Wissenschaftler nennen neue Vogelkrankheit „Plastikose“

Seevögel, die Plastikmüll aus dem Meer verschlucken, haben Narben in ihren Mägen

Matthew Savoca, Postdoktorand, Universität Stanford, fragt am 21.03.2023 auf The Conversation: „Als Biologe, der sich mit der Aufnahme von Kunststoffen durch Meerestiere beschäftigt, werde ich bei jeder Präsentation meiner Forschungsergebnisse mit derselben Frage konfrontiert: ‚Wie wirkt sich Plastik auf die Tiere aus, die es fressen?'“ Die Antwort auf eine der wichtigsten Fragen auf diesem Gebiet steht noch aus. Eine aktuelle Studie des Adrift Lab, einer Gruppe australischer und internationaler Wissenschaftler, die sich mit der Verschmutzung durch Plastik befasst, liefert jedoch immer mehr Beweise dafür, dass die Aufnahme von Plastikmüll erkennbare chronische Auswirkungen auf die Tiere hat. Diese Arbeit stellt einen entscheidenden Schritt dar: von der Erkenntnis, dass Plastik überall ist, zur Diagnose seiner Auswirkungen, wenn es einmal aufgenommen wurde. (Foto: Nicht nur Fische: Plakat des WWF – © Gerhard Hofmann, Agentur Zukunft, für Solarify) weiterlesen…

Stalaktiten und Stalagmiten in der Batterie?

Neue Untersuchungen könnten zu längerlebigen Batterien führen

Festkörperbatterien gelten als „Heiliger Gral“ der Batterieforschung. Sie besitzen keinen flüssigen Kern mehr wie heutige Batterien, sondern bestehen – so der Name – aus festem Material. Das führt zu einigen Vorteilen: Unter anderem sind diese Batterien schwerer entflammbar und können zusätzlich auch noch im Miniaturmaßstab hergestellt werden. WissenschaftlerInnen des Mainzer Max-Planck-Instituts für Polymerforschung haben Prozesse ins Visier genommen, welche die Lebensdauer solcher Batterien verlängern können und am 09.03.2023 open access in nature communications publiziert. Mit ihren Erkenntnissen könnten in Zukunft haltbarere Festkörperbatterien realisiert werden. weiterlesen…

Kampf gegen Wegwerfgesellschaft

EU-Kommission will Recht auf Reparatur

Entsorgte Produkte sind häufig noch gebrauchsfähige Waren, die repariert werden könnten, aber oft vorzeitig weggeworfen werden. Dies verursacht jährlich 35 Millionen Tonnen „Abfall“. Dagegen will die EU-Kommission vorgehen. Mit einem Vorschlag zum „Recht auf Reparatur“ soll es für VerbraucherInnen künftig einfacher und kostengünstiger werden, Waren reparieren, anstatt sie ersetzen zu lassen, wie einer von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland am 22.03.2023 veröffentlichten Pressemitteilung zu entnehmen ist. weiterlesen…

Naturbewusstseinsstudie: Viele über Klimakrise und Naturzerstörung besorgt

Mehrheit der Befragten ist bereit gesellschaftlichen Wandel zu Nachhaltigkeit und Naturverträglichkeit mitzutragen

Dass die Klimakrise und Naturzerstörung den eigenen Lebensstil beeinträchtigen werden, ist eine in Deutschland weit verbreitete Sorge. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der Naturbewusstseinsstudie, die das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz am 22.03.2023 veröffentlicht haben. Als weitere Auswirkungen der Klimakrise nennt die Mehrzahl der Befragten vor allem Extremwetterereignisse und den Einfluss auf wildlebende Arten und biologische Vielfalt. Die gute Nachricht ist: Ein großer Teil der 2.410 Befragten Erwachsenen und 1.004 Jugendlichen der repräsentativen Naturbewusstseinsstudie ist bereit, den notwendigen gesellschaftlichen Wandel durch einen nachhaltigen und naturverträglichen Lebensstil mitzutragen. weiterlesen…

PIK: Noch lange zu wenig E-Fuels

Nicht genug für Luftverkehr, Schifffahrt und Chemie

Um die aktuelle Debatte um E-Fuels voranzubringen, haben Forschende vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Daten zum weltweiten Stand von E-Fuel-Projekten analysiert und diese in einem Analyse-Papier zusammengetragen. Dazu PIK-Forscher Falko Ueckerdt: „E-Fuels sind wahrscheinlich noch lange knapp. Selbst wenn der Markthochlauf so schnell passiert wie beim Wachstumschampion Solar-Photovoltaik, würde das globale Angebot in 2035 nicht einmal ausreichen um die unverzichtbaren deutschen Bedarfe für Luftverkehr, Schifffahrt und Chemie zu decken.” weiterlesen…

Arzneistoffe in der Umwelt

Innovative Technologien entfernen Arzneimittelrückstände aus Abwasser

Jedes Jahr am 22. März erinnert der Weltwassertag an die Bedeutung einer der wichtigsten Lebensressourcen. Unser Planet ist zu fast zwei Dritteln mit Wasser bedeckt, aber nicht einmal drei Prozent sind trinkbares Süßwasser, von denen wiederum zwei Drittel in den Polkappen der Erde stecken. Täglich gelangen große Mengen an Chemikalien in unsere Gewässer und gefährden die Gesundheit von Menschen, Tieren und Pflanzen. Neben beispielsweise Pflanzenschutzmitteln belasten auch Medikamentenrückstände unser Trinkwasser. Das Greifswalder Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie (INP) hat technische Lösungen entwickelt, um Abwasser von solchen Schadstoffen zu reinigen. Solarify hat am 12.05.2016 über das Thema berichtet. weiterlesen…

Synthesegas und Akku-Power aus Solarenergie

Zwischenprodukt für die Herstellung von Ammoniak, Methanol und synthetischer Kohlenwasserstoffkraftstoffe

Mithilfe der Photosynthese gewinnen Pflanzen Energie aus Sonnenlicht. Forschende der Technischen Universität München (TUM) haben dieses Prinzip als Grundlage genommen (und am 21.03.2023 veröffentlicht), um neue nachhaltige Verfahren zu entwickeln, mit denen in Zukunft Synthesegas für die chemische Großindustrie hergestellt und Batterien aufgeladen werden könnten. (Foto: Photonenfalle im Labor der Arbeitsgruppe WarnanLab im CRC – © Astrid Eckert, TU München) weiterlesen…

„Ewigkeits-Chemikalien“ sollen verboten werden

PFAS-Verbot beantragt

Fünf europäische Länder (Dänemark, Deutschland, der Niederlande, Norwegen und Schweden) wollen die Produktion, Verwendung und Import der Stoffgruppe PFAS (Per- und polyfluorierte Alkylverbindungen: solarify.eu/pfas-pfoa-pfos) EU-weit verbieten lassen und haben der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) Vorschlag zur Beschränkung von PFAS zur Prüfung vorgelegt. Deutschland und die Niederlande sind dabei federführend. Anschließend wird die EU-Kommission gemeinsam mit den Mitgliedsstaaten über rechtlich bindende Beschränkungen für Herstellung und Nutzung entscheiden. Laut Umweltbundesamt ist mit möglichen Beschränkungen frühestens 2025 zu rechnen. (Titel: PFAS-Schwerpunkt 1/2020 – © UmweltBundesamt) weiterlesen…

Universitätsmedizin Mainz startet Pilotprojekt für Kreislaufwirtschaft zur Abfallvermeidung

BMBF fördert Projekte im Bereich Nachhaltigkeit und Digitalisierung der Pflege mit rund 1 Million Euro

Die Universitätsmedizin Mainz und der Gutenberg Health Hub (GHH) der Universitätsmedizin Mainz haben gemeinsam mit 14 weiteren Partnern aus Forschung und Industrie das „Kompetenzzentrum Arbeitsforschung: Transformation im Zukunftskorridor Saar-Pfalz gestalten – Werteorientiertes Arbeiten und Lernen in der Kreislaufwirtschaft (KOMATRA)“ gegründet. Ziel des Verbundprojekts ist es, nachhaltige Geschäftsmodelle im Medizinsektor in Rheinland-Pfalz sowie im Automobilsektor im Saarland zu fördern und damit die Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit der Region zu sichern. KOMATRA wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt. Die Universitätsmedizin Mainz erhält eine Förderung in Höhe von rund einer Million Euro. weiterlesen…

Circular Economy für Kunststoffe in Ostwestfalen-Lippe

InCamS@BI will zusätzlich Transfer der modernisieren

Wie kann Beschaffung, Verarbeitung und Logistik von Kunststoffen in eine zirkuläre Wertschöpfung überführt werden? Und: Kann die Beantwortung dieser Frage dazu beitragen, den Transfer an der Fachhochschule Bielefeld einheitlicher und effizienter zu gestalten? Das sind die Kernfragen von InCamS@BI, dem Innovation Campus for Sustainable Solutions, mit denen sich seit Anfang dieses Jahres annähernd 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beschäftigen – ein Vorhaben, das mit 8,8 Millionen Euro von der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert wird und bei dem die FH unter anderem mit der Universität Bielefeld kooperiert. (Foto: Fachhochschule Bielefeld – © Rüdiger Müller – Own work, commons.wikimedia.org, CC BY-SA 4.0) weiterlesen…