Ein Stromspeicher für die ganze Welt

Freiburger Projekt zur Batterieforschung in das BMBF-Programm „Weltspeicher“ aufgenommen

Die heute verfügbaren Lithium-Ionen-Batterien für die E-Mobilität werden vor allem auf die Steigerung der Leistungsdichte hin optimiert. Bei der stationären Stromspeicherung für die ländliche, dezentrale Elektrifizierung sind die Anforderungen an Batterien jedoch andere: Sie sollen günstig sein, aus gut verfügbarem Material bestehen, einfach zu recyclen sein, eine robuste Zellchemie besitzen und im Gesamtsystem nicht allzu komplex sein. Um diese Gegensätze zu vereinen, erarbeitet die Nachwuchsgruppe „Elektrochemische Energiesysteme“ am Institut für Mikrosystemtechnik (IMTEK) der Universität Freiburg und der Hahn-Schickard-Gesellschaft für angewandte Forschung e.V. ein neues Speicherkonzept. weiterlesen…

Klima-Szenarien nutzbar machen

Online-Plattform für Entscheider startet

Trockene Felder westlich von Berlin - Foto © SolarifyDamit Klimaszenarien für Entscheider nutzbar werden, hat ein internationales Forscherteam, u.a. auch Klimaforscher des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) eine umfassende interaktive Online-Plattform entwickelt. Sie ist die erste ihrer Art, die Werkzeuge zur Nutzung dieser Szenarien – von Klimafolgen bis hin zur Klimastabilisierung – einer breiteren Öffentlichkeit jenseits der Wissenschaft zur Verfügung stellt. Die Szenarien helfen Entscheidern in Politik und Unternehmen, Finanzmärkten und Gesellschaft, die Bedrohung durch die globale Erwärmung und Möglichkeiten zu ihrer Begrenzung besser einzuschätzen. weiterlesen…

Wie gut wissen die Deutschen über Wetterrisiken Bescheid?

Repräsentative Umfrage zur Wetter- und Klimakompetenz in Deutschland

Extremwetter über Berlin - Foto © SolarifyViele Deutsche haben Schwierigkeiten, Wetterrisiken – zum Beispiel durch Bodenfrost, Hitze oder UV-Strahlung – richtig einzuschätzen. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung, die in Weather, Climate, and Society veröffentlicht wurde. Das MPG-Forschungsteam spricht sich deshalb für neue Risikovorhersagen aus, die nicht nur angeben, wie das Wetter wird, sondern auch, was es anrichten kann. weiterlesen…

Klimaschutz auf die lange Bank?

BUND-Vorsitzender Olaf Bandt kommentiert Verschiebung von COP26

Kohlekraftwerk Schkopau - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyBUND-Chef Olaf Bandt hat sich einer Medienmitteilung der Naturschutzorganisation zufolge kritisch zur Verschiebung der COP26 auf November geäußert: „Der Klimaschutz wird wieder einmal auf später verschoben. Die Welt setzt derweil auf die alten, dreckigen Strategien, um eine Wirtschaftskrise zu verhindern. Hierzulande sind Milliarden für die Lufthansa ohne Klimaschutzauflagen genehmigt worden, Kaufprämien für Autos und die Eröffnung eines neuen Kohlekraftwerks sind im Gespräch. Das wird die Klimakrise nur weiter anheizen.“ weiterlesen…

10 Millionen für Forschung gegen Ressourcenverschwendung

Neuer Sonderforschungsbereich an RUB: Ingenieure wollen durch Computersimulationen energie- und ressourcenintensive großindustrielle Produktionsverfahren effizienter machen

Forschungsteams der Universitäten Bochum (RUB) und Magdeburg wollen erstmals Computersimulationsmodelle für bisher schwer kontrollierbare, aber sehr energieintensive Partikel-Produktionsverfahren entwickeln. Ziel des neuen Sonderforschungsbereichs ist es einer RUB-Medienmitteilung zufolge, durch eine exakte Vorhersage von unzugänglichen Produktionsprozessen, zum Beispiel bei der Herstellung von Zement oder Keramik in Hochtemperaturöfen, den bisher kaum beherrschbaren Einsatz von Material und Energie präziser zu berechnen und damit sowohl den Verbrauch fossiler Brennstoffe als auch den CO2-Ausstoß signifikant zu reduzieren. (Foto: Viktor Scherer bei der Untersuchung des Fließverhaltens von Modellpartikeln in einem Schachtofenexperiment – © RUB, Marquard) weiterlesen…

Photosynthetischer Wasserstoff aus Bakterien

Kieler Forschungsteam untersucht Cyanobakterien als „Wasserstoff-Fabriken“

Eine Medienmitteilung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU): Die Umstellung der Nutzung fossiler Brennstoffe hin zu einer erneuerbaren Energieversorgung ist eine der wichtigsten weltweiten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Als vielversprechender, potenziell klimaneutraler Energieträger wird grüner, mittels regenerativer Energie gewonnener Wasserstoff dabei künftig eine bedeutende Rolle spielen. Eine solche nachhaltige Energiequelle versuchen Forschende zum Beispiel mittels der Photosynthese zu erschließen. Die Nachwuchsgruppe Bioenergetik in Photoautotrophen am Botanischen Institut der CAU wird derzeit ein dazu geeignetes Cyanobakterium erforscht. (Grafik: Die Nachwuchsforschungsgruppe ‚Bioenergetik in Photoautotrophen’ an der CAU betreibt Grundlagenforschung für eine künftige klimaneutrale Wasserstoffwirtschaft. © Jolanda Zürcher) weiterlesen…

Start des ZDR-EMIL

Fraunhofer IWKS baut E-Mobilitäts-Zentrum für Demontage und Recycling in Hanau

Die Elektromobilität ist als wesentlicher Bestandteil der Energiewende ein wichtiges Thema für die Industrie. Neben der Weiterentwicklung in der Fertigung sind Kreislaufführung von wertvollen Ressourcen und die Reduktion des ökologischen Fußabdrucks der E-Mobile von entscheidender Bedeutung, um einen nachhaltigen Beitrag zu den Klimazielen zu leisten. Die Fraunhofer-Einrichtung für Wertstoffkreisläufe und Ressourcenstrategie IWKS setzt hier an und entwickelt gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung nachhaltige Prozesse für ein vollständiges Recycling der Komponenten von Elektrofahrzeugen. (Grafik: ZDR-EMIL, Zentrum für Demontage und Recycling – Elektromobilität – © Fraunhofer IWKS) weiterlesen…

BMU: „EU-TS-Reform wirkt“

Emissionshandel: Deutsche Anlagen stießen 2019 14 Prozent weniger CO2 aus

2019 emittierten die rund 1.850 im Europäischen Emissionshandelssystem (EU-ETS) erfassten stationären Anlagen in Deutschland etwa 363 Millionen Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2-Äq) – ein Rückgang um 14 Prozent gegenüber 2018. Das berichtet die Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) im Umweltbundesamt (UBA) detailliert in ihrem diesjährigen Bericht über die Treibhausgasemissionen der emissionshandelspflichtigen stationären Anlagen und im Luftverkehr für Deutschland im Jahr 2019 (VET-Bericht 2019). Der Rückgang der Emissionen geht maßgeblich auf Minderungen in der Energiewirtschaft zurück. Aber auch die Emissionen der energieintensiven Industrie gingen erstmalig im Verlauf der dritten Handelsperiode zurück. weiterlesen…

Klimaschutz im Flugverkehr auf der Kippe

IATA will CORSIA-Abkommen abschwächen

Unter dem internationalen Abkommen zur Begrenzung des CO2-Ausstoßes (CORSIA) sollen die CO2-Emissionen des internationalen Flugverkehrs stabilisiert werden. Steigen die Emissionen, müssen Fluggesellschaften ab 2021 die Differenz zum Referenzwert durch den Aufkauf von Kompensationszertifikaten aus Klimaschutzprojekten ausgleichen. Die Luftverkehrsindustrie versucht nun, das Abkommen zu ändern. Berechnungen des Öko-Instituts zeigen, dass der Industrievorschlag die Verpflichtung zur Vermeidung oder Ausgleich von Treibhausgasemissionen bis 2035 um 25 bis 75 Prozent senken würde. weiterlesen…

CO2-Ausstoß Anfang April 17 Prozent niedriger

Studie zum Klima-Effekt der Pandemie-Abwehrmaßnahmen „Anschubhilfen werden Emissionspfad für Jahrzehnte prägen.“

Mit einer aufwändigen Schnellschätzung hat ein Forscherteam jetzt die Auswirkung der Corona-Abwehrmaßnahmen auf den Ausstoß des wichtigsten Treibhausgases CO2 beziffert. Demnach lagen die weltweiten CO2-Emisionen Anfang April wahrscheinlich ein Sechstel niedriger als vor der Pandemie. Die stärksten absoluten Rückgänge gab es bei Verkehr und Produktion. An der Studie arbeiteten wissenschaftliche Einrichtungen aus sieben Ländern auf drei Kontinenten mit, darunter das Berliner Klimaforschungsinstitut MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change). Die Studie wurde jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Nature Climate Change veröffentlicht. weiterlesen…