Industriebetriebe produzieren rund 9 % der Strommenge

Meist Eigenversorgung

Zahlen des Statistischen Bundesamtes zufolge haben die Betriebe des Bergbaus und des Verarbeitenden Gewerbes 2014 45 Terawattstunden (TWh) Strom erzeugt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entspricht dies einem Anteil von rund 9 % an der von der amtlichen Statistik erfassten Bruttostromerzeugung in Deutschland. Die Industriekraftwerke dienen in erster Linie der Eigenversorgung, jedoch wird vielfach Elektrizität an andere Betriebe und an das öffentliche Netz abgegeben. Berücksichtigt werden hierbei nur Stromerzeugungsanlagen mit einer elektrischen Engpassleistung (brutto) von mindestens einem Megawatt. weiterlesen…

VW: Klima-Kollateral-Schaden

Zuerst stockte einem der Atem, dann fragte man sich: Waren, bzw. sind die Volkswagen-Lenker wirklich so blöd, oder so dreist, oder beides, dass sie ernsthaft glauben konnten, ihre gigantischen Fälschungsmanöver würden nachhaltig unentdeckt bleiben? Denn wer andere für dümmer hält als sich selbst, fliegt meistens auf die Nase – das weiß jedes Kind. So auch die VW-Bosse. Wenn der VW-Betrüger-Bande die gleiche Gerechtigkeit widerführe, wie sie jeder Unfall-Verursacher erdulden muss, würde sie wegen Körperverletzung bestraft. Offen ist am Abgas-Skandal nämlich nur noch, wie hoch der Sündenbock aufgehängt wird. Eher ist ein Bauernopfer zu erwarten. Winterkorn wollte – man versteht – ungern auf sein zweistelliges Millionengehalt verzichten – jedenfalls zunächst. Dabei gilt die alte Binsenweisheit nicht nur in der Politik: Entweder wusste der Chef nicht, was vor sich ging, dann hat er seinen Laden nicht im Griff – oder er wusste es, dann… Im Fall Winterkorn ist brisant, dass der in Personalunion auch noch Technik-Chef des Autoriesen VW ist. Das blechgewordene Symbol deutscher Zuverlässigkeit und deutschen Bürgerstolzes, stock-seriös bis an die Grenze ästhetischer Langeweile und stilistischer Einfallslosigkeit, war schon auf gutem Weg zur Öko-Führerschaft. Das haben Winterkorn und seine Abgasanovas geknickt; sie haben aber auch, und viel schlimmer – kurz vor der entscheidenden Pariser Klimakonferenz COP21 – dem ständig über seine Vorbildrolle räsonierenden, selbsternannten deutschen Energiewende-Atomausstiegs-Erneuerbaren-Energien-Klimaschutz-Vorreiter nahezu einen Reputations-Totalschaden zugefügt. Für das, was sich die deutschen Klimaunterhändler unterm Eiffelturm an Hohn und Spott werden anhören müssen, können sie einem jetzt schon leid tun. Mit Geld ist der Schaden nicht aufzuwiegen.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

Suffizienz nicht Verzicht sondern Gewinn

Gerhard Scherhorn: Wachstum oder Nachhaltigkeit

Das zentrale Menschheitsproblem neben dem Klimawandel und der Armut ist der Substanzverzehr, der Verbrauch der Gemeingüter, seine Ursachen die Fixierung auf Wirtschaftswachstum und kurzfristiges Denken. Die großen Krisen der Gegenwart, wie Lehman Brothers, Massenflucht, Klimakatastrophe sind Bankrotterklärungen der Kurzfristigkeit. Die Lösung liegt im Ende der Wachstumspolitik, in einer Politik der Nachhaltigen Entwicklung. Diese lässt die nachhaltige Produktion in den Grenzen des Substanzerhalts wachsen und die nicht nachhaltige schrumpfen. Sie wird erst gelingen, wenn langfristiges Denken das kurzfristige abgelöst hat, wenn nicht immer noch mehr Wachstum, sondern Nachhaltigkeit das Ziel der Wirtschaftspolitik ist. Das erfordert eine neue Verantwortlichkeit für die Gemeingüter. Und es ist durchsetzbar, wenn die im Grundgesetz festgelegte Sozialbindung des Eigentums auf das Kapitaleigentum ausgedehnt wird. weiterlesen…

Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating

Gegen Externalisierung – für Substanzerhalt

Die Forschungsgruppe Ethisch-Ökologisches Rating ist ein interdisziplinärer und ökumenischer Zusammenschluss kritischer Wissenschaftler mit dem Ziel, einen Beitrag für die Entwicklung einer sozial-ökologischen zukunftsfähigen Marktwirtschaft zu leisten. In den 90er Jahren hat sie die erste Kriteriologie für verantwortliche Geldanlagen (Frankfurt-Hohenheimer Leitfaden) entwickelt. weiterlesen…

„Todbringende Achterbahnfahrt, Reise zur Hölle“

Billigwahn zerstört

Dass „billig“ oft gerade nicht „preiswert“ ist, wissen wir längst. Trotzdem verfehlen Sprüche wie „Geiz ist geil“ oder „ich bin doch nicht blöd“ ihre Wirkung nicht. Vom altehrwürdigen Feilschen auf dem Bazar (auch bei uns ist ja inzwischen Handeln offiziell erlaubt), also vom Erzielen des günstigsten Preises geht eine Faszination aus – wir sind erst dann beruhigt, wenn wir „ein Schnäppchen“ gemacht haben, wie wir es verniedlichend nennen. Dass dahinter etwas Zerstörerisches lauert, macht Michael Carolan in seinem Buch „Cheaponomics – Warum billig zu teuer ist“ eindrucksvoll klar. weiterlesen…

Effizienzlabel für alle Heizungen

Erst für neue und dann auch noch für alte Heizungsanlagen

Ab 26.09.2015 müssen alle neuen Heizungen,  Heizungssysteme und Warmwasserbereiter mit dem neuen Effizienzlabel versehen werden. Damit soll bei neuen Heizungen sichtbar gemacht werden, welche Heizungen effizienter sind. Zusätzlich hat das BMWi am 12.08.2015 verkündet, dass ab 2016 auch für alte Heizungen, die älter als 15 Jahre alt sind, ein Effizienzlabel eingeführt wird. Dieses soll von Heizungsinstallateuren, Schornsteinfegern und bestimmten Energieberater ausgestellt werden. Wird das Label Heizungen im Bestand ein Anreiz für den Austausch sein? Dazu hat Energieblogger Andreas Kühl (energynet.de) zwei Experten befragt. weiterlesen…

Abregeln

Mit dem sogenannten Einspeisemanagement ist die vom Netzbetreiber vorgenommene Abregelung der Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien sowie KWK- und Grubengasanlagen in das Stromnetz gemeint. Diese Zwangsabregelung der Einspeisung wird notwendig, wenn einzelne Abschnitte eines Verteil- oder Übertragungsnetzes überlastet sind und ein solcher Engpass die Versorgungssicherheit bedroht. weiterlesen…

Energetisches Sanieren richtig gemacht lohnt sich

Die Deutsche Energieagentur empfiehlt, bei Beratung und Umsetzung auf Qualität zu setzen

Die warme Jahreszeit eignet sich hervorragend, um das Haus mit verschiedenen Effizienzmaßnahmen für den Winter zu rüsten. Aber Vorsicht ist geboten: Nur wer seine Sanierungsmaßnahmen fachgerecht plant und umsetzt, profitiert anschließend von Energieeinsparungen und mehr Wohnkomfort. Die Deutsche Energie-Agentur (dena) rät daher Sanierungswilligen zu einer qualifizierten Beratung und fachgerechten Umsetzung – so jüngst in einer Pressemitteilung. weiterlesen…

BSW-Solar mit zwei Erfolgszahlen

30 Prozent mehr Solarwärmeanträge – 35 Prozent mehr Solarstromspeicher

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verzeichnet in diesem Sommer ein deutlich gestiegenes Interesse nach Solarwärmeanlagen. Nach aktuellen Zahlen stieg die Zahl der Förderanträge im den Monaten Juni und Juli gegenüber dem Vorjahr um knapp 30 Prozent auf 5.412 Anträge. In den ersten sieben Monaten dieses Jahres hat die KfW gut 35 Prozent mehr Solarstromspeicher gefördert als im Vorjahreszeitraum. Seit der Initiierung durch die Bundesregierung im Jahr 2013 wurden durch das Marktanreizprogramm bereits weit über 12.000 Batteriespeicher installiert. Diese Zahlen veröffentlichte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) in zwei Pressemitteilungen (1 + 2). weiterlesen…