Thüringen fördert Photovoltaik

„Wenn man alle Kosten einbezieht, sind Atomkraftwerke teurer als andere Technologien“: acht Fragen an Pao-Yu Oei, Gastwissenschaftler an der TU Berlin im Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik

Dr. Pao-Yu Oei lehrt und forscht im Fachgebiet Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik (WIP) des Bereichs Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsrecht der Technischen Universität Berlin. Seine Themen: Braunkohle, Kohlebergbau und Stromerzeugung in Deutschland, Carbon Capture und Storage, europäischer Elektrizitätsmarkt, grenzüberschreitende Wasserverteilung (Flussgebietsmanagement), Reduktion der Kohleverstromung in Deutschland (parallel Forschung am DIW Berlin), Klimapolitik in Deutschland und Europa. Erich Wittenberg fragte ihn. weiterlesen…

BR-Kritik wg KWK-Plänen


Länder kritisieren Regierungspläne zur Förderung von KWK-Anlagen

Bundesrat - Foto © Gerhard Hofmann Agentur ZukunftDer Bundesrat übte in seiner Sitzung an 04.11.2016 deutliche Kritik an den von der Bundesregierung geplanten Änderungen am Gesetz zur Kraft-Wärme-Koppelung und am EEG. Dabei hält er insbesondere die künftig erforderlichen Ausschreibungsverfahren zur Förderung von KWK-Anlagen für verbesserungswürdig: Anlagen, die aus industrieller Abwärme Strom und Wärme erzeugten, dürften keinesfalls von den Förderausschreibungen ausgeschlossen werden. Denn auch diese Anlage seien innovative KWK-Systeme, heißt es in einer Stellungnahme. weiterlesen…

Heizkosten und CO2 einsparen

Neuer „Heizspiegel“ hilft Verbrauchern beim Klimaschutz zu Hause

Fernheizungs-Verteilung - Foto © Gerhard Hofmann_Agentur ZukunftDie durchschnittlichen Heizkosten haben sich im vergangenen Jahr in Deutschland uneinheitlich entwickelt. So ist das Heizen mit Heizöl fast ein Fünftel günstiger geworden. Bei Häusern mit Erdgas- oder Fernwärmeheizung gab es kaum Veränderungen. Mit dem neuen Heizspiegel für Deutschland 2016 kann man jetzt prüfen, ob die Heizkosten angemessen sind. Und mit einer Thermographie. weiterlesen…

Big World, Small Planet


„Wir waren lange Zeit einer kleinen Welt auf einem großen Planeten. Nun sind wir eine große Welt auf einem kleinen Planeten.“

big-world-small-planet Nach diesem Leitmotiv regen der Resilienzforscher Johan Rockström und der Fotograf Matthias Klum in „Big World Small Planet“ titelgetreu zu einem großflächigen Umdenken über unsere Rolle auf dem Planeten Erde an. Konzipiert als Zusammenspiel aus aussagekräftigen Fotografien, wissenschaftlichen Daten und positiv motivierenden Anreizen verfolgt das im Ullstein Verlag erschienene Sachbuch seine Mission: die Notwendigkeit sofortiger Maßnahmen zur Stabilisierung des Ökosystems nachdrücklich zu vermitteln und dabei, in den Worten der Autoren, die „Kluft zwischen Wissenschaft und Kunst“ zu überbrücken. weiterlesen…

Strukturen ändern, statt Menschen

Buch-Tipp: Wie kann werden, was alle wollen?

Umweltbewusstes Verhalten hat schon manche Bewegung und manchen Trend angestoßen, doch von einem grundlegenden ökologischen Wandel ist unsere Gesellschaft noch weit entfernt. Dazu kommen die Widersprüche im eigenen Verhalten der Menschen: Mehr als 80 Prozent der Bundesbürger begrüßen artgerechte Tierhaltung. Doch nur wenige entscheiden sich an der Ladentheke dafür. Ein Grill darf auch mal 800 Euro kosten, darauf liegen nicht selten die Würstchen zum Dumpingpreis. weiterlesen…

Abschaltbare Lasten

Abschaltbare Lasten im Sinne der Verordnung über Vereinbarungen zu abschaltbaren Lasten (AbLaV) sind bestimmte Verbrauchseinrichtungen, die zuverlässig ihre Verbrauchsleistung auf Anforderung der Übertragungsnetzbetreiber um eine bestimmte Leistung reduzieren können. Durch diese Reduktion der Verbrauchsleistung können abschaltbare Lasten bei Einhaltung spezifischer weiterer technischer Anforderungen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Sicherheit oder Zuverlässigkeit des Elektrizitätsversorgungssystems in verschiedenen weiterlesen…

KWKG 2016

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) In Deutschland werden hocheffiziente KWK-Anlagen aus klimapolitischen Gründen durch das KWK-Gesetz (KWKG) gefördert. Das geltende Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz aus dem Jahre 2012 (KWKG 2012) wurde am 1. Januar 2016 durch das neue KWK-Gesetz (KWKG 2016) ersetzt. Der erste offizielle Referentenentwurf für ein Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz – KWKG) stammte weiterlesen…

Es geht nicht ehrlich zu


Wenn es ehrlich zuginge…

Die EEG-Umlage steigt wieder („Rekord!“ rufen die, welche schon immer dagegen waren und auch mit dem Klima nichts oder nicht so schnell etwas am Hut haben) – sie erklimmt neue Höhen, obwohl Puntila Gabriel und sein Knecht Matti Baake des Gegenteil versprochen hatten – ganz fest. Nachdem nicht anzunehmen ist, dass sie die Bürger bösartig hinters Licht geführt haben, gibt es nur eine Erklärung für das nicht eingehaltene Versprechen: Beide müssen an den falschen Stellschrauben gedreht haben.Vielleicht, weil sie – den Blick stur auf die Arbeitsplätze (=Wählerstimmern? Wir haben Vor-Wahljahr!) in der Kohle oder den energieintensiven Firmen gerichtet – noch immer nicht gemerkt haben, oder darauf hören wollten, was Experten schon lange von den PV-Dächern pfeifen: Die tatsächlichen Kosten der Erneuerbaren Energien haben sich von den Zahlungen der Verbraucher entkoppelt.
Nach dem sogenannten EEG-Paradoxon steigt die Umlage, wenn die Börsenstrompreise – aufgrund der Erneuerbaren! – sinken. Letzere kannibalisieren sich also im aktuellen Strommarktsystem schlicht selbst. Die private Stromkundschaft bezahlt deshalb immer mehr, je günstiger Wind- und Sonnenstrom werden. Ein Drittel profitiert allerdings – und das gleich doppelt: Vielverbraucher zahlen kaum Umlage und sparen durch direkten Stromeinkauf.

  • Wenn es ehrlich zuginge (und Matti Baake legt immer ganz viel Wert auf Gerechtigkeit), müssten Stromkunden pro kWh 10,8 ct mehr für die versteckten, externalisierten Kosten der Fossilen bezahlen.
  • Wenn es ehrlich zuginge, würden die Stromerzeuger publik (anderes Wort für transparent) machen, dass sich die dafür gezahlten staatlichen Subventionen und gesellschaftlichen Folgekosten 2017 voraussichtlich auf 38 Milliarden Euro summieren. Etwa eineinhalb mal so viel wie die transparente EEG-Förderung.

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FKW folgt FCKW nach

Durchbruch in Kigali – größerer Einfluss als COP21?

Der New York Times war es eine „Breaking News“ wert: „Mit ‚einem gewaltigen Schlag‘, haben mehr als 170 Ländern vereinbart, eine in Klimaanlagen und Kühlschränken verwendete erderwärmende Chemikalie zu begrenzen. Die Verhandlungsteilnehmer erreichten am 14.10.2016 eine rechtlich bindende Vereinbarung, um dem Klimawandel entgegenzuwirken, indem sie den weltweiten Einsatz einer leistungsfähigen, in Klimageräten und Kühlschränken eingesetzten, erderwärmenden Chemikalie begrenzten. Die Gespräche in Kigali, der Hauptstadt Ruandas, standen nicht so im Rampenlicht wie die Klimaveränderung, die im vergangenen Jahr in Paris geschmiedet wurde. Aber das Ergebnis könnte einen gleichen oder noch größeren Einfluss auf die Bemühungen nehmen, die Erwärmung des Planeten zu verlangsamen.“ weiterlesen…

Fluorkohlenwasserstoffe

FKW, HFKW oder HFC werden in Klimaanlagen und Kühlschränken eingesetzt; auch bei der Herstellung von Kunststoffen spielen sie eine Rolle. Die synthetischen Gase galten bisher als Ersatz für Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW), weil diese die Ozonschicht schädigten. FKW und HFKW greifen zwar die Ozonschicht nicht an. Sie tragen allerdings 100 bis 1.000 Mal stärker als CO2 zum weiterlesen…