Mängel bei Nachhaltigkeits-Strategien der Bundesländer

Bertelsmann-Stiftung und Wuppertal-Institut: Verbesserungspotenzial

Flächendeckende Nachhaltigkeits-Strategien auf Länderebene fehlen bis heute – nur die Hälfte der Bundesländer ist dieser Aufgabe bisher gerecht geworden. Die verabschiedeten Strategien unterscheiden sich zudem sowohl im Hinblick auf das Themenspektrum als auch in Bezug auf ihre Bindungswirkung in den politischen und gesellschaftlichen Alltag hinein. Dem Umstand ging eine Studie des Wuppertal Instituts nach, die im Rahmen des Projektes „Nachhaltigkeitsstrategien erfolgreich entwickeln“ der Bertelsmann Stiftung entstanden ist und vom NRW-Umweltministerium gefördert wurde. Die „Untersuchung von Nachhaltigkeitsstrategien in Deutschland und auf EU-Ebene“ befasst sich anhand der Themenfelder „Nachhaltiges Wirtschaften“, „Nachhaltige Finanzpolitik“, „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, „Nachhaltige gesellschaftliche Teilhabe“ und „Jugendbeteiligung“ mit dem Stand der Strategieentwicklung in den einzelnen Bundesländern. Sie zeigt Best-Practice-Beispiele zu allen Themenfeldern auf, die auch in anderen Ländern einsetzbar wären. weiterlesen…

Wissenschaft für Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg

Mit fünf Millionen Rolle der Wissenschaft für nachhaltige Entwicklung stärken

Das Wissenschaftsministerium Baden-Württemberg hat im April 2012 eine Expertengruppe einberufen, die Anregungen für die Stärkung von Nachhaltigkeit in Lehre, Forschung und im Transfer von Hochschulen erarbeitete. Sprecher des siebenköpfigen Gremiums war Professor Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts für Klima, Umwelt und Energie. Vor kurzem hat die Kommission ihre Empfehlungen vorgelegt. Sie sollen in einem breiten Dialog mit allen Beteiligten diskutiert werden. Im Herbst 2013 ist dazu eine öffentliche Veranstaltung geplant. weiterlesen…

Wegweiser zum Klimawissen

Neues Web-Portal von Helmholtz „Klimanavigator“

Die Helmholtz-Gemeinschaft (das Helmholtz-Zentrum Geesthacht, Zentrum für Material- und Küstenforschung GmbH, HZG – ausführende Stelle Climate Service Center, CSC) hat ein neues Portal ins Netz gestellt: den Klimanavigator. Ziel des Klimanavigators ist es nach eigenen Angaben, „einen Überblick über die klimarelevante Forschung sowie über Klimawandel und Klimaanpassungsinitiativen zu vermitteln“. Die Webplattform richte sich in erster Linie an Nutzer aus Politik und Wirtschaft, die mit Fragen des Klimawandels konfrontiert seien. Auch Medien, Bildungseinrichtungen und interessierte Laien könnten „profitieren“. weiterlesen…

Energie für den Wandel

Lesehinweis auf neue Serie in der NRZ

Am Max-Planck-Institut für Chemische Energiekonversion werden Anleitungen dafür entwickelt, wie künftig Energie gespeichert werden kann – für Professor Robert Schlögl, Gründungsdirektor des Institutes, eine wichtige „Mission“. Hier forschen Wissenschaftler daran, wie wir in Zukunft Energie gewinnen. Die NRZ öffnet die Türen zum Institut. weiterlesen…

Rösler legt Energieforschungsbericht vor

Ausgaben von 399 auf 708 Mio. Euro (um 77 Prozent) gestiegen

In der Sitzung des Bundeskabinetts am 31.07.2013 hat Bundeswirtschafminister Rösler, den ersten Bundesbericht Energieforschung vorgelegt. Mit dem Bericht informiert die Bundesregierung die Öffentlichkeit über die Förderpolitik und die Entwicklungen bei der Förderung neuer Energietechnologien. Danach sind im Berichtszeitraum (2006 bis 2012) die Ausgaben für die Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien um 77 Prozent gestiegen, von 399 Millionen Euro auf 708 Millionen Euro. weiterlesen…

Helmholtz und Max-Planck: gemeinsames Labor für PV und Speicher

Beginn schon 2014 – schnelle Umsetzung in Produktion

Das Helmholtz-Zentrum Berlin und die Max-Planck-Gesellschaft bauen gemeinsam ein neues Forschungslabor für die Weiterentwicklung von Photovoltaik- und Speichersystemen. Die wissenschaftlichen Arbeiten sollen Ende 2014 beginnen, meldet das pv-magazine. Das Energy Material In-Situ Laboratory in Berlin (EMIL) soll als Anbau des schon bestehenden Forschungslabors BESSY II entstehen. weiterlesen…

Arktischer Eisschild seit 1980 halbiert

Wissenschaftlich abgesichterte Untersuchungen

Der Klimawandel lässt durch steigende Temperaturen den arktischen Eisschild immer weiter schmelzen und bedroht damit auch die Weltwirtschaft. Seit 1979 hat die US-Raumfahrtbehörde NASA das schrumpfende Ausmaß des arktischen Eisschildes dokumentiert. Der Verlauf der Messwerte zeigt einen Rückgang des Eisschildes von etwa 13 Prozent pro Jahrzehnt. Die sechs niedrigsten Messwerte für die Meereisbedeckung der Arktis sind dabei in den vergangenen sechs Jahren erfasst worden. Während das arktische Eis 1980 noch mehr als 7 Mio. km² bedeckte, waren es 2012 nur noch etwa 3,5 Mio. km² – eine Verringerung um rund 50 Prozent in gut 30 Jahren. Klimaforscher sehen die Ursache für diese Entwicklung im globalen Treibhauseffekt, der durch den weltweit enormen Ausstoß von CO2 und weiteren Klimagasen, vor allem Methan, ausgelöst wird. weiterlesen…

UBA: Kabel gehören nicht in Trinkwasserleitungen

Gefahr durch Krankheitserreger – auch Bundesregierung dagegen

Die Idee klinge durchaus viel versprechend: Um auf dem Land die Surfgeschwindigkeit im Internet zu erhöhen, möchte die Europäische Union (EU) Breitbandkabel durch vorhandene Energie- und Wasser-Trassen legen, zum Beispiel durch Trinkwasserleitungen. Aufwändige Erdarbeiten und Kosten ließen sich so möglicherweise vermeiden. Für Trinkwasserleitungen berge der Vorschlag allerdings Risiken, die nicht akzeptabel seien. Darauf verweist die Trinkwasserkommission (TWK) beim Umweltbundesamt (UBA) in einer neuen Stellungnahme. An den zahlreichen Kabel-Ein- und Austrittsstellen und bei Wartungsarbeiten könnten Mikroorganismen, unter anderem auch Krankheitserreger in die Trinkwasserleitung eindringen. Die TWK rät daher davon ab, die Breitbandabdeckung über das Trinkwassernetz auszubauen. weiterlesen…

CO2: Deutsche Konzerne machen Klimagas zum Rohstoff

Lesehinweis auf Green-Wiwo: Synthetisches Erdgas aus CO2

Es wird seit Jahren diskutiert und erprobt – und bleibt wohl doch eine ferne Zukunftsvision: Irgendwann soll Kohlendioxid aus Kraftwerksabgasen tief in den Untergrund fließen und dort bleiben. Zumindest in Deutschland ist unwahrscheinlich, dass es irgendwann passiert. Die Zahl der Bedenkenträger ist einfach zu groß.
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