Kleinstädte brauchen Gleise statt Flughäfen

Viele Mittelzentren vom Zug abgeschnitten – Studie belegt Unsinn von Provinzflughäfen

Das gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene hat die Politik aufgefordert, aus der am 19.08.2020 vom BUND vorgestellten Studie über den wirtschaftlichen und ökologischen Schaden der Regionalflughäfen Konsequenzen zu ziehen. „Die Menschen auf dem Land und in Mittel- und Kleinstädten brauchen eine Schienenanbindung und keine Regionalflughäfen“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene, am Mittwoch in Berlin. „Statt überflüssige und klimaschädliche Regionalflughäfen zu subventionieren, muss Deutschland alle Anstrengungen auf eine bessere Anbindung der Menschen an die Schiene konzentrieren.“ weiterlesen…

Linzer Forscher arbeiten an metallfreier Wasserstoff-Erzeugung

Statt Platin Polydopamin

Linzer Forscher arbeiten an der Entwicklung einer neuen Methode zur Erzeugung von Wasserstoff, bei der als Katalysator keine teuren Edelmetalle wie etwa Platin eingesetzt werden. Die Rolle des Metalls nimmt in dem Verfahren ein Polymer auf Basis von Dopamin ein – eigentlich ein Botenstoff im Nervensystem. Ihre Forschungsergebnisse haben die Wissenschaftler um Philipp Stadler vom Institut für Physikalische Chemie der Johannes-Kepler-Universität Linz in Advanced Materials publiziert.
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Schmutz in der Schmelze

Suche nach Verunreinigungs-Quellen multikristalliner Siliziumblöcke

Im Verbundforschungsprojekt SYNERGIE untersuchten Forscher des Fraunhofer IISB in Erlangen, von Wacker Chemie und AlzChem, wie metallische Verunreinigungen in die Siliziumschmelzen eingetragen werden. Ein speziell entwickelter Versuchsaufbau ermöglichte dabei zielgerichtete Experimente mit verschiedenen Metallspezies. Im Zusammenspiel mit einem neu implementierten numerischen Simulationsmodell ließen sich die Hauptverunreinigungen und deren Quellen identifizieren. Ebenso ergaben sich neue Erkenntnisse über die Mechanismen, wie die verschiedenen Metallatome während des Herstellungsprozesses in den Kristall eindringen. (Foto: Herstellung einer Sprühbeschichtung auf einem G1-Tiegel am Fraunhofer IISB im Rahmen des SYNERGIE Projektes. – Foto © Kurt Fuchs, Fraunhofer IISB) weiterlesen…

Strukturwandel demokratisch, ökologisch und sozial

Mehr Bürgerpower für Zukunft in Revieren

Im Juli 2020 haben Bundestag und -rat die Gesetze zum Kohleausstieg bis 2038 und zur Stärkung der regionalen Wirtschaft beschlossen. Wie können zwei vom Kohleausstieg besonders stark betroffene Regionen – die Lausitz und das Rheinische Revier – den Strukturwandel demokratisch, ökologisch und sozial umsetzen? Das Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung in Potsdam (IASS) und das Kulturwissenschaftliche Institut Essen (KWI) legen dazu gemeinsame Empfehlungen vor. weiterlesen…

Ionische Flüssigkeiten und elektrokatalytische Umsetzung von CO2

Wertvolle Grundchemikalien aus Treibhausgas

Für eine nachhaltige Wirtschaft steigt künftig die Bedeutung der Umwandlung von CO2 in Kohlenwasserstoffe und andere Grundchemikalien. Forschende der TU Darmstadt und des Helmholtz-Instituts Erlangen-Nürnberg für Erneuerbare Energien haben einer Medienmitteilung der TU Darmstadt vom 18.08.2020 zufolge wesentliche Schritte der elektrochemischen Kohlendioxid-Umwandlung entschlüsselt. Sie berichten darüber in Angewandte Chemie. weiterlesen…

Die Entdeckung der Erderwärmung 

Eine Chronologie von 2008 – heute noch aktuell

2001 gab ein internationales Gremium namhafter Klimawissenschaftler bekannt, dass sich die Welt – mit zumindest in den letzten zehn Jahrtausenden beispielloser Geschwindigkeit – erwärmt hat, und dass die Erwärmung durch die Anhäufung von Treibhausgasen infolge menschlicher Aktivitäten verursacht wurde. Die Geschichte, wie Wissenschaftler durch unerwartete Wendungen zu dieser Schlussfolgerung kamen, ist die Geschichte, die Spencer Weart vom American Institute of Physics, Maryland, in The Discovery of Global Warming erzählt hat. 2008 brachte er seinen preisgekrönten Bericht durchgehend überarbeitet auf den neuesten Stand, mit einer neuen Schlussfolgerung, die zeigte, wie sich der wissenschaftliche Konsens in der Weltöffentlichkeit ausgebreitet und wie ein neues Verständnis der menschlichen Verantwortung für den Klimawandel Einzelpersonen und Regierungen zum Handeln angeregt hatte. weiterlesen…

Proteine ganz nah

Max-Planck-Forscher machten mit MINFLUX-Nanoskopie Verteilung und relative Anordnung von Molekülen in Zelle sichtbar

Die von Nobelpreisträger Stefan Hell und seinem Team entwickelte MINFLUX-Nanoskopie ermöglicht, fluoreszierende Moleküle mit Licht getrennt abzubilden, die nur ein paar Nanometer (millionstel Millimeter) voneinander entfernt sind – so eine Medienmitteilung des Max-Planck-Instituts für biophysikalische Chemie (mpibpc.mpg) vom 12. August 2020. Diese Technik ist damit hundertmal schärfer als die herkömmliche Fluoreszenz-Lichtmikroskopie. Forscher um Stefan Hell und Stefan Jakobs haben mit dieser Methode erstmals die Molekülverteilung innerhalb einzelner Proteinkomplexe eines Zellorganells sichtbar gemacht – und das mehrfarbig und in 3D. Damit eröffnet die MINFLUX-Nanoskopie neue Anwendungsmöglichkeiten in der Biologie und Medizin. weiterlesen…

Energieforschung für beste Spannung in Stromnetzen

140.000 Euro für HWT-Kooperationsprojekt

In einem von der Gesellschaft für Energie und Klimaschutz Schleswig-Holstein GmbH (EKSH) geförderten neuen Energieforschungsprojekt von Kieler Forschern in Kooperation mit einem Windenergiepark- und Umspannwerk-Betreiber an der Westküste geht es um eine Verbesserung der Spannungsqualität in den Stromnetzen. Hierfür werden bis Frühjahr 2022 Feldversuche im Umspannwerk Vollstedt, Kreis Nordfriesland, durchgeführt und in Laboren der Fachhochschule Kiel (FH Kiel) und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) ausgewertet. weiterlesen…

Startschuss für Recycling in Echtzeit: Aufbau eines Demonstrators

Freiberger Helmholtz-Forscher erhalten Millionen-Förderung

Die Wiedergewinnung von Rohstoffen aus sekundären Quellen, wie etwa Elektroschrott, spielt eine entscheidende Rolle, um eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen. Die Herausforderung liegt aber im komplexen Aufbau vieler technischer Geräte: Die wertvollen Ressourcen sind mit vielen anderen Stoffen so eng verbunden, dass eine effiziente Wiederaufbereitung oft schwierig ist. Helfen könnten Verfahren, die Wissenschaftler des Helmholtz-Instituts Freiberg für Ressourcentechnologie (HIF) am Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) entwickelt haben. Um diese Methoden zu etablieren, benötigen sie eine Versuchsanlage mit einem interagierenden Multisensor-/Kamerasystem. Zum Aufbau dieses operationalen Demonstrators erhalten sie nun knapp 4 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und vom Freistaat Sachsen. weiterlesen…

Grönlands Eisschmelze bereits unumkehrbar – Widerspruch

Klima-Kippschalter doch noch nicht umgekippt? Keineswegs alles gut

Das sich erwärmende grönländische Eisschild hat bereits den Point of no return überschritten: Selbst wenn das Klima abkühlt, so ein am 13.08.2020 open access in Communications Earth and Environment veröffentlichtes Forschungsergebnis, werden die Gletscher weiter schrumpfen, schreibt Laura Arenschield in den Ohio State News. Nahezu 40 Jahre Satellitendaten aus Grönland zeigten, dass die Gletscher auf der Insel sschon so stark geschrumpft seien, dass die Eisdecke weiter schrumpfen würde, selbst wenn die Erderwärmung heute gestoppt werden könnte. Auf Twitter weisen allerdings Wissenschaftler wie Stefan Rahmstorf oder Michael Mann darauf hin, dass die Studie diese Aussagen nicht decke. (Foto: Eisberge in der Nähe von Grönland entstehen aus Eis, das von den Gletschern der Insel abgebrochen ist. Diese verlieren einer neuen Untersuchung zufolge so schnell Eis, dass die Gletscher Grönlands selbst bei einem völligen Stopp der globalen Erwärmung weiter schrumpfen würden – © mit freundlicher Genehmigung von Michalea King) weiterlesen…