Kerosin aus biobasierten Stoffströmen

Wageningen University & Research mit neuem Alternativ-Sprit

Eines der Ziele der Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (RED II) ist es, die Verwendung fortschrittlicher Biokraftstoffe im Verkehrssektor auf mindestens 3,5 % des gesamten Biokraftstoffverbrauchs in der EU zu erhöhen. Wageningen University & Research und ihre Partner haben aus biobasierten Abfallströmen der Landwirtschaft eine neue Art von Flugkraftstoff hergestellt und den Erfolg am 08.10.2021 veröffentlicht. weiterlesen…

Wie schnell erholt sich das Klima?

Je nach Erderwärmung bis zu 50.000 Jahre

Der Klimawandel lässt die Temperaturen steigen und verstärkt die Gefahren durch Stürme, Starkregen und Hochwasser – das zeigte nicht nur die Flutkatastrophe im Ahrtal. Die große Frage, die sich stellt: Wie schnell erholt sich das Klima von einer solchen Erwärmung, die auf eine Erhöhung von Kohlenstoffdioxid in der Atmosphäre zurückzuführen ist? Forscher der Uni Mainz zeigen in einer am 19.10.2021 in Science Advances (CC BY 4.0) veröffentlichten Studie, dass nach einer Klimaerwärmung von fünf bis acht Grad Celsius vor 56 Millionen Jahren das Klima 20.000 bis 50.000 Jahre zur Stabilisierung brauchte. weiterlesen…

Patentrezept gesucht

Trotz Direct Air Capture drastische CO2-Reduktion unausweichlich – mit freundlicher Genehmigung von Felix Schenuit und Oliver Geden

„Deutschland zögert bei der CO2-Entnahme, weil sie den Anreiz für Emissionsreduktionen senkt. Aber ohne sie sind die Klimaziele nicht erreichbar, schreiben Felix Schenuit und Oliver Geden am im ipg-journal der Friedrich-Ebert-Stiftung. „Netto Null“ sei das zentrale klimapolitische Schlagwort der letzten Jahre. Die Europäische Union (EU) strebe das Ziel bis 2050 an, Deutschland und Schweden bis 2045 und Finnland sogar bis 2035. Konkret bedeute „Netto Null“, dass alle nicht vermeidbaren Emissionen – sogenannte Residualemissionen, z.B. aus der Landwirtschaft und einigen industriellen Prozessen – durch CO2-Entnahmen ausgeglichen werden und in der Summe keinerlei Emissionen mehr in die Atmosphäre gelangen. weiterlesen…

Regierung: Starkregen häufiger und stärker

Auftreten von Extremwetter-Phänomenen in Deutschland

Inzwischen selbstverständliche Forschungsergebnisse wie Prognosen zum Auftreten von Extremwetter-Phänomenen in Deutschland sind ein Thema der Antwort der Bundesregierung (19/32480) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/32034). Der Bundesregierung sind – so der parlamentseigene Pressedienst heute im bundestag – demnach durchaus wissenschaftliche Prognosen bekannt, wonach Extremwetter-Phänomene auch in Deutschland in Zukunft an Häufigkeit und Intensität zunehmen werden. weiterlesen…

Fliege erzeugt Biokraftstoff

Umwandlung organischer Abfälle in Insektenfutter und organischen Dünger

Die japanische Agentur für internationale Zusammenarbeit (JICA) investiert 2,5 Mio. USD in das US-Unternehmen Sanergy, das einen innovativen Ansatz für die Kreislaufwirtschaft in Entwicklungsländern, darunter Nairobi, Kenia, fördert. Sanergy verwandelt organische Abfälle aus Elendsvierteln unter Verwendung der schwarzen Soldatenfliege (Hermetia Illucens) in Insektenfutter, organischen Dünger und Biokraftstoff. weiterlesen…

Norwegens neue Regierung will weiter in Arktis bohren

Trotz EU-Konzept zum Schutz

Ihrem am 13.10.2021 verabschiedeten „Konzept für ein stärkeres Engagement der EU für eine friedliche, nachhaltige und prosperierende Arktis“ zufolge wird die EU ein Verbot der Erschließung neuer Öl-, Kohle- und Gasvorkommen in der Arktis anstreben, um eine vom Klimawandel stark betroffene Region zu schützen. Norwegens neue Mitte-Links-Regierung unter Jonas Gahr Støre von der Arbeiderpartiet hat laut Alexandra Brzozowski auf EURACTIV jedoch erklärt, sie werde versuchen, die lukrative Öl- und Gasindustrie des Landes auszubauen und gleichzeitig CO2-Emissionen zu senken. (Foto: Eisbär auf dem Trockenen – © Andy Brunner, unsplash) weiterlesen…

Mindestens 85 Prozent der Weltbevölkerung vom Klimawandel betroffen

Mehr als 100.000 wissenschaftliche Untersuchungen analysiert

Die am 11.10.2021 in Nature Climate Change veröffentlichte Studie „Machine learning-based evidence and attribution mapping of 100,000 climate impact studies“ dokumentiert beispiellose wissenschaftliche Evidenz zu den Folgen des menschengemachten Klimawandels auf mindestens 80 Prozent der Landfläche der Welt, mit mindestens 85 Prozent der Weltbevölkerung. Das hinter der Studie stehende Wissenschaftsteam hat eine neue Forschungstechnik entwickelt: Mit Modellen des maschinellen Lernens wurde eine noch nie dagewesene Menge von 100.000 empirischen Studien zusammengeführt mit umfangreichen Modell- und Beobachtungsdaten zu Temperaturveränderungen und Niederschlägen. (Foto: Hochwasser am Rhein am 05.02.2021, Wiesbaden – © Franziska Vogt für Solarify) weiterlesen…

„….weit außerhalb der historischen Erfahrung“

Beispielloser Anstieg von Hitzerekorden und Extremregen in Beobachtungsdaten

Die Häufigkeit von Hitzerekorden hat in den letzten zehn Jahren um das 90-fache zugenommen, im Vergleich zu 1951-1980. Das haben u.a. Forschende vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in Beobachtungsdaten festgestellt. Die monatlichen, sogenannten 3-Sigma-Ereignisse – Hitzewellen, die stark von dem abwichen, was in einer bestimmten Region normal sei – beträfen inzwischen im Durchschnitt etwa 9 Prozent der gesamten Landfläche. Auch Regenextreme hätten zugenommen; im Durchschnitt könne einer von vier rekordhohen Tagesniederschlägen im letzten Jahrzehnt auf den Klimawandel zurückgeführt werden. Schon heute seien Extremereignisse, die mit dem vom Menschen verursachten Klimawandel zusammenhingen, auf einem noch nie dagewesenen Niveau, erklären die Forschenden. Und sie erwarten eine weitere Zunahme der Wetterextreme. (Foto: 133 Tote: Ahr-Hochwasser – @ Martin Seifert. Ursprünglich hochladender Benutzer: CnndrBrbr (Wikipedia auf Deutsch – Übertragen aus de.wikipedia nach Commons)CC0) weiterlesen…

Einfache Umwandlungsmethode von CO2 in nützliche Verbindungen

Bei Raumtemperatur und ohne hohen Druck entstehen MOFs

Japanische Forscher haben einen energieeffizienten Weg zur Umwandlung von CO2 in nützliche Chemikalien gefunden. Bei dieser Methode entstehen aus CO2 als metallorganische Gerüste (MOFs) bezeichnete Strukturen, was auf einen neuen und einfacheren Weg zur Nutzung des Treibhausgases hinweist, um gleichzeitig die globale Erwärmung zu bekämpfen. Die Forschungsarbeiten wurden von Wissenschaftlern des Institute for Integrated Cell-Material Sciences (iCeMS) der Universität Kyoto und Kollegen durchgeführt. Die Ergebnisse wurden im Journal of the American Chemical Society veröffentlicht.
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„Die Straße der Zukunft ist digital“

Interview mit Prof. Alois Knoll über den Vorteil intelligenter Verkehrssysteme

Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat in den Projekten Providentia und Providentia++ vielbefahrene Straßen mit modernster Sensortechnik ausgestattet. Mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI) werden die Daten zu einem digitalen Zwilling verarbeitet, der ein Abbild der realen Verkehrssituation darstellt. Projektleiter Alois Knoll, Professor für Robotik, Künstliche Intelligenz und Echtzeitsysteme, erläutert im Interview die Vision dahinter – und was getan werden muss, um beim Thema digitale Mobilität zukunftsfähig zu bleiben. weiterlesen…