Sahara-Staubwolke trifft USA und wirft Klimafragen auf

„Extrem ungewöhnliches Ereignis“

Eine riesige Staubwolke aus der Sahara hat am 17.06.2020 die USA erreicht, nachdem sie 8.000 Kilometer von der Sahara aus über den Atlantik gezogen war, schreibt die Wissenschaftsjournalistin Chelsea Harvey (E&E News) am 26.06.2020 in Scientific American. Die Wolke verdunkelte den Himmel über Puerto Rico und verursachte eine der höchsten atmosphärischen Aerosolkonzentrationen, welche die Insel je gesehen hat. Diese spezielle Wolke gehört Wissenschaftlern zufolge zu den extremsten, die jemals aufgezeichnet wurden. weiterlesen…

Brennstoffzellen mit doppelter Betriebsspannung

Hochleistungs-Direkt-Borhydrid-Brennstoffzelle entwickelt

Die Elektrifizierung des Verkehrssektors – einer der größten Energieverbraucher der Welt – wird Hochleistungs-Brennstoffzellen (entweder allein oder in Verbindung mit Batterien) erfordern, um den Übergang zu Elektrofahrzeugen, von Autos und Lastwagen zu Booten und Flugzeugen, zu erleichtern. Ingenieure der McKelvey School of Engineering an der Washington University in St. Louis (Missouri) haben jetzt Hochleistungs-Direkt-Borhydrid-Brennstoffzellen (DBFC) entwickelt, die mit der doppelten Spannung herkömmlicher Wasserstoff-Brennstoffzellen arbeiten. Ihre Forschungsergebnisse wurden am 17.06.2020 in Cell Reports Physical Science veröffentlicht. weiterlesen…

Neue DLR-Institute für maritime Energiesysteme und Mobilität von morgen

Entwicklung von integrierten Systemen für eine effiziente und emissionsarme Energieversorgung von Schiffen

Am 23.06.2020 gab der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) einer Medienmitteilung zufolge grünes Licht für zwei neue Institute. Diese werden zukünftig an innovativen Technologien für die Mobilitäts- und Energiewende forschen. Das neue „DLR-Institut für Maritime Energiesysteme“ in Geesthacht in Schleswig-Holstein soll Technologien entwickeln, die Strom, Wärme und Kälte für Fracht- und Passagierschiffe energieeffizient und emissionsarm bereitstellen. Dabei spielt die Weiterentwicklung von Brennstoffzellen für maritime Anwendungen eine wichtige Rolle. Weitere Themen der Forscherinnen und Forscher werden die Energieeffizienzsteigerung der Schiffe im Hafenbetrieb sowie die Infrastruktur der Energieversorgung an Land sein. weiterlesen…

Forschung für effizientere Brennstoffzellen

Kooperationsprojekt unter Beteiligung der Leibniz Universität Hannover will den Wirkungsgrad von Brennstoffzellen optimieren und ihre Lebensdauer verlängern

Brennstoffzellen wandeln chemische in elektrische Energie und sind damit ein wichtiger Schritt auf dem Weg hin zu einer CO2-neutralen Mobilität. Das Institut für Turbomaschinen und Fluiddynamik (TFD) der Leibniz Universität Hannover (LUH) entwickelt in einem neu gestarteten Kooperationsprojekt ein Rezirkulationsgebläse für die Wasserstoff-Seite von Brennstoffzellen. Die Ziele: höhere Effizienz und Zuverlässigkeit, längere Lebensdauer sowie geringere Kosten beim Einsatz von Brennstoffzellen. weiterlesen…

Mangan als Elektrokatalysator für die Wasserspaltung?

Abschlussbericht des Verbundprojekts MANGAN

Kürzlich wurde das 2015 initiierte und vom Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion in Mülheim an der Ruhr (MPI CEC) koordinierte Verbundprojekt MANGAN (siehe: solarify.eu/mangan-wissenschafts-cluster) zum Abschluss gebracht – so eine Medienmitteilung vom 23.06.2020. In diesem großangelegten und vom BMBF geförderten Projekt stellte sich ein breit aufgestelltes Konsortium aus 25 Arbeitsgruppen aus insgesamt 15 Instituten und Universitäten der Frage, ob sich Verbindungen des Elements Mangan als Elektrokatalysatoren für die Wasserspaltung zur industriellen Wasserstoffgewinnung eignen. Inspiriert wurde das Vorhaben unter anderem durch die Photosynthese, in der ein Mangan-Komplex, eingebettet in eine Proteinmatrix, die natürliche Wasserspaltung im Blatt katalysiert. weiterlesen…

Schifffahrt künftig umweltfreundlicher unterwegs?

Umweltfreundliche Kraftstoffe für die Schifffahrt: biogene Beimischkomponenten

Es kommt Bewegung in den Kraftstoffmarkt für Hochseeschiffe. Vorgaben zur Reduzierung der Abgasemissionen erfordern neue nachhaltige Wege bei der Herstellung von Diesel und Schweröl. Wie können diese Wege aussehen? Was sind die neuen Rohstoffe? Forschenden des Fraunhofer UMSICHT ist es im Rahmen des Projekts PyroMar gelungen, die gesamte Verfahrenskette zur Produktion biobasierter Beimischkomponenten abzubilden. Jetzt geht es in die Testphase. weiterlesen…

Hochflexible Plattform für die Untersuchung exotischer Phänomene

Übergangsmetall-Dichalcogenid „verdrehtes WSe2“ mit neuen Eigenschaften

Zweidimensionale Quantenmaterialien sind seit einigen Jahren eine Plattform für die Realisierung neuartiger korrelierter und topologischer Phasen der Materie. Nun berichtet ein internationales Forscherteam aus Deutschland, den Vereinigten Staaten, China und Japan in Nature Materials, dass das aus einer verdrehten Doppelschicht bestehende Übergangsmetall-Dichalcogenid WSe2 die Realisierung exotischer korrelierter Phänomene, einschließlich der Hoch-Tc-Supraleitung und korrelierter Isolatoren ermöglicht – und zwar auf kontrollierte Weise und ohne die geometrischen Einschränkungen, die bei verdrehtem, doppelschichtigem Graphen (Twisted Bilayer-Graphen) auftreten – so eine Medienmitteilung des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie in Hamburg. weiterlesen…

Mehr Solarstrom durch Lockdown

Sauberere Luft führt zu Ertragssteigerungen bei der Photovoltaik

Smog - Luftverschmutzung in Delhi - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyEin bemerkenswerter Nebeneffekt des Corona-Lockdowns war der Rückgang der menschengemachten Luftverschmutzung. Dies lässt sich unter anderem an der Leistung von Solaranlagen ablesen. Die saubere Luft führte dazu, dass mehr Sonnenlicht zu Photovoltaikanlagen durchdrang und diese mehr Strom produzierten, wie Wissenschaftler des Helmholtz-Institut Erlangen Nürnberg gemeinsam mit Partnern des MIT und des Solarunternehmens Cleantech Solar nachweisen konnten. Die Forscher konzentrierten sich in ihrer Studie auf die Metropole Delhi in Indien. Dort lag der Ertrag der Solaranlagen im späten März um 8,3 Prozent über den Werten der vergangenen drei Jahre um dieselbe Zeit, wie die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Joule schreiben. weiterlesen…

Etwas Silber steigert die Produktionsrate von grünem Wasserstoff

Außerordentliche Publikation in ‚Angewandte Chemie‘ zu hochaktuellem Thema

Ein Team von Wissenschaftlern am Mülheimer Chemistry Campus (MPI für Kohlenforschung + MPI für Chemische Energiekonversion) stellt die Möglichkeit von Elektrokatalysatoren auf der Basis von aktivem Kobaltoxid mit Silberkupplung vor und bahnt somit den Weg zur effektiveren Produktion von grünem Wasserstoff – dem nachhaltigen „Öl“ von morgen – davon berichtet eine eine Medienmitteilung auf den Internetseiten der beiden Max-Planck-Institute. weiterlesen…

Konjunkturprogramm unter Wuppertaler Klimaschutzlupe

Einschätzung der konjunkturpolitischen Regierungsmaßnahmen: viele gute Impulse, aber Nachbesserungen für nachhaltige Wirkung erforderlich

Das Wuppertal-Institut bewertet einer Medienmitteilung vom 09.06.2020 zufolge die konjunkturpolitischen Maßnahmenvorschläge der Bundesregierung in systematischer Form anhand von vier Kriterien: zeitnahe Umsetzbarkeit, Zielgerichtetheit, zeitliche Begrenzung und nachhaltige Wirkung. weiterlesen…