Niño, El

Das Klimaphänomen El Niño ist eine alle zwei bis sieben Jahre wiederkehrende Erwärmung des tropischen Pazifiks mit weltweiten Auswirkungen auf das Klima. Einer Studie von Wissenschaftlern des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zufolge, verstärkt die voranschreitende Klimaerwärmung besonders heftige El Niño-Ereignisse. El Niño hat u.a. negative Auswirkungen auf die Fischerei vor Peru und Chile. Da weiterlesen…

Medienschelte

Eigentlich bereits eine Binsenweisheit: Die meisten Zeitungen, Zeitschriften und Sender sind nicht gerade verliebt in die Energiewende – setzen vielmehr in all ihrer Schlichtheit Energiewende in eins mit teurem Strom. Ein bescheidenes, aber klassisches Beispiel aus der jüngsten Vergangenheit für die subkutane Meinungsmache in den Medien: FAZ, Stuttgarter Zeitung und andere beschrieben anhand eines dpa-Artikels die Konsequenzen aus der Schönwetter-bedingten Überproduktion von Solarstrom. Die FAZ titelte: „Stromverbraucher zahlen für die Hitzewelle“, die StZ: „Traumsommer wird ein teurer Spaß“ – beide doch mehr oder weniger als seriös geltende Blätter. Der Focus übernimmt schnörkellos die Agentur-Überschrift: „Hitzewelle sorgt für Millionenkosten im Stromnetz“, ergänzt sie aber mit einer Drohung: „Deutsche Verbraucher zahlen.“ Doch eigentlich – so der Focus bereits im Leadtext: „Auch weil die geplanten Stromtrassen von Nord nach Süd fehlen, rechnen Experten mit Kosten von rund einer halben Milliarde Euro für Notmaßnahmen allein in diesem Jahr.“ Soll heißen: Hitzewelle und Trassenmangel sind gleichermaßen schuld am Griff in den Verbraucher-Geldbeutel. Allein die FAZ setzt den Akzent wenigstens im Leadtext deutlich, nämlich, dass „der entscheidende Grund“ (anstelle der Hitze) ein anderer ist: „Immer noch fehlen Stromtrassen von Norden nach Süden.“ Ganz radikal die Stuttgarter dagegen: Die Schwaben ersetzten die Selbst-Korrektur des reißerisch-halbwahren Titels in FAZ und Focus durch: „Die Probleme bei der Energiewende gehen auch mal wieder richtig ins Geld.“ Warum auch nachdenken oder gar differenziert argumentieren, wenn doch der Stammtisch so nahe steht…
PS: Dividiert man die im Artikel Sommerhitze wird teuer geschätzten 25 Millionen durch 18 Millionen 50Hertz-Kunden (eigene Angabe), kommen auf jeden einzelnen durch 50Hertz mit Strom Versorgten für die Sommer-Hitze sagenhafte € 1,40 zu. Und wenn man tatsächlich von den insgesamt durch Trassenmangel, Redispatching und EE-Überschuss befürchteten 500 Millionen Mehraufwand ausgeht, kommen pro deutschem Stromkunden ganze 11,11 Euro heraus. Ein alter Trick: Die absolute Zahl erschreckt, durch alle geteilt, kommen zweieinhalb Pils heraus – pro Jahr.
-Gerhard Hofmann- weiterlesen…

Nachhaltige Energieversorgung – was ist das?

Ein Ausblick auf die Post-2015-Agenda

Gastbeitrag von Matthias Ruchser

Im September 2015 wird die Generalversammlung der Vereinten Nationen voraussichtlich die Post-2015- Agenda mit neuen, universellen Zielen nachhaltiger Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDGs), beschließen. Den Vorschlag für die Erarbeitung neuer Nachhaltigkeitsziele unterbreiteten Kolumbien und Guatemala im Vorfeld der United Nations Conference on Sustainable Development, auch Rio+20 genannt, die im Juni 2012 in Rio de Janeiro stattgefunden hatte. Daraufhin setzten die Vereinten Nationen eine Open Working Group (OWG) ein. Sie stellte Ende Juli 2014 ihren Vorschlag für 17 Ziele und 169 Unterziele nachhaltiger Entwicklung im Rahmen der Post-2015-Agenda vor. Die Ziele fordern unter anderem die Beendigung von Armut und Hunger, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltige Energieversorgung, Klima- und Umweltschutz sowie, die Ungleichheit innerhalb und zwischen Staaten zu verringern. Das neue an den SDGs ist: Sie haben universellen Charakter und sie gelten für alle – Industrie-, Entwicklungs- und Schwellenländer. weiterlesen…

„Bürgerwissenschaftler werden uns noch positiv überraschen“

Peter Finke im Solarify-Selbst-Gespräch über „die famose Erfindung des kostenlosen wissenschaftlichen Mitarbeiters“

Der Wissenschaftsforscher und einschlägige Buchautor („Freie Bürger, freie Forschung: Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm“) Prof. em. Peter Finke äußert sich im Solarify-Selbst-Gespräch über wichtige Fragen der gegenwärtigen Citizen Science-Debatte. Er findet, dass die Bürgerwissenschaft vielfach auf Voreingenommenheit stößt und von der überkommenen Wissenschaft zu Unrecht in die Dilettanten-Ecke gestellt wird. Das neue BMBF-Förderprogramm nennt er einen „Etikettenschwindel“, es sei nicht viel mehr als „ein Förderprogramm für Wissenschaftsprofis, die nach neuen Geldquellen Ausschau halten, die sie erschließen können, wenn sie sich Beschäftigungsaufgaben für kenntnisreiche Laien ausdenken“. weiterlesen…

KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren“ weiter verbessert

Erhöhung der Zuschüsse um 5 Prozentpunkte für KfW-Effizienzhäuse

Die KfW verbessert zum 01.08.2015 weiter die Förderbedingungen im Programm „Energieeffizient Sanieren“. Der Höchstbetrag für Förderkredite im Programm „Energieeffizient Sanieren“ steigt von 75.000 EUR auf 100.000 EUR pro Wohneinheit. Gleichzeitig erhöht die KfW die Tilgungszuschüsse im Kreditprogramm auf bis zu 27,5 % des Darlehensbetrags (max. 27.500 EUR pro Wohneinheit). Bauherren, die Sanierungen aus eigenen Mitteln stemmen, können zukünftig einen Investitionszuschuss von maximal 30.000 EUR z. B. für ihre Eigentumswohnung erhalten oder maximal 60.000 EUR für ihr Zweifamilienhaus. weiterlesen…

Who is who der Energiewende in Deutschland

AA und BMWi präsentieren Handbuch der RENAC zur Energiewende

Für alle, die sich auf dem weiten Feld der „Energiewende“ tummeln, gibt es (seit März) eine hilfreiche Publikation mit Adressen, Funktionen und Ansprechpartnern aus  Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Das „Who is Who der Energiewende in Deutschland“ der Renewable Academy (RENAC), Berlin, am 15.07.2015 von AA und BMWi vorgestellt, präsentiert Profile und Ansprechpartner aus staatlichen Institutionen, der Energiewirtschaft, der Wissenschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen, die an der Gestaltung der Energiewende mitwirken. weiterlesen…

Freie Bürger, freie Forschung

 Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm

„Freie Fahrt für freie Bürger!“ war einmal ein zwar ziemlich problematischer aber umso erfolgreicher Slogan des ADAC. Ob Herausgeber Peter Finke bei seinerm Buch daran gedacht hat, wissen wir nicht, der Titel wird aber dank seiner recht gut merkbar. Der Untertitel „Die Wissenschaft verlässt den Elfenbeinturm“ tut ein Übriges. In seinem neuen Buch treibt Citizen-Science-Experte Peter Finke die Diskussion um die Bürgerwissenschaften weiter voran. Er sagt: „Der isolierte Elfenbeinturm hat ausgedient – ehrenamtliche Forschung revolutioniert den Wissenschaftsbetrieb“. weiterlesen…

Atlas der Globalisierung

„Instandbesetzung der politischen Institutionen“

„Wie können – unter Bedingungen schrumpfender Wachstumsraten – Arbeitsplätze, Renten, Bildung, medizinische Versorgung gesichert werden? Wie können die Ess- und Mobilitätsgewohnheiten einer ganzen Bevölkerung verändert werden? Wie definiert man angesichts der kommenden Rationalisierungswellen „gute Arbeit“? Diese entscheidenden Fragen stellt Mathias Greffrath im Prolog des neuen Atlas für Globalisierung von Le Monde diplomatique. weiterlesen…