„Die Strategie muss liefern!“

Nachhaltigkeitsrat empfiehlt Bundesregierung kreative Konsequenz Vorbemerkung

Die Bundesregierung kündigt an, die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie weiterzuentwickeln. Der Arbeitsprozess soll im Herbst 2019 starten. Die Weiterentwicklung ist erforderlich. Es steht zu befürchten, dass wichtige Ziele nicht erreicht werden, wenn die Bundesregierung hier nicht konsequent nachsteuert. Auch neue Themen aus der Digitalisierung, der Wirtschaftsentwicklung und den Umweltschäden erfordern diese Weiterentwicklung. Neue Anforderungen stellen sich auch im europäischen und globalen Kontext. Es ist dringlich, die regionalen Akteure und Entscheidungsträger in das Handeln einzubeziehen. Hier gibt es neue, noch zu wenig genutzte Möglichkeiten für die Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie. Der Rat für Nachhaltige Entwicklung hat diese neuen Möglichkeiten in Empfehlungen gegossen. Solarify dokumentiert sie. weiterlesen…

Marlehn Thieme verlangt Mut von Merkel

Rat für Nachhaltige Entwicklung legt Empfehlungen vor

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung will zukunftsfähigere Politik. Beim Klimaschutz und der Biodiversität, aber auch in der Finanzwirtschaft, im sozialen Bereich und der Digitalisierung ruft der Nachhaltigkeitsrat mit seiner 19. Jahreskonferenz im bcc Berlin dazu auf, sich gegen die Allmacht des Status quo zu stellen. Im Mittelpunkt steht dabei die von der Ratsvorsitzenden Marlehn Thieme vorgetragene Forderung an die Bundesregierung, alles zu tun, um die von ihr selbst gesteckten Nachhaltigkeitsziele auch tatsächlich zu erreichen. Kanzlerin Merkel will Aufnahme der Nachhaltigkeit ins Grundgesetz prüfen. weiterlesen…

Europäische CO2-Hitliste – „Deutschland keine Musterschülerin“

watson: Wer emittiert (2016) in Europa am meisten? …Luxemburg!

Das deutsch-schweizerische Internetportal watson hat am 03.06.2019 eine aufschlussreiche Hitliste aufgemacht: Die größten CO2-Emittenten Europas. Ein durchschnittlicher Luxemburger produzierte 2000 mehr als die fünffache Menge CO2 (24,3 Tonnen) als eine durchschnittliche Lettin (4,5 t). Eine Estin wiederum produzierte gleich nebenan fast drei Mal so viel – 12,4 t. Polen emittierte 2016 weniger als Deutschland. Island belegt mit 16,7 t/a den zweiten Platz. Dänemark reduzierte seine jährlichen Pro-Kopf-Emissionen von 13,7 auf 9,3 t/a. Deutschland ist nicht mehr „Musterschülerin“. weiterlesen…

Bislang wandert Industrie nicht ab – trotz Klimaschutzauflagen

MCC analysiert Investitionsverlagerungen deutscher Firmen, die vom EU-Emissionshandel erfasst sind. Erste Untersuchung dieser Art auf Basis der hochwertigen Mikrodaten der Bundesbank

Die oftmals geäußerte Befürchtung, dass der Klimaschutz Industrie aus dem Land treibt, wird durch eine Auswertung der vertraulichen „Mikrodatenbank Direktinvestitionen“ der Deutschen Bundesbank entkräftet: Es gibt bislang kaum Belege dafür, dass deutsche Unternehmen, deren CO2-Ausstoß über den EU-Emissionshandel limitiert wird, darauf mit dem Aufbau von Produktion außerhalb der EU reagieren. Die Studie wurde unter Federführung des Berliner Klimaforschungsinstituts MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) erstellt und jetzt in der Fachzeitschrift Energy Economics veröffentlicht. Es ist das erste Mal, dass das Thema nicht auf der Basis aggregierter Sektor- oder Länderdaten analysiert wird, sondern anhand von Mikrodaten zu den Aktivitäten der regulierten Unternehmen und ihrer Anlagen, wie das MCC mitteilt. weiterlesen…

VW-Boss: Kohleausstieg viel zu spät!

„An den großen Hebeln“ ansetzen

VW-CEO Herbert Diess hat – so zitiert Euractiv den Tagesspiegel Background Mobilität & Transport – die Energiepolitik der Bundesregierung scharf kritisiert: Der Kohleausstieg komme nach seiner Überzeugung „viel zu spät“, sagte Diess in einem am 31.05.2019 im veröffentlichten Interview. Zudem seien die Prioritäten falsch gesetzt worden: „Man hätte erst aus der Kohle und dann aus der Kernkraft aussteigen sollen.“ Zwar sei an dem Ende Januar erzielten Kohlekompromiss hart gearbeitet worden, der bis 2038 schrittweise aus der Kohleverstromung auszusteigen vorsieht – im Kampf gegen die Klimaerwärmung müsse aber „an den großen Hebeln“ angesetzt werden – also am Ausstieg aus fossilen Energieträgern, vor allem der Braunkohle. weiterlesen…

Klimaschutz sofort in den Mittelpunkt

Michael Müller im Solarify-Selbst-Gespräch: „Politisiert, aber nicht politisch“

Auch wenn die Zahlen es derzeit nicht unbedingt hergeben und die SPD erst einmal aus dem Tal der Tränen heraus muss, wirbt der SPD-Umweltexperte und Ex-Umweltstaatssekretär Michael Müller im Solarify-Selbst-Gespräch für ein neues rot-grünes Projekt. Der Klimaschutz gehöre – nicht erst seit den Ergebnissen der Europawahl – ins Zentrum der politischen Auseinandersetzungen. weiterlesen…

Rheinische Post: „Quadratur des CO2-Preises“

Landesschefs für CO2-Abgabe – Partei dagegen

Während die SPD um ihre Zukunft ringt und die große Koalition mit ihr, brennt der CDU laut der Rheinischen Post gerade ein Thema auf den Nägeln, „für das ihr in der Bevölkerung so gut wie keine Kompetenz zugemessen wird: der Klimaschutz“. Die Christdemokraten streiten einerseits darüber, ob das Fahren mit schweren, emissionsstarken SUVs deutlich teurer werden soll, damit das Klimaziel 2030 doch noch erreicht wird. Andererseitrs wollten einige Unionsfraktions-Mitglieder die Empfehlungen der Kohle-Kommission nicht uneingeschränkt mittragen. weiterlesen…

Kernfusion: 90.000 kWh Wärmeenergie aus 1 Gramm Helium­-Tritium­-Gemisch

„Funken in der Sternenmaschine“

Die Kernfusion soll die Kraft der Sonne auf die Erde holen und wäre, wenn sie gelingt, eine völlig neue Energiequelle. Einen Weg zu dieser Form der Energieerzeugung verfolgen Forscher um Thomas Klinger, Direktor am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik in Greifswald, mit der Anlage Wendelstein 7-X, der weltweit größten Fusionsanlage vom Typ Stellarator, schrieb Roland Wengenmayr am 29.05.2019 in einer Reportage auf der Internetseite der Max-Planck-Gesellschaft. weiterlesen…

Kernkraftwerke retten nicht Klima, sondern Atomwaffenindustrie

IPPNW-Antwort auf IEA-Studie

Die Internationale Energieagentur warnt in einer am 28.05.2019 veröffentlichten Studie, dass die Stromerzeugung durch Atomkraftwerke weltweit stark fallen könnte, da immer mehr Meiler aus Alters- und Sicherheitsgründen vom Netz gehen müssen. Ohne einen Politikwechsel würden die Industrieländer in Europa, die USA, Kanada und Japan bis 2025 25% ihrer atomaren Energiekapazität verlieren. Die Ärzteorganisation IPPNW kritisiert in ihrer Pressemitteilung vom selben Tag die präsentierte Lösung durch eine Laufzeitverlängerung und Subventionen der Atomenergie und fordert stattdessen den weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie und eine Energiewende durch einen Mix aus Energieeinsparung, Ausbau von Erneuerbaren Energien und Speichertechnologien. weiterlesen…