Elektro- und Elektronikgerätegesetz tritt in Kraft

Handel muss alte Elektrogeräte zurücknehmen – Kritik vom DUH – PV-Module registrierungspflichtig

Heute (24.10.2015) tritt das neue Elektro- und Elektronikgerätegesetz in Kraft. Das Gesetz wird die Rückgabe alter Elektro- und Elektronikgeräte deutlich vereinfachen. Zudem stärkt das Gesetz den Zoll dabei, den illegalen Transfer von Altgeräten in ärmere Länder zu unterbinden, wo sie häufig auf gefährlichen Deponien landen. Mit dem Gesetz werden die europarechtlichen Vorgaben der sogenannten WEEE-Richtlinie (engl.: Waste of Electrical and Electronic Equipment) umgesetzt. weiterlesen…

Atomausstieg

„Die Betreiber der Kernkraftwerke tragen die Kosten für den Atomausstieg – also für den Rückbau der Kraftwerke und für die Entsorgung des radioaktiven Mülls. Sieben Jahre noch, dann ist Schluss mit der Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland“, schreibt das BMWi in einer Pressemitteilung zum Atomausstieg. Bis Ende 2022 werden die letzten acht Kernkraftwerke in Deutschland Schritt für Schritt vom Netz gehen. Danach müssen sie zurückgebaut und der radioaktive Abfall sicher entsorgt werden. Die Verantwortung für die Kosten tragen die Verursacher – also die Betreiber der Kernkraftwerke. weiterlesen…

Das Strompreismärchen der EVU


Der Staat ist schuld

Den erfolgreichen PR-Bemühungen einiger weniger interessierter Firmen, die mit Energie handeln, ist es zu „danken“, dass immer noch unverhältnismäßig viele Zeitgenossen allen Ernstes dem Märchen aufsitzen, die Erneuerbaren Energien seien schuld an den hohen Strompreisen, und, dass aufgrund des Solar- und Windkraft-Booms überhöhte Zahlungen an gierige Anlagenbesitzer geleistet werden müssten. Und, dass deshalb die Energiewende unbezahlbar werde. Und, gleich dem ewig grüßenden Murmeltier wird uns dieses Märchen – pünktlich zur neuen EEG-Umlage wieder aufgetischt.
Darauf verwies kürzlich wieder das Portal „Strom-Report.de“. Fritz Vorholz nannte das Märchen vor drei Jahren in der Zeit die „Strompreislüge“ – und er sagte voraus, sie werde „eine Fortsetzung haben. Die Gegner der Energiewende arbeiten bereits daran, für den Herbst, wenn es draußen kälter wird und drinnen die Heizungen angehen. Dann werden sie die Angst vor Stromausfällen schüren. Das ist dann: der Blackout-Bluff.“ Nun liegt auch der Blackout-Bluff schon wieder lange hinter uns. Das hindert die Herrschaften jedoch nicht daran, uns für so „einfach strukturiert und leicht zu verängstigen“ (so kürzlich CDU-Wirtschafts-Sprecher Pfeiffer über TTIP-Demonstranten), also – sagen wir es ehrlich: für so blöd zu halten, dass sie uns immer wieder das gleiche, inzwischen todlangweilige Märchen erzählen. Ob Herr Fuchs aus der Unionsfraktion, Herr Grillo vom BDI oder Frau Neumann von der Textilwirtschaft, alle singen unisono eine Melodie: Die Erneuerbaren treiben die Strompreise. Unsinn.
Denn jüngst machte der – keineswegs an Erneuerbaren-Euphorie leidende – BDEW klar, dass der deutliche Strompreis-Anstieg der vergangenen Jahre „auf höhere Steuern, Abgaben und Umlagen zurück“ geht. Seit 1998 sei der Staatsanteil am Endkundenpreis drastisch gestiegen und liege mittlerweile gar bei 52 Prozent. Die tatsächliche „Förderung der erneuerbaren Energien“ macht nur noch einen geringen Teil der EEG-Umlage aus. Der von den Vertriebsunternehmen selbst beeinflussbare Anteil am Haushaltsstrompreis ist inzwischen auf nur noch rund 25 Prozent gesunken… weiterlesen…

EEG-Umlage 2016 auf Rekordhoch

Sonderabgabe steigt von 6,17 auf 6,35 ct/kWh

Die „EEG-Umlage“ genannte Sonderabgabe zur Förderung des Ökostroms wird im kommenden Jahr wieder steigen. Wie die für die Festlegung zuständigen Netzbetreiber am 15.10.2015 offiziell mitteilten, klettert die Abgabe für 2016 von aktuell 6,17 um 0,18 auf den neuen Rekordwert von 6,35 Cent je Kilowattstunde. Das ist ein Anstieg von 3 Prozent. Der neue EEG-Umlagesatz gilt ab 01.01.2016. (strom-report.de) weiterlesen…

Infraschall von Windgeneratoren harmlos

Untersuchungen bestätigen: Keine gesundheitlich nachteiligen Auswirkungen feststellbar

Sowohl internationale Untersuchungen als auch österreichische Messungen von Infraschall bestätigen laut einer Mitteilung der Interessengemeinschaft Windkraft Österreich, dass Infraschall selbst im Nahbereich von Windkraftanlagen die Wahrnehmungsschwelle nicht überschreitet und keine Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen hat. Windräder erzeugen sauberen Strom ohne Abgase und ohne giftige Abfälle. „Die Energiewende ist auch ein Gesundheitsprojekt. Mit jedem Windrad werden viele Patienten – vor allem Kinder – vor dem Krankwerden bewahrt“, erklärt Dr. Heinz Fuchsig, Umweltbeauftragter der Österreichischen Ärztekammer. weiterlesen…

Heizenergiebedarf sinkt um 2,7 – Heizosten um 12 Prozent

DIW/ista-Wärmemonitor 2014

  • Deutlich sinkende Heizkosten
  • Westdeutschland holt bei energetischen Sanierungen auf
  • Lange Sanierungszyklen von durchschnittlich 75 Jahren

2014 ist der Heizenergiebedarf in Mehrfamilienhäusern in Deutschland um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. Dies entspricht etwa 3,4 Kilowattstunden pro Quadratmeter Wohnfläche. Damit bestätigt sich der deutschlandweit ungebrochene Trend sinkenden Heizenergiebedarfs, wobei die Dynamik vor allem von der Entwicklung in den westlichen Bundesländern getrieben wird. Ergebnisse des DIW/ista-Wärmemonitors 2014
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Touchless- statt Touchscreen

Nanostrukturen reagieren auf Feuchtigkeit

Touchscreens sind praktisch, noch praktischer aber wären Touchless-Screens: Mit berührungsempfindlichen Bildschirmen begann zwar der Siegeszug der Smartphones, und Bank- oder Fahrkartenautomaten werden über sie gesteuert, dennoch haben sie einige Nachteile. So zeigen Touchscreens mit der Zeit mechanischen Verschleiß und wirken als Übertragungsweg für Bakterien und Viren. Um das zu vermeiden, haben Forscher des Stuttgarter Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung (MPI fkf) und der Ludwig-Maximilians-Universität München(LMU) Nanostrukturen entwickelt, die ihre elektrischen und wahlweise auch ihre optischen Eigenschaften ändern, sobald sich ihnen ein Finger nähert. weiterlesen…

50 Mio. für energetische Quartier-Sanierung

Verbesserte Förderung im KfW-Programm

Mit dem Programm „Energetische Stadtsanierung“ fördern das Bundesbauministerium und die KfW seit vier Jahren integrierte Quartierskonzepte, um die Energieeffizienz von Gebäuden und der kommunalen Infrastruktur zu steigern. Im vierten Quartal 2015 werden die Förderkonditionen deutlich verbessert. Für das Programm stehen in diesem Jahr 50 Millionen Euro aus dem Energie- und Klimafonds zur Verfügung. weiterlesen…

Förderung für kommunalen Klimaschutz verstärkt

BMUB erhöht Quoten

Die Förderung von Klimaschutzprojekten in Kommunen wurde am 01.10.2015 deutlich verbessert. Für finanzschwache Kommunen sowie Kitas, Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Sportstätten und Schwimmhallen werden die Förderquoten erhöht. Neue Fördermöglichkeiten gibt es außerdem für nachhaltige Mobilität, Energiesparmodelle und LED-Beleuchtung. weiterlesen…

Bürgerenergie geht nur regional!

Robert Spanheimer im Solarify-Selbst-Gespräch über die Bedeutung der lokalen Perspektive beim Umbau der Energieversorgung

Die Regionalstrom Franken eG ist eine im Oktober 2014 gegründete Vermarktungsgenossenschaft für Strom aus Bürgerenergieanlagen mit dem  Ziel, die zahlreichen Kleinerzeuger der Region westlich von Nürnberg zu bündeln und den Strom gemeinsam mit kommunalen Stromversorgern in der Region bis zum Endkunden zu vermarkten. Die Genossenschaft hat 134 Mitglieder, die Bürgerwindparks, PV- und Biogas-Anlagen in Nordbayern betreiben. Ihr ehrenamtlicher Vorstandvorsitzender Spanheimer will, dass die Menschen im ländlichen Raum durch Profit motiviert werden, sich für die Erneuerbaren Energien einzusetzen. Er begrüßt die BMWi-Vorschläge zu Digitalisierung der Energiewende, kritisert aber, dass kein EEG-geförderter Strom als Grünstrom an Endkunden mehr verkauft werden kann – daher verlangt er, „dass die Verordnungsermächtigung zur Grünstromvermarktung endlich umgesetzt wird“. weiterlesen…