Kipp-Elemente: Zu riskant, um gegen sie zu wetten

PIK-Forscher: “Die Stabilität des Erdsystems ist in Gefahr”

Von den Eismassen Grönlands und der West-Antarktis über die Korallenriffe bis hin zum Amazonas-Regenwald – zahlreiche Kipp-Elemente des Erdsystems könnten schneller ausgelöst werden als gedacht, warnt eine Gruppe führender Wissenschaftler vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) in einem Kommentar im Fachjournal Nature. Zudem gebe es Hinweise darauf, dass diese Ereignisse nicht nur wahrscheinlicher werden, sondern auch stärker miteinander verbunden seien als bisher angenommen; das könne zu Dominoeffekten führen. Diese möglichen Kaskaden von Veränderungen seien ein zu großes Risiko für die Lebensgrundlagen vieler Menschen auf der ganzen Welt, argumentieren die Autoren – und rufen zu entschlossenem Handeln auf. Die Stabilität des Erdsystems sei in Gefahr. weiterlesen…

“Schlimmster Anstieg des Meeresspiegels könnte bereits im Gange sein”

Beginnende Instabilität in der Westantarktis könnte die schnellste auf dem Kontinent sein

Entlang der antarktischen Küste gibt es vielfach Instabilitäten im Eis, die gleichsam darauf warten, ausgelöst zu werden. Wenn das geschieht, werden die Eismassen langsam und unaufhaltsam in den Ozean fließen und damit weltweit den Meeresspiegel ansteigen lassen. Dabei ist genau jene Region, in der die Instabilität durch eine Erwärmung des Ozeans wahrscheinlich bereits eingesetzt hat, auch die Region, die schneller kollabieren wird als jede andere, so Wissenschaftler des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). Auch wenn der vergleichsweise schnelle Eisverlust sich nur über Jahrzehnte hinweg entfaltet und Jahrhunderte andauert, ist die Geschwindigkeit des Eisverlustes in der Antarktis bereits heute ein wichtiger Faktor für den weltweiten Anstieg des Meeresspiegels. Davon werden – laut Pressemitteilung des PIK vom 13.06.2019 – Hunderte von Millionen Menschen an den Küsten der Welt betroffen sein, von Miami bis Shanghai. weiterlesen…

Auf dem Weg in die “Heißzeit”?


Planet könnte kritische Schwelle überschreiten

Die globale Erwärmung auf lange Sicht bei 1,5°C bis 2°C zu stoppen, könnte schwieriger sein als bisher angenommen. Selbst bei Umsetzung der im Pariser Abkommen festgelegten Pläne zur Minderung von Treibhausgasemissionen bleibt ein Risiko, dass der Planet durch verschiedene Rückkopplungsprozesse in einen Zustand gerät, den die Forscher als „Hothouse Earth“ bezeichnen. Dies diskutiert ein internationales Team von Wissenschaftlern in einer Studie im Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). Wie das Potsdam-Institut für Klimafolgendorschung (PIK) mitteilte, wäre eine solche Heißzeit langfristig durch etwa 4°C bis 5°C höhere Temperaturen charakterisiert sowie durch einen Meeresspiegelanstieg um 10m bis 60m. Der Übergang zu einer emissionsfreien Weltwirtschaft müsse deshalb deutlich beschleunigt werden, mahnen die Autoren. weiterlesen…

Viel mehr CO2 als befürchtet


Guardian: “Kohlendioxid-Emissionen aus sich erwärmenden Böden könnten katastrophale Rückkopplungseffekte auslösen”

Eine über 26 Jahre im Harvard-Forest durchgeführte Studie belegt erstmals, dass natürliche biologische Faktoren zu einem potenziell unaufhaltsamen weiteren Anstieg der Temperaturen führen können – wenn die Erderwärmung einen gewissen Punkt überschreitet (Kippschalter). Forscher erhitzten einige der Waldflächen mit unterirdischen Kabeln bis 5° C über dem normalen Niveau, und ließen den Rest zur Kontrolle unbeheizt. Der britische Guardian publizierte die Ergebnisse. weiterlesen…

“Moral gegen Ideologie setzen” – “Blue Planet Prize” geht an Schellnhuber


Weltweit wichtigster Umweltpreis für Potsdamer Klimaforscher

Die international bedeutendste Auszeichnung für Pioniere der Nachhaltigkeitsforschung wird im Herbst an den Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK), Hans Joachim Schellnhuber, verliehen. Das gab – gemäß PIK-Pressemitteilung vom 14.06.2017 – die japanische Asahi Glas-Stiftung in Tokio bekannt. Ihr mit 50 Millionen Yen (ca. 407.000 Euro) dotierter Blue Planet Prize ehrt Vordenker, die entscheidende Ansätze zur Lösung globaler Umweltprobleme vorgelegt haben. weiterlesen…

Dominoeffekt im Amazonas-Regenwald


Dürreperioden setzen Abwärtsspirale in Gang

Der Waldverlust durch Abholzen im Amazonasgebiet und die mögliche Abnahme der Regenfälle dort könnten einen Teufelskreis in Gang bringen. Wenn Trockenzeiten mit dem menschengemachten Klimawandel zunehmen, so steigt zusätzlich das Risiko eines sich selbst verstärkenden Waldverlustes, so hat ein internationales Team von Wissenschaftlern unter anderem von der TU München und dem PIK Potsdam herausgefunden und am 13.03.2017 in Nature Communications veröffentlicht. weiterlesen…

Arktische Eisschmelze droht mit weltweit unkontrollierbarem Klimawandel


19 Kippschalter in der Region

arctic-council-sei-stockholm-resilience-centre-logos Arktiswissenschaftler warnen immer eindringlicher davor, dass eine zunehmend schnelle arktische Eisschmelze polare “Kippschalter” (Tipping Points) mit katastrophalen Folgen auslösen könne, weithin spürbar bis zum Indischen Ozean. Das immer schnellere Abschmelzen der Eiskappe in der Arktis führe dazu, dass 19 “Kipppunkte” in der Region ausgelöst würden, mit katastrophalen Konsequenzen auf der ganzen Welt, schreibt u.a. der Londoner Guardian. weiterlesen…