acatech und DECHEMA mit Analyse internationaler Wasserstoffstrategien

Große Ähnlichkeiten verschiedener nationaler Länderstrategien zum Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft

Wasserstoff-Tanklastzug - Foto © Gerhard Hofmann für SolarifyAm 19.12.2022 veröffentlichten acatech, Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, und DECHEMA, Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie, im Rahmen des gemeinsamen Projektes Wasserstoff-Kompass eine Analyse von internationalen Wasserstoffstrategien. Die Analyse vergleicht nationale Wasserstoffstrategien, Wasserstoff-Roadmaps oder Konzeptpapiere von 22 Ländern oder Regionen, die im Zeitraum von 2017 bis 2022 veröffentlicht wurden. Zukünftig soll die Analyse regelmäßig um weitere Strategien ergänzt und aktualisiert werden. weiterlesen…

Kreislauffähige Schiffskabinen

Kabinen auf Kreuzfahrtschiffen sollen nachhaltiger werden

Die Leuphana Universität Lüneburg ist Mitglied des Konsortiums EcoCab. Das Projekt zielt darauf ab, Ansätze für nachhaltige, autarke und kreislauffähige Passagierkabinen auf Kreuzfahrtschiffen zu entwickeln. Die Ergebnisse wurden jetzt auf der Statustagung Maritime Technologien des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) in Berlin vorgestellt. weiterlesen…

Verursacherprinzip soll jetzt weltweit gelten

Ein CO2-Grenzausgleich, mit dem klimaschädliche Importe aus Nicht-EU-Ländern mit Zöllen belegt werden, kommt

Mit über 700 Millionen Tonnen ist die Europäische Union der größte Nettoimporteur von CO2-Emissionen weltweit. Emissionen, die bislang anders als in der EU hergestellte Produkte, nicht mit einem CO2-Preis versehen werden. In der Europäischen Staatengemeinschaft sorgt das Emissionshandelssystem (Emissions Trading System – kurz ETS) dafür, dass die Herstellung von Produkten mithilfe fossiler Brennstoffe teurer ist, da Industrie und Energiewirtschaft Zertifikate für den Ausstoß von Kohlendioxid erwerben müssen. Nach mehreren Reformen zog der Preis für Zertifikate in den letzten Jahren deutlich an. Manuel Grisard – energiezukunft – hat sich das Ringen von EU-Kommission und -Parlament für einen CO2-Grenzausgleich näher angesehen. weiterlesen…

„Immer mehr und immer schneller“

Warum die Blütenträume des Öko-Kapitalismus nicht reifen

Die Illusionen der Green Economy, die Wunschvorstellung einer Energiewende und ein ungebrochener Glaube an technische Antworten auf Zukunftsfragen: Der grüne Kapitalismus hat Konjunktur. Doch er kann sein Versprechen, Ökonomie und Ökologie zu versöhnen, nicht halten. Es erweist sich als unmöglich, die ökologische Krise im Rahmen einer Wachstums- und Plünderungsökonomie zu überwinden. Das Karussell aus Naturzerstörung, Beschleunigung und Aufrüstung dreht sich weiter. Im November ist „Grüne Gier – Warum die Blütenträume des Öko-Kapitalismus nicht reifen“ von Wigbert Tocha im Oekom Verlag erschienen. weiterlesen…

Gift hilft Wasserstoff produzierende Biokatalysatoren verstehen

Giftiges Cyanidmolekül greift Enzyme an, ermöglicht aber auch neue Einblicke in Katalyse

In der Natur sind bestimmte Enzyme, sogenannte Hydrogenasen, in der Lage, molekularen Wasserstoff (H2) zu produzieren. Spezielle Arten dieser Biokatalysatoren, sogenannte [FeFe]-Hydrogenasen, sind äußerst effizient und daher für die biobasierte Wasserstoffherstellung von Interesse. Obwohl die Wissenschaft bereits viel über die Funktionsweise dieser Enzyme weiß, sind einige Details noch nicht vollständig geklärt. Eine Wissenslücke konnte die Arbeitsgruppe Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum um Dr. Jifu Duan und Prof. Dr. Thomas Happe schließen. Die Forschenden zeigten, dass externes Cyanid an die [FeFe]-Hydrogenasen bindet und die Wasserstoffbildung hemmt. Dabei konnten sie eine strukturelle Veränderung in der Protonentransportbahn nachweisen, die die Kopplung von Elektronen- und Protonentransport verstehen hilft. Sie berichten in der Zeitschrift „Angewandte Chemie“ vom 04.12.2022. weiterlesen…

dena-Monitoringbericht 2022: Neuzulassungen alternativer Antriebe stark gestiegen

Planbarkeit bei Förderungen notwendig

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) hat ihr diesjähriges Monitoring zum Hochlauf alternativer Antriebe im deutschen Pkw-Markt veröffentlicht. Demnach sind die gesamten Pkw-Neuzulassungszahlen in den ersten drei Quartalen 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von über 2 Millionen auf weniger als 1,9 Millionen Pkw zurück gegangen, womit sich der mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie eingeläutete Zulassungsrückgang weiter fortsetze, heißt es in der dena-Pressemitteilung vom 16.12.2022. weiterlesen…

Erneuerbare Energien deckten 2022 fast die Hälfte des Stromverbrauchs

ZSW und BDEW legen aktuelle Berechnungen vor

Erneuerbare Energien haben im Jahr 2022 insgesamt 47 Prozent des Bruttostromverbrauchs gedeckt. Das zeigen vorläufige Berechnungen des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Damit ist der Anteil um fünf Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Für den Zuwachs verantwortlich waren vor allem der windreiche Jahresbeginn mit Rekordwerten in der Stromerzeugung aus Windenergie an Land und die sonnigen Sommermonate. Auch bei Windenergie auf See und Biomasse gab es leichte Zuwächse. weiterlesen…

Von der Wegwerfgesellschaft zur Kreislaufwirtschaft

Wie will die EU bis 2050 eine Kreislaufwirtschaft erreichen? 

Wenn sich die Art und Weise, wie wir Ressourcen verbrauchen, nicht ändert, bräuchten wir bis 2050 drei Erden, um unseren Bedarf zu decken. Die Ressourcenknappheit und der Klimawandel erfordern den Übergang von einer Wegwerf-Gesellschaft, in der genommen, hergestellt, verbraucht und weggeworfen wird, hin zu einer kohlenstoffneutralen, ökologisch nachhaltigen und schadstofffreien Kreislaufwirtschaft bis 2050. Das Europäische Parlament informiert über den Aktionsplan der EU für die Kreislaufwirtschaft und darüber, was die Europa-Abgeordneten noch vorschlagen, um Abfall zu verringern und Produkte nachhaltiger zu machen. weiterlesen…

Projekt OceanNETs: Alkalinisierung des Ozeans

Hilft chemische CO2-Bindung gegen Ozeanversauerung?

Wenn man Mineralien wie Silikat oder auch Kalk zerkleinert und verteilt, binden sie im Verwitterungsprozess CO2. Für die chemische Bindung von Kohlendioxid werden alkalische Substanzen, zum Beispiel Silikat oder Kalk direkt ins Oberflächenwasser des Ozeans eingeleitet. Die Mineralien können an Land in Minen abgebaut, per Schiff aufs Meer transportiert und dort im Wasser verteilt werden. Bei Anwendung dieser Methode etwa im Projekt Projekt OceanNETs könnte der Ozean nicht nur mehr CO2 aufnehmen, als positiver Nebeneffekt würde dies zugleich der Ozeanversauerung entgegenwirken – so das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel. Grundsätzlich gibt es weltweit ausreichend Mineralien, um damit alle CO2-Emissionen zu binden. Diese müssten abgebaut und zu einem feinen Pulver zermahlen oder chemisch aufbereitet werden, damit sie sich schnell im Wasser auflösen und mit dem CO2 reagieren. (Foto: 2010, Kongsfjord, Spitzbergen: Erster Mesokosmen-Einsatz in der Arktis, die am stärksten von Ozeanversauerung bedroht ist – © Signe Klavsen, GEOMAR) weiterlesen…

Der Wald in Zeiten des Klimawandels

Verbundprojekt der Universität Göttingen entwickelt Monitoringsystem zur Verdunstung in Wäldern

Der Klimawandel stellt die Agrar- und Forstwirtschaft vor zahlreiche Herausforderungen: Eine davon ist die Verfügbarkeit von Wasser. Wälder verbrauchen Wasser, speichern es und stellen es in bester Qualität wieder bereit. Wie viel Wasser in unseren Wäldern verdunstet und welcher Anteil des Niederschlags zur Neubildung von Grundwasser führt, wird an den Waldbeobachtungsstellen des forstlichen Umweltmonitorings aber nur modellbasiert geschätzt. Ein Forschungsteam der Universität Göttingen, der Technischen Universität Dresden und der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft will nun anstelle dieser Schätzungen effektive und effiziente Routinen für das Monitoring der Verdunstungsraten der Waldbäume entwickeln. weiterlesen…