) bei niedrigstem Druck entdecken und berichten in einem in Nature Communications publizierten Artikel über Vorhersage und experimentelle Synthese über ein Cer-Superhydrid – CeH9 – in einer laserbeheizten Diamant-Ambosszelle. Die Entdeckung dieses Superhydrids biete eine praktische Plattform, um die konventionelle Supraleitung in wasserstoffreichen Superhydriden weiter zu untersuchen und zu verstehen. weiterlesen…

Mit Wasserdampf H2 herstellen

Sunfire liefert Total Hochtemperatur-Elektrolyseur im Megawatt-Maßstab

Sunfire wird einer Medienmitteilung zufolge im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojekts E-CO2MET einen Hochtemperatur-Elektrolyseur im Megawattbereich für den Einsatz in industriellen Umgebungen bereitstellen. Er soll im Rahmen des Forschungsprojekts „E-CO2MET“ in der Total-Raffinerie Mitteldeutschland (Leuna) synthetisches Methanol produzieren. Den Wasserstoff lässt Total mit hochkonzentriertem CO2 aus den Raffinerieprozessen reagieren, um synthetisches Methanol zu produzieren. weiterlesen…

Klimaschutz schadet Wirtschaft nicht – im Gegenteil

FES-Studie untersucht Bedeutung der Energiewende für künftige Beschäftigung in Deutschland

„Die Ergebnisse zeigen, dass eine Reduktion der Treibhausgas-Emissionen bis 2050 um 95 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 mit positiven wirtschaftlichen Effekten verbunden ist.“ Das ist das recht nüchterne Resümee einer Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung. Verglichen hatten die Forscher ihre Annahmen mit einem „Weiter-so“-Szenario. Clemens Weiß hat die FES-Studie für energiezukunft gelesen. (Studie: Jobwende – für ein besseres Morgen – Titel © FES) weiterlesen…

Photokatalytische Wasserspaltung verbessert

Bisher noch kein praktikables Verfahren

Seit Jahrzehnten sind erneuerbare Energieträger aufgrund des dramatischen Klimawandels durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und der Zurückhaltung bei der weiteren Nutzung der Kernenergie dringend gefragt. Daher hat die photokatalytische Wasserspaltung zunehmend an Bedeutung gewonnen und gilt als vielversprechender Ansatz zur Umwandlung von Sonnenenergie in chemische Energie in Form von Wasserstoff als Kraftstoff – aber es sei noch kein praktikables Verfahren gefunden worden, so die Autoren aus Oxford und Hongkong im Abstract des Berichts „Photocatalytic water splitting by N-TiO2 on MgO (111) with exceptional quantum efficiencies at elevated temperatures“ (Photokatalytische Wasserspaltung durch N-TiO2 auf MgO (111) mit außergewöhnlichen Quantenwirkungsgraden bei erhöhten Temperaturen) in Nature Communications. weiterlesen…

Handbuch für Nationen zur Dekarbonisierung

SDSN-Fahrplan bis 2050

Die Fondazione Eni Enrico Mattei (FEEM) und das Sustainable Development Solutions Network (SDSN) haben im April 2019 mehr als sechzig technische Experten aus der ganzen Welt nach Mailand eingeladen, um den Stand der Dekarbonisierung (Defossilisierung) zu diskutieren, die den notwendigen globalen Übergang zur Entfossilisierung beschleunigen können. Heraus kam dabei die Roadmap bis 2050: Ein Handbuch für Länder, die sich bis Mitte des Jahrhunderts dekarbonisieren wollen, ist das Ergebnis dieses Workshops. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuesten Dekarbonisierungstechnologien, die den nationalen Regierungen zur Verfügung stehen, um emissionsarme Entwicklungsstrategien gemäß Artikel 4.19 des Pariser Abkommens einzuführen. weiterlesen…

Baumhöhe verstärkt Sterberisiko bei intensiver Dürre

Millionen hoher Bäume durch Klimawandel besonders gefährdet

Forscher der Fakultät für Umweltwissenschaften an der Universität von Virginia haben festgestellt, dass die Waldsterblichkeit aufgrund des Klimawandels zunimmt, was zunächst nicht überrascht, aber: die größten Bäume sind möglicherweise am stärksten gefährdet und gefährden kritische ökologische, wirtschaftliche und soziale Vorteile, sagen die Autoren Atticus E. L. Stovall, Herman Shugart und Xi Yang in Ihrem in Nature Communications erschienen Artikel. weiterlesen…

Regierungskommission zu Fluchtursachen nahm Arbeit auf

Müller: „71 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht“

Wie kann man den Ursachen von Flucht und Migration wirksam begegnen? Antworten auf Fragen wie diese soll die im Juli von der Bundesregierung eingesetzte 24köpfige Fachkommission zum Thema Fluchtursachen liefern, die am 02.10.2019 in Berlin erstmals zusammentrat, wie das BMZ mitteilte. 71 Millionen Menschen seien weltweit auf der Flucht, durch den Klimawandel könnten noch mehr Menschen ihre Heimat verlieren, erklärte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU): „Wir müssen all diesen Menschen eine Perspektive in ihrer Heimat geben und die Ursachen von Flucht und Migration deutlich verringern“. weiterlesen…