Kapazitätsmarkt

Als Kapazitätsmarkt wird eine derzeit diskutierte Form des Energiemarktes bezeichnet, die Anreize für Kraftwerksbetreiber schafft, Reserveleistung vorzuhalten. Kraftwerke sollen nicht mehr nur für die abgegebene Leistung Geld erhalten, sondern auch für ihre Betriebsbereitschaft. Hintergrund ist die Energiewende und der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien. weiterlesen…

Schnee auf PV kein Problem?

TEC-Institut: Schneeräumung auf PV-Anlagen kaum sinnvoll

(PM)In einer Vergleichsstudie hat das TEC-Institut  für technische Innovationen (Waldaschaff) geprüft, welchen Einfluss die Schneeräumung von Photovoltaikanlagen auf deren Stromertrag hat. Das Ergebnis der Studie ist verblüffend. Auf ein ganzes Betriebsjahr bezogen ist der Ertragsgewinn durch regelmässige Schneeräumung verschwindend gering. Die Untersuchung wurde an einer 1,24 Megawatt Freiflächenanlage im tschechischen Holysov durchgeführt, die der Photovoltaik-Anbieter ANTARIS SOLAR für den Test zur Verfügung stellte. weiterlesen…

Solide Arbeit statt

„Wenn wir die Atomkraftwerke abschalten, müssen wir teuren französischen Atomstrom importieren“, lautet bis heute das gebetsmühlenhaft wiederholte Totschlag-Argument der Energiewende-Gegner. Diese Behauptung erweist sich jetzt als das, was sie ist: leere Panikmache mit eindeutigem Ziel. Nach BDEW-Schätzungen wurden 2012 sagenhafte 23 Mrd. kWh exportiert, viermal so viel wie 2011. Das Hamburger Abendblatt beschreibt das so: „Deutschland hätte ein Problem, wenn derzeit auch noch die acht Atomkraftwerke laufen würden, die nach der Katastrophe von Fukushima stillgelegt worden sind. Denn der massive Ausbau von Wind- und Solarenergie macht das Land zum Exportmeister beim Strom.“ BDEW-Hauptgeschäftsführerin Hildegard Müller konstatiert denn auch „einen historischen Höchstwert beim Stromaustausch ins Ausland“. Recht hat sie auch mit der Warnung, es wäre „ein Trugschluss zu glauben, dass wir deshalb unbekümmert in Sachen Versorgungssicherheit sein können“. Vielmehr sollten wir „alle Spielräume innerhalb des EEG nutzen, um die Ausbauziele nach den Kriterien Effizienz und Versorgungssicherheit auszurichten“.
Das gilt vor allem für die Energiewende: Die braucht bessere Koordination und Steuerung als bisher – Klaus Töpfer forderte bereits im Bericht der Ethik-Kommission einen Energiewende-Beauftragten – bisher erfolglos. Lediglich eine nette Experten-Kommission durfte mitten im Weihnachts-Einkaufstrubel ein bisschen Kritik üben – das Wirtschaftsministerium dagegen geizte nicht mit Selbstlob. Der BDEW hat gemeinsam mit dem WWF einen Vorschlag zur dauerhaften Sicherstellung aller Akteure am Gelingen der Energiewende gemacht: Der Bundestag solle ein Nationales Forum Energiewende einsetzen, dieses könne, so Hildegard Müller, „kurzfristig für Impulse und Stabilisierung sorgen,“ und einen „unaufgeregten Interventionsmechanismus für die Umsetzung der Energiewende“ organisieren. weiterlesen…

Änderungen 2013 für Energiekunden

Neue Umlage im Strompreis enthalten – Nachrüstung von PV-Anlagen beginnt – Steuerbefreiung von Elektrofahrzeugen verlängert

Am 1. Januar 2013 trat die Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) in Kraft. Der Gesetzgeber hat damit unter anderem die Einführung der neuen Offshore-Haftungsumlage in Höhe von 0,25 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh) festgelegt. Mit dieser Umlage werden die Haftungsrisiken bei einer verzögerten Netzanbindung von Offshore-Windparks in Ausnahmefällen zum Teil auf die Allgemeinheit umgelegt, die anderweitig nicht abgesichert werden können. weiterlesen…

Strom aus der Wüste: Realität oder Fata Morgana?

Lesehinweis:
Desertec – eine kritische Bestandsaufnahme

von Matthias Ruchser in: Energiewirtschaftliche Tagesfragen

Der Autor setzt sich mit den hochfliegenden Plänen auseinander, dass bis 2050 15 bis 20 Prozent des europäischen Strombedarfs aus den Wüsten des MENA-Raums stammen könnten. Solarify zitiert mit seiner freundlichen Genehmigung und bietet einen „Weiterlesen“-Link an:
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Fraunhofer ISE: Neue Infografik

Endlich belastbare Zahlen

Vision 2050: Eine Studie des Fraunhofer ISE zeigt für Deutschland, dass Strom im Jahr 2050 nicht teurer sein muss als heute und trotzdem zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammen kann. Photovoltaik kommt deutlich besser weg als in den bisherigen Studien zum Thema. Aus Photovoltaik/Dezemberausgabe (Autor: Michael Fuhs). Siehe auch https://www.solarify.eu/warmesektor-spielt-entscheidende-rolle-bei-energiewende/. weiterlesen…

Wasserstoff, historisch

Für den technischen Propheten und Romancier Jules Verne war das Energieproblem unserer Zivilisation nie eine Frage. Schon im Jahr 1875 ließ er in seinem Werk „Die geheimnisvolle Insel“ wissen: „Wasserstoff und Sauerstoff werden für sich oder zusammen zu einer unerschöpflichen Quelle von Wärme und Licht werden, von einer Intensität, die die Kohle überhaupt nicht haben könnte; das Wasser ist die Kohle der Zukunft.“ weiterlesen…

Neues Fraunhofer-Buch zum Thema Elektromobilität

Elektrofahrzeuge:  sauber, effizient und leise

Forscher aus 33 Fraunhofer-Instituten waren am Verbundprojekt Fraunhofer-Systemforschung Elektromobilität beteiligt. Sie haben Themen rund um die Elektromobilität bearbeitet. Von der Energieumwandlung zu den Schnittstellen zwischen Stromnetz und Fahrzeug, von der Energiespeicherung bis hin zu Fahrzeugkonzepten mit einer neuen Infrastruktur sowie Nutzungs- und Abrechnungsmodellen. Nun liegen die Forschungsergebnisse als Buch vor. weiterlesen…

Schwache junge Sonne

Warum die frühe Erde kein Schneeball war: das „Paradoxon der schwachen jungen Sonne“

In der Frühgeschichte des Planeten Erde strahlte die Sonne etwa 25 Prozent weniger hell als heute. Dennoch gibt es Hinweise dafür, dass die Oberfläche ihrer Ozeane nicht komplett zugefroren war. Die offensichtlichste Erklärung für dieses berühmte „Paradoxon der schwachen jungen Sonne“ scheinen hohe Konzentrationen von erwärmenden Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) zu sein. Mit Computersimulationen hat ein Team von Wissenschaftlern des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) untersucht, wie viel CO2 in der Atmosphäre enthalten sein musste, um die junge Erde nicht in einen „Schneeball-Zustand“ fallen zu lassen. Die nötige Menge ist höher als bislang gedacht, so das Ergebnis ihrer jetzt im Fachmagazin „Geophysical Research Letters“ veröffentlichten Studie. Die Ergebnisse helfen, die Umwelt der frühen Erde in einer Zeit besser zu verstehen, als das erste Leben auf unserem Planeten entstand. weiterlesen…